Schlagwort-Archive: USA

USA: Gericht ordert Auskünfte an

In dem Verfahren zwischen dem Rundfunkanbieter DISH Networks und dem illegalen IPTV-Anbieter Easybox IPTV hat das Bezirksgericht von Texas DISH weitgehende Auskunftsrechte zugesprochen.
Zehn Internetunternehmen müssen nun DISH Auskünfte über die bei ihnen vorhandenen Daten zu Easybox geben. Zu den zur Auskunft verpflichten Unternehmen gehören Xpert Fullfillment, PayPal, Google, Facebook oder Twitter.
https://torrentfreak.com/dish-to-subpoena-google-facebook-paypal-twitter-to-identify-iptv-pirate-operators-190929/

USA: Weitere Klagen gegen Internetprovider

Mehrere große Musikunternehmen haben den Internet-Provider RCN verklagt, weil er keine Maßnahmen gegen raubkopierende Abonnenten ergriffen hat.

Die Filmgesellschaft Bodyguard Productions hat hawaiianischen ISP Pacific DirectConnect wegen Urheberrechtsverletzung verklagt, da er es wissentlich unterlassen hat, das Konto eines Hotels in Honolulu zu kündigen, welches wiederholt wegen Piraterie aufgefallen war.

https://torrentfreak.com/music-companies-sue-internet-provider-rcn-for-enabling-massive-piracy-190828/
https://torrentfreak.com/movie-company-sues-hawaiian-isp-over-repeatedly-pirating-hotel-190826/

US-Studie: Werbung auf illegalen Seiten schadet dem Werbenden

Die Umfrage, die von der Trustworthy Accountability Group (TAG) und dem Brand Safety Institute,(BSI) unter 1.017 Befragten über SurveyMonkey durchgeführt wurde, ergab, dass mehr als 80 Prozent der Verbraucher angaben, ein Produkt, das sie regelmäßig kaufen, seltener oder gar nicht mehr zu kaufen, wenn es auf illegalen Seiten beworben wird.

Dies wurde auch nach unterschiedlichen illegalen Seiten differenziert:

  • Anzeigen die zu Malwareinfizierung führen (Kaufreduzierung 93%, Kaufverweigerung 73%)
  • Anzeigen neben Videos zur Rekrutierung von Terroristen (Kaufreduzierung 90%, Kaufverweigerung 67%)
  • Anzeigen bei rassistischer / neonazistischer Propaganda (Kaufreduzierung 87%, Kaufverweigerung 58%)
  • Anzeigen auf Piraterieseiten (Kaufreduzierung 82%, Kaufverweigerung 45%)

https://www.tagtoday.net/pressreleases/brand-safety-survey-2019
https://www.tagtoday.net/brand-safety-survey-2019?hs_preview=BKJxRhUs-12073689772&hsLang=en-us

USA: SET TV muss 7,6 Millionen Dollar Schadensersatz zahlen

Ein kalifornisches Bundesgericht hat den inzwischen nicht mehr existierenden IPTV-Dienst SET TV dazu verurteilt, 7,6 Millionen Dollar Schadensersatz zu zahlen. Darüber hinaus ist es dem Unternehmen untersagt, in Zukunft einen ähnlichen Dienst zu betreiben. Das Versäumnisurteil wurde zugunsten mehrerer großer Hollywood-Studios, Amazon und Netflix, erlassen.

https://torrentfreak.com/iptv-service-set-tv-must-pay-7-6-million-in-piracy-damages-190801/

USA: Verfahren gegen Cloudflare wird durchgeführt

In einem in Kalifornien eingereichten Verfahren wird Cloudflare beschuldigt, Kunden, die wiederholt Urheberrechte verletzt haben, nicht zu kündigen. Der CDN-Anbieter versuchte, die Klage abzuweisen und ist damit nun vor einem Bundesgericht in Kalifornien gescheitert. Kläger sind zwei Hersteller und Großhändler von Brautkleidern.
Nach Angaben des Richters hat Cloudflare Kenntnis von den Verstößen, da die Kläger Cloudflare die entsprechenden Informationen inklusive Links mitgeteilt haben.

USA: DISH klagt nun auch gegen Rechenzentrum

Der US-amerikanische Sender DISH Networks hat mit East IPTV einen weiteren IPTV-Anbieter in den USA verklagt, da dieser DISH-Kanäle illegal über das Internet weiterleitet.
Der Sender verklagt aber auch den Hosting-Provider von East, die Serverlogy Corporation, weil er nicht auf zahlreiche Takedown-Anforderungen reagiert hat.
„Seit dem 11. September 2018 hat sich Serverlogy bewusst geweigert, angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um East davon abzuhalten, seine Dienste und Server zur Verletzung der Urheberrechte von DISH zu nutzen – auch nachdem Serverlogy von den spezifischen und wiederholten Verstößen von East Kenntnis erlangt hat“, heißt es in der Klage.
https://torrentfreak.com/dish-sues-hosting-company-pirate-iptv-customer-190713/

USA: Rekordstrafe für Facebook

Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC hat wohl gegenüber Facebook ein Bußgeld ca. 5 Mrd. US-$ verhängt, da im Rahmen des Cambridge Analytica Skandals persönliche Informationen von etwa 87 Millionen Facebook-Nutzern ohne deren Zustimmung abgegriffen wurden.
Facebook soll sich bereits auf eine Milliardenstrafe eingestellt haben.
https://www.sueddeutsche.de/digital/datenschutz-skandale-facebook-vor-milliardenvergleich-mit-us-verbraucherschutzbehoerde-1.4523533

USA: Trump darf Twitter-Nutzer nicht sperren

Auch im Berufungsverfahren entschieden die New Yorker Richter, dass US-Präsident Trump unliebsame Follower bei Twitter nicht blockieren darf.
Ein Vertreter des Staates, der die sozialen Medien zu offiziellen Zwecken nutzt, darf andere Nutzer nicht von der öffentlichen Diskussion ausschließen, weil ihm deren Meinungsäußerungen nicht gefielen. Dies ist diskriminierend und daher unzulässig.
https://futurezone.at/netzpolitik/urteil-trump-darf-follower-auf-twitter-nicht-blockieren/400547186

USA: Studie zu Schäden durch Filmpiraterie

Eine Studie zur Filmpiraterie von der Beratungsgesellschaft NERA, dem Global Innovation Policy Center und der U.S. Chamber of Commerce zeigt folgende Ergebnisse:

  • Die US-amerikanische Film- und Fernsehindustrie (Produktion und Vertrieb) hat in 2017 einen Umsatz von 229 Milliarden US-Dollar erzielt. Sie schafft 927.000 direkte Arbeitsplätze sowie weitere 1,7 Mio. indirekte Beschäftigungsverhältnisse.
  • Video-Streaming macht einen großen und wachsenden Anteil der Einnahmen aus. Es gibt mehr als 500 lizenzierte Online-Videoportale weltweit und seit 2018 mehr Video-Streaming-Abonnenten als Pay-TV-Abonnenten.
  • Dieses Wachstum wird durch die Zunahme der Streaming-Piraterie bedroht. Diese ist inzwischen wichtiger als BitTorrent und andere Download-basierte Piraterieformen.
  • Insgesamt gab es rund 26,6 Milliarden Viewings von US-Filmen und 126,7 Milliarden Viewings von US-Serien, die meisten davon außerhalb der USA.
  • Die Schäden liegen – je nach Schätzung der Substitutionsrate – zwischen 29,2 Milliarden Dollar und 71 Milliarden Dollar. Dies entspricht einem Umsatzverlust zwischen 11% und 24%.
  • Dies führt auch zu Verlusten von 230.000 bis 560.000 Arbeitsplätzen und einem jährlich zwischen 47,5 Milliarden und 115,3 Milliarden Dollar reduziertem Bruttoinlandsprodukt (BIP).
  • Etwa 96 Prozent des Schadens entsteht durch Personen außerhalb der USA.

Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Studie keine Piraterie berücksichtigt, die über IPTV oder Set-top-Boxen (Kodi o.a.) erfolgt. Die benannten Schäden sind also zu gering angesetzt.

https://www.theglobalipcenter.com/wp-content/uploads/2019/06/Digital-Video-Piracy.pdf

USA: VidAngel muss 62,4 Mio. Dollar zahlen

Der Video-Streaming-Dienst VidAngel muss 62,4 Millionen Dollar an Disney und Warner Bros. zahlen.
Das 2013 in Utah gegründete Startup erlaubte seinen Nutzern beliebte Filme und Fernsehsendungen zu sehen aus denen Gewalt, Sex, Obszönitäten und andere unerwünschte Inhalte herausgefiltert waren. Das Originalmaterial erhielt man nicht von den Studios, sondern über gerippte DVDs.
Die Filmstudios hatten den Dienst verklagt. Anfang des Jahres entschied der U.S. District Court for the Central District of California, dass VidAngel für die Verletzung der Anti-Umgehungsbestimmung des DMCA und die Verletzung von Urheberrechten verantwortlich ist. Nun wurde auch der Schadenersatz in Höhe von 62,4 Millionen Dollar festgelegt.

https://torrentfreak.com/vidangel-must-pay-62-4-million-for-ripping-and-pirating-movies-190618/