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Anti-Piraterie-Kampagne gegen YouTube-Ripper mit wenig Wirkung

In den letzten Monaten hat die RIAA, wegen Verletzung der Umgehungsbestimmung des DMCA, versucht, YouTube-Ripper aus den Suchergebnissen von Google zu entfernen.
Obwohl die Suchmaschine Tausende von URLs gelöscht hat, hat dies nur sehr geringe Auswirkungen, wie Torrentfreak auf Basis von Muso-Zahlen berichtet. Die anvisierten Websites bleiben in den Top-Ergebnisse für die wichtigsten Suchbegriffe.

Dies mag auch daran liegen, dass Google die passenden Suchen vorschlägt:

US-Gericht: YouTube muss Recht auf Meinungsfreiheit nicht garantieren

Weil YouTube manche Inhalte des konservativen YouTube-Accounts PragerU mit Altersbeschränkungen versehen hatte und zudem keine Werbungen einblendete, hatte PragerU hat das Videoportal verklagt und sich dabei auf die amerikanische Verfassung und das Recht auf freie Meinungsäußerung berufen. YouTube zensiere seine Inhalte und verstoße daher gegen den ersten Verfassungszusatz (First Amendment).
Ein Gericht in San Francisco stellte nun fest, dass YouTube kein öffentliches Forum ist, welches seinen Nutzern das Recht auf freie Meinungsäußerung garantieren muss.

https://futurezone.at/netzpolitik/warum-auf-youtube-kein-recht-auf-meinungsfreiheit-herrscht/400767969

Jugendschutz.net: Report zu Antisemitismus online

In einer weiteren Schwerpunktrecherche zu Antisemitismus online hat jugendschutz.net antisemitische Aussagen auf reichweitenstarken Angeboten, vor allem bei jugendaffinen Plattformen wie Instagram und YouTube untersucht. Im Rahmen der Recherche wurden fast 5.000 Profile, Beiträge und Videos sowie ca. 100.000 Kommentare ausgewertet.
Eine zentrale Erkenntnis: Antisemitismus ist kein Randphänomen, sondern nahezu allgegenwärtig. Verschwörungstheorien werden ebenso reproduziert wie antisemitische Stereotype.
Entsprechend hoch ist das Risiko, dass auch Kinder und Jugendliche mit solchen Inhalten konfrontiert werden.

https://fis.jugendschutz.net/master-detailseite-news/n/neuer-report-zu-antisemitismus-online-veroffentlicht/

YouTube: Uploadfilter für Kommentare

Vice berichtet, dass es in YouTubes Kommentarspalten einen Uploadfilter für Wörter gibt. Diese „Gesperrten Wörter“ legt jeder YouTuber selbst fest und kann somit zum Beispiel die Eingabe seiner persönlichen Anschrift in den Kommentaren verhindern.

Die Verfasser der Kommentare bekommen davon nichts mit. Es gibt keine Fehlermeldung, für sie bleibt der Kommentar sichtbar. Nur alle anderen sehen ihn nicht.

In Kooperation mit dem YouTube-Kanal Ultralativ hat Vice bei 15 der wichtigsten YouTuberinnen und YouTuber Deutschlands insgesamt 28 Wörter durchprobiert. Bei elf Kanälen war zumindest eines der 28 Wörter gesperrt.

Das Ergebnis: „Viele YouTube-Stars nutzen die Funktion „Gesperrte Wörter“ offenbar, um unliebsame Kritik zu zu verhindern.“

Der Kanal ViktoriaSarina und die Beauty-YouTuberinnen Bibi und Dagi sperren beispielsweise das Wort „Abzocke“.

https://www.vice.com/de/article/pke377/zensierte-woerter-youtube-ultralativ-bibi-simon-unge-dagi

Super Bowl: 12 Mio. schauen illegale Streams über YouTube und Facebook

Eine Auswertung von VFT Solutions zeigt, dass mehr als 12 Millionen Menschen illegale Streams des Super Bowl Finales über Plattformen wie YouTube und Facebook empfangen haben.

Insgesamt wurden 2.650 Piraten-Superbowl-Streams entdeckt, die von mehr als 12 Millionen Menschen verfolgt wurden. Facebook hatte die meisten Streams, YouTube die meisten Zuschauer. Im Detail:

Die 2.650 Streams teilten sie wie folgt auf:
Facebook (70,6%),
YouTube (20,8%),
Periscope (4,8%),
Twitch (3,2%) und
VK (0,6%).

Allerdings gab es sehr deutliche Unterschiede bein den Zuschauerzahlen der Streams. Die 12 Mio. Zuschauern teilten sich wie folgt auf:
YouTube (62,9 %),
Facebook (22,7 %),
Periscope (13,1 %),
Twitch und VK (1,3 %)

Etwa 80 % der Streams wurden live gesehen. Mehr als 60% sahen allerdings weniger als 15 Minuten, vielleicht auch, weil ihre Streams unterbrochen wurden. Es wurden keine Streams auf speziellen Piraterieplattformen berücksichtigt.

https://torrentfreak.com/millions-illegally-streamed-the-super-bowl-via-youtube-and-facebook-200206/

Social Media unternimmt kaum etwas gegen Troll-Konten

Laut einer Studie des Strategic Communication Centre of Excellence (Stratcom) der Nato ist es nach wie vor möglich, sich für kleines Geld gefälschte Meinungsmacht für die großen sozialen Netzwerke zu kaufen. Gelöscht wird fast nichts.

Die Stratcom hatte sich für nur 300 Euro bei kommerziellen „Manipulation Service Providers“ 3530 Kommentare, 25.750 Likes, 20.000 Seitenabrufe und 5100 Follower bei Facebook, Instagram, Twitter und YouTube gekauft.
Vier Wochen nach den getätigten Deals waren noch 80 Prozent der bezahlten Aktivitäten online.
Selbst als die Experten einen Teil der gefälschten Konten den Betreibern meldeten, wurden lediglich 5 Prozent davon binnen 3 Wochen gelöscht.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/95-Prozent-der-gemeldeten-Troll-Konten-bleiben-bei-Facebook-Co-online-4608030.html

EuGH verhandelt über die Haftung für illegale Uploads

Der Europäische Gerichtshof verhandelt seit dem 26. November über die mögliche Haftung von Plattformen für illegale Inhalte. Die Verfahren wurden vom BGH vorgelegt.

In dem einen Verfahren geht es um die Haftung eines Filehoster (upload.net) für wiederholte Urheberrechtsverletzungen durch Uploader.

In dem anderen Verfahren hat der Hamburger Musikproduzent Frank Peterson YouTube auf Unterlassung und Schadensersatz verklagt, da seine Werke auf YouTube veröffentlicht werden.

https://www.tagesschau.de/ausland/youtube-eugh-101.html

KG Berlin: Polemik kein Löschgrund

Das Kammergericht Berlin hat entschieden, dass YouTube  ein bestimmtes Video der AfD-Bundestagsfraktion nicht entfernen durfte und das gelöschte Video wieder herzustellen sei.
Das Gericht stellte fest, dass auch nach den YouTube-Richtlinien kein „hasserfüllter Inhalt“ vorliegen würde. Zwar würden scharfe, polemische Worte gewählt. Dies allein rechtfertige jedoch nicht eine Löschung.
[KG Berlin, 22.03.2019, Az.: 10 W 172/18]
https://www.online-und-recht.de/urteile/YouTube-durfte-Video-nicht-loeschen-Kammergericht-Berlin-20190322/

Studie zur Radikalisierung durch YouTube

Eine Studie über 300.000 Videos, zwei Millionen Empfehlungen und 79 Millionen Kommentaren bei YouTube liefert starke Belege, dass YouTubes Empfehlungssystem zur Radikalisierung der Nutzer beiträgt. Das Entdecken von rechtsextremen Kanälen wird auch in Szenarien ohne Personalisierung unterstützt.

https://netzpolitik.org/2019/radikalisierung-durch-youtube-grosszahlige-studie-zur-empfehlung-rechtsextremer-inhalte/