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Dänemark: Viele Sperren, viele VPN-Nutzer

Die dänische Anti-Piraterie-Gruppe Rights Alliance hat mitgeteilt, dass sie im Jahr 2019 insgesamt 141 Piraterieseiten von lokalen ISPs blockieren ließ.
Die Besuche auf diesen Seiten sind im Jahr 2019 um 40% zurückgegangen. Allerdings liegt der Anteil der dänischen 15- bis 74-Jährigen, die Filme und Fernsehserien herunterladen oder streamen, seit 2016 stabil bei 10 Prozent.
Eine Erklärung dafür die verbreitetet VPN-Nutzung: 17% der dänischen Internetnutzer verwenden ein VPN; bei denjenigen, die selber zugeben Piraterie zu betreiben, sind es 44%.

https://torrentfreak.com/denmark-blocked-141-pirate-sites-in-2019-but-pirates-are-bypassing-the-system-200503/

 

Piraterieportal sperrt VPN-Nutzer

Das Piraterieportal Streamworld.co sperrt Proxy– und VPN-Nutzer systematisch aus. Dies wird gegenüber Tarnkappe wie folgt begründet:
„Blockscript wird eingesetzt, um die Abuses einzudämmen, da die Abuse-Firmen selbst ihre IP verschleiern. Captchas alleine bringen leider gar nichts mehr.
Wir haben durch Blockscript sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Abuses sind stark zurückgegangen.
Wir sind der Meinung, dass es besser ist VPN-User auszusperren, als das die User alle Dateien offline vorfinden. […]“

https://tarnkappe.info/streamworld-co-sperrt-vpn-proxy-nutzer-systematisch-aus/

VPNs sammeln und verteilen Daten

Der IT-Forensiker Mike Kuketz hat bei Untersuchungen von zwei Android VPNs festgestellt, dass diese fleißig Daten aufzeichnen und an mehrere Drittanbieter übertragen. Für den Betrieb werden diese Datenübertragungen nicht benötigt; angeblich will man damit nur das Marketing verbessern.
Details zu den Tests:
NordVPN: https://tarnkappe.info/nordvpn-android-app-plaudert-sensible-daten-aus/
CyberGhost: https://tarnkappe.info/cyberghost-android-app-des-vpn-anbieters-plaudert-ebenfalls/

VPN-Apps oft aus China

In Großbritannien wurden 30 beliebte VPN-Apps fürs Smartphones überprüft. Ganze 17 der 30 untersuchten Top-Apps wurden entweder von chinesischen Entwicklern angeboten oder direkt auf Servern in China betrieben.
Ob bei den Angeboten von „obskuren und extrem verschwiegenen Firmen“ die erhoffte Anonymität beim Surfen gewährleistet ist, konnte nicht geprüft werden.
Aber auch andere VPN-Angebote ohne Chinabezug sind kritisch, da Daten zum Nutzerverhalten gespeichert und teilweise sogar verkauft werden.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/vpn-apps-viele-populaere-dienste-haben-laut-auswertung-china-bezug-a-1240076.html

Australien: Sperren wirken

Eine INCOPRO-Studie zeigt, dass in Australien Webseiten, die gesperrt wurden, einen Besucherrückgang von 53,4 % seit dem Beginn der Sperrungen in Dezember 2016 hatten.
Die Gesamtnutzung der 250 wichtigsten unautorisierten Webseiten ist in Australien um 25,4% zurückgegangen.
Während VPNs nicht berücksichtigt wurden, kam die Studie bezüglich den Proxies zu dem Ergebnis, dass diese nur einen kleinen Teil des Traffics ersetzen, der vor den Blockaden zu Piratenseiten ging.

https://www.creativecontentaustralia.org.au/_literature_210629/2018_Research_-_Incopro_Study

https://torrentfreak.com/australian-pirate-site-blocks-actually-block-pirate-sites-180221/

VPN Logs helfen Täter zu finden

In einem Verfahren wegen Cyberstalking wurde der Täter u.a. anhand der Logfiles seines VPN-Anbieters überführt. „Bezeichnenderweise konnte PureVPN feststellen, dass derselbe Kunde auf seinen Dienst von zwei IP-Adressen aus zugreifen konnte: die RCN-IP-Adresse aus dem Heimatland, in dem Lin zu der Zeit wohnte, und die Softwarefirma, in der Lin damals beschäftigt war“, heißt es in der eidesstattlichen Erklärung eines Special Agent.

https://torrentfreak.com/purevpn-logs-helped-fbi-net-alleged-cyberstalker-171009/

Nachtrag 17.10.2017:
PureVPN bestätigt die Speicherung der IP-Adressen der Nutzer.
https://www.purevpn.com/blog/vpn-logs-explained/