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USA: Nutzer illegaler IPTV-Dienste sollen zahlen

NagraStar verlangt Zahlungen von Personen, die illegale IPTV-Dienste nutzen, um Zugang zu DISH- und Bell-TV-Programmen zu erhalten. Die Nutzerdaten stammen von erwischten Anbietern illegaler IPTV-Dienste.
Abonnenten erhalten in der Regel ein Vergleichsangebot von 3.500 US-Dollar, während Wiederverkäufer von nicht autorisierten IPTV-Abos 7.500 US-Dollar zahlen sollen. Vergleichsverhandlungen scheinen möglich. Wer nicht reagiert muss mit weiteren rechtlichen Schritten rechnen.

https://torrentfreak.com/dish-and-bell-iptv-pirates-are-pressed-to-settle-or-face-legal-action-190612/

USA: Gericht verpflichtet YouTube zur umfangreichen Auskunft

Der japanische Verlag Shogakukan hat bei einem kalifornischen Bezirksgericht eine DMCA-Verfügung erhalten, mit der mehrere YouTube-Kanalbetreiber identifiziert werden sollen, die Filme hochgeladen haben, in denen im Lesetempo ganze Manga-Bücher des Verlags gezeigt werden.

Neben der Deaktivierung der rechtsverletzenden Werke wird YouTube verpflichtet personenbezogene Daten zu übergeben.

Die Vorladung verpflichtet YouTube Informationen herauszugeben, welche YouTube selber, über Google Adsense oder über andere Servicekonten, die mit dem Konto des Verletzers verbunden sind, hat.

Dies betrifft alle Konten des Verletzers ab dem Zeitpunkt der Registrierung, einschließlich Namen, Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, IP-Adressprotokolle, Konto- und Kreditkartennummern und die Namen der mit ihnen verbundenen Finanzinstitute.

Diese Angaben müssen nicht nur zu benannten Verletzern gegeben werden, sondern zu allen anderen die in einer Liste aufgeführte Werke veröffentlicht haben. Danach müsste YouTube selber nach weiteren Verletzern suchen.
https://torrentfreak.com/youtube-ordered-to-hand-over-identities-of-manga-pirates-190603/

US-Studie zu Stream-Ripping

Eine neue Studie des Musikindustrieforschungsunternehmens MusicWatch hat eine Zunahme des Stream-Rippens in den USA festgestellt, nämlich von 15 Millionen Nutzern im Jahr 2017 auf 17 Millionen in 2018.
An der Studie nahmen 5.000 Internetnutzern ab 13 Jahren teil. 30% der Nutzer kopierten sogar jedes Jahr rund 112 Dateien (etwa 10 bis 11 Alben Musik). Fast die Hälfte (48%) der Stream-Ripper kommt aus Haushalten mit einem Jahreseinkommen von 75.000 bis 199.000 Dollar. Man rippt das wofür man kein Geld ausgeben will.
https://torrentfreak.com/youtube-ordered-to-hand-over-identities-of-manga-pirates-190603/

USA: Illegaler IPTV-Dienst abgeschaltet

Die Alliance for Creativity and Entertainment (ACE) hat den IPTV-Anbieter OneStepTV.com geschlossen. One Step TV war im Jahr 2018 gestartet und wuchs auf rund 600 TV-Sender und 20.000 VOD-Inhaltean, die für 25 Dollar pro Monat oder weniger zu abonnieren waren.
Die Domain ist beschlagnahmt und informiert über die Schließung durch die ACE.
https://torrentfreak.com/mpaa-ace-shut-down-pirate-iptv-service-seize-domain-190517/

USA: RIAA verlangt Auskunft von Namecheap

Die RIAA versucht, den Betreiber der YouTube-Ripping-Seite YouTubNow zu überführen. Die beliebte Plattform erhält rund 15 Millionen Besuche pro Monat und verletzt die Urheberrechte von RIAA-Mitgliedern.
Die Musikindustriegruppe reichte deshalb in der letzten Woche eine DMCA-Vorladung an den Domain-Registrar der Website (NameCheap) bei einem Bundesgericht in Columbia ein.
„Wir glauben, dass Ihr Dienst[YouTubNow.com] in seinem Netzwerk hostet“, heißt es in einem nachfolgenden RIAA-Brief an NameCheap.
Die RIAA fordert nicht nur den Namen des Betreibers, die physische Adresse, die IP-Adresse, die Telefonnummer, die E-Mail-Adresse, die Zahlungsinformationen, die Kontoaktualisierungen und die Kontohistorie an, sondern schlägt auch vor, dass eine Kündigung der Domain des Dienstes in Ordnung sein könnte.
Nach Cloudflare und NoFile ist dies wohl die dritte DMCA-Vorladung, die die RIAA in den letzten Wochen gegen vermeintlich illegale Seiten erhalten hat.
https://torrentfreak.com/riaa-obtains-subpoena-to-unmask-youtube-ripping-site-operator-190515/

USA: 4 Mio. US$ aus Filmpiraterie beschlagnahmt

Die Regierung der Vereinigten Staaten hat im Rahmen einer Untersuchung zur Piraterie mit Filmen und Fernsehsendungen, die von Homeland Security Investigations und dem MPAA durchgeführt wurde, vier Millionen US$ an Bargeld und Kryptowährungen sichergestellt.
Diese hatte der Betreiber seit 2014 über seine kostenpflichtigen Streamingseiten (Noobroom.com, Noobroom7.com etc.) generiert.
Die von einem Bezirksgericht in Oregon entschiedene Beschlagnahme erfolgte, wegen Verschwörung zur Begehung von Urheberrechtsverletzungen und Geldwäsche.
Insbesondere das benutzte PayPal-Konto hat wohl zur Entdeckung des Täters beigetragen. Weitere Details zu den Zahlungsvorgängen im Artikel von Torrentfreak:
https://torrentfreak.com/us-govt-seizes-millions-in-cash-crypto-in-movie-piracy-case-190514/

Beyond Cloudflare: Data centres for pirated copies – The hall of shame

In February, this blog showed the importance of Cloudflare for Internet piracy.
This analysis was based on the top 5,000 of the still existing copyright infringing pages of the Google Transparency Report. These include more than 2.9 billion reports on deletions from the Google search index; they account for 79% of all reported URLs.
The 1,355 domains that are parked with companies such as Team Internet, Sedo or GoDaddy have to be subtracted from the 5,000 domains. Although these domains still exist, they are currently not used for copyright infringements.

This leaves 3,645 domains. Of these 3,645 copyright-infringing sites, 41.9% run via Cloudflare. For their part, they are responsible for 44.7% of the copyright infringements reported to Google.
But where are the other 58.1% of the pages or 55.3% of the infringing files? This will be examined in more detail below. Beyond Cloudflare: Data centres for pirated copies – The hall of shame weiterlesen

OLG Frankfurt: Internationale Internet-Plattform haftet für Urheberrechtsverletzung in Deutschland

Die Betreiberin einer international ausgerichteten Internet-Plattform, auf der kostenfrei literarische Werke veröffentlicht werden, haftet für Urheberrechtsverletzungen in Deutschland, wenn die in deutscher Sprache angebotenen Werke nach deutschem Urheberrecht noch nicht gemeinfrei sind und die Betreiberin sich die von Dritten auf der Plattform eingestellten Werke „zu eigen“ gemacht hat. Der Geschäftsführer haftet ebenfalls, wenn er lediglich eine Prüfung US-amerikanischen Urheberrechts veranlasst, trotz der bestimmungsgemäßen Ausrichtung der Webseite auch auf deutsche Nutzer.

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USA: 2019 Special 301 Report

Der Handelsvertreter der Vereinigten Staaten hat seinen jährlichen Sonderbericht 301 veröffentlicht, in dem Länder hervorgehoben werden, die die US-Urheberrechtsnormen nicht einhalten. Die Verwaltung beschreibt Piraterie-Probleme auf der ganzen Welt und listet insgesamt 36 Länder auf; unterteilt in Priority Watch List und Watch List.

Aus der EU sind Griechenland und Rumänien auf der Watch List. Auch wenn beiden Ländern Fortschritte bescheinigt werden, gibt es noch viele Problembereiche, zum Beispiel nicht lizensierte Software in der öffentlichen Verwaltung Griechenlands.

Auch die Schweiz ist weiterhin auf der Watch List. Nachfolgend die kompletten Listen: USA: 2019 Special 301 Report weiterlesen