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Niederlande: BREIN verklagt niederländische Hostprovider auf Auskunft

Die Stichting BREIN hat drei niederländische Hostprovider (Yisp, Worldstream. Serverius B.V.) in einem kollektiven Verfahren vorgeladen, um u.a. Zugang zu beschlagnahmten Dokumenten zu erhalten, die Unternehmensdaten über Dienste enthalten, die Hunderten von illegalen Streaming-Sites angeboten.

Der Fall Moonwalk betrifft die Infrastruktur für mehr als 280 illegale Streaming-Sites, darunter eine Datenbank mit Zehntausenden illegaler Film- und Seriendateien für insgesamt mehr als 100 Millionen Nutzer. Diese Infrastruktur war auf Servern bei den Hosting-Providern der Beklagten in den Niederlanden gespeichert.
In Zusammenarbeit mit der MPA (Motion Picture Association) entsandte BREIN Ende letzten Jahres eine Reihe von Gerichtsvollziehern zu diesen Anbietern, um Ex-parte-Anordnungen zur Schließung und Beschlagnahme von Beweismitteln zuzustellen. Neben der sofortigen Abschaltung aller illegalen Angebote auf den Websites führte dies zum dauerhaften Verschwinden von mehreren Dutzend Websites und zu einer anhaltenden Reduzierung und Unterbrechung der Angebote auf den anderen Websites.

Die Anbieter haben jedoch die geforderte Frage der Identifizierung von Unternehmensdaten nicht oder nicht vollständig erfüllt. In den Fällen, in denen Daten zur Verfügung gestellt wurden, stellten sich diese als falsch oder nicht nachvollziehbar heraus. In einer Sammelklage fordert BREIN nun die Fortsetzung der Schließung und Einsichtnahme in die beschlagnahmten Dokumente mit Unternehmensdaten.
BREIN klagt auch auf ein Feststellungsurteil in Bezug auf eine Reihe von Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums. Einerseits im Zusammenhang mit der Weigerung der Angeklagten, freiwillig relevante Unternehmensdaten zur Verfügung zu stellen, und andererseits im Zusammenhang mit ihrem strukturellen Versäumnis, angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um über verlässliche Daten zu verfügen.

https://stichtingbrein.nl/brein-dagvaardt-nederlandse-hosting-providers-in-grootste-illegale-streaming-zaak/

IPTV – Data centres for illegal streaming services

For this ad hoc study, FDS File Defense Service and the IVD took a closer look at the intermediaries of the illegal IPTV streams. For this purpose, 25 relevant websites were examined. The sites regularly provide playlists in the form of M3U files (station and channel lists).

Such channel lists bring together a channel of IPTV streams and a receiver in a very convenient way. The M3U file is simply loaded into a program and the customer can see the channel lists and gets access to the channels in his program.
It becomes even more convenient with set-top boxes. Very often these are so-called KODI boxes, which then “conjure” the content on the TV screen.

The “free of charge” business model is used by such websites to distribute M3U files in order to lure in customers. Normally, M3U files have a very short lifetime (12 to 24 hours). Therefore, the user has to renew them permanently to use the free services. To avoid this hassle customers can simply pay a subscription fee. These illegal subscriptions cost only a fraction of the price of legal offers. For a mere € 10 or less a month there are hundreds of channels, including many Pay-TV channels.
This is not surprising because the distributors do not have any procurement costs for the content they market.

This study is based on approximately 45,000 transmitter and channel lists which are distributed by 25 web pages. These lists led to 211,000 analyzable illegal IPTV streams which were subsequently analyzed by origin (the data centre). In addition, the data home of the M3U Files distributing websites were examined. In the case of data centres spread over several countries, the headquarters of the main company was taken as the country of origin. IPTV – Data centres for illegal streaming services weiterlesen