Schlagwort-Archive: USA

USA: IPTV-Händler will Spenden damit er die Kunden nicht verraten muss

Der ehemalige Piraterie-IPTV-Reseller Boom Media wird in den USA vom Sender DISH Network verklagt. Dieser will vom Boom Media Besitzer John Henderson u.a. Informationen über seine Lieferanten und Kunden.
Um dies zu vermeiden will Henderson den Fall vor Gericht bringen. Allerdings braucht er dazu mindestens 250.000 Dollar an Spenden:
“We are taking the fight BACK to Dish Network and Nagrastar. No settlements. This will take a long time and a lot of money. But when we win we will lay the ground work to protect ALL resellers and stop the Nagrastar company from filing FALSE claims agains people and bullying citizens and scaring them into forking over money to the new Dish revenue stream of a stupid tax.”

Allerdings scheint dies schwierig zu werden:

https://www.gofundme.com/f/legal-fee039s-to-fight-dish-network-lawsuit
https://torrentfreak.com/pirate-iptv-reseller-boom-media-wants-250000-in-donations-to-fight-lawsuit-191130/

USA: Filmpirat plädiert für schuldig

Ein Mann, der in den USA mehrere gebührenpflichtige Piraterieseiten betrieben hat, hat sich schuldig bekannt. Neben dem Verlust von Einnahmen von ca. 4, 8 Mio. US-$ drohen ihm wegen Urheberrechtsverletzung und Steuerhinterziehung bis zu fünf Jahren Gefängnis und er muss mehr als 4 Mio. Dollar an die MPAA und die IRS zahlen.
https://torrentfreak.com/movie-pirate-pleads-guilty-faces-five-years-in-jail-forfeits-millions-of-dollars-191126/

US-Gericht: Provider Cox hatte Kenntnis

Ein US-Gericht hat entschieden, dass der Internetprovider Cox Communications nicht behaupten kann, „kein Wissen“ über die Hunderttausende erhaltenen Pirateriehinweisen zu haben.

„Basierend auf dem Detaillierungsgrad, der in den Mitteilungen an Cox und seine Abonnenten enthalten ist, besteht kein Zweifel daran, dass die Beklagten mehr als nur „allgemeines Wissen“ über Verstöße hatten“, schreibt Richter O’Grady und stellt fest: „Es wäre absurd zu behaupten, dass Cox keine Kenntnis von den Hunderttausenden von Mitteilungen hatte, die es erhalten hat, die auf eine Verletzung der in der Klage befindlichen Werke hindeuten“.

Damit hat die Musikwirtschaft ein wichtiges Zwischenziel in dem Verfahren gegen den ISP erreicht.

https://torrentfreak.com/cox-knew-about-pirating-subscribers-court-concludes-191120/

USA: Das FBI hat mir alles genommen

Der YouTuber und Gründer des Piraterie-IPTV-Angebots Gears Reloaded „OMI IN A HELLCAT“ sagt, dass er vom FBI überfallen wurde und das man ihm „alles nahm“.

„[Mein Freund] musste mir ein Telefon leihen, weil ich kein Telefon habe. Sie haben Millionen von Dollar von allen meinen Konten eingezogen. Sie nahmen das ganze Geld, das ich hatte, mit“, sagt er. „Sie nahmen meinen ganzen Schmuck [ein kürzlich erschienenes Video hat OMI offenbar 300.000 Dollar wert gekauft], Kindersachen, sie nahmen Xboxen, sie nahmen Computer, Laptops, Mobiltelefone. Sie haben nicht einmal Drohnen zurückgelassen.“

https://torrentfreak.com/gears-reloaded-fbi-took-everything-says-iptv-boss-omi-in-a-hellcat-191121/

https://www.youtube.com/watch?v=vGSSRbKXxpM

USA: 50 Mio. US$ Vergleich

Omniverse, ein inzwischen nicht mehr existierender Anbieter von illegalen IPTV-Streams, hat sich bereit erklärt, mehreren Hollywood-Studios 50 Millionen Dollar Schadensersatz zu zahlen.
Die Vereinbarung beinhaltet auch eine permanente einstweilige Verfügung, die Omniverse und seinen Eigentümer Jason DeMeo daran hindert, den Dienst zu betreiben und an der Bereitstellung oder dem Angebot von Piraterie-Streaming-Kanälen auf andere Weise beteiligt zu sein.
Die Anti-Piraterie-Gruppe ACE war eine der treibenden Kräfte hinter der Klage.

https://torrentfreak.com/iptv-supplier-omniverse-agrees-to-pay-50-million-in-piracy-damages-191113/

Nichts gelernt – Astroturf, die….

Um im US-Senat den Case Act zu blockieren, verwenden die von Google finanzierten Astroturf-Gruppen EFF und Public Knowledge die gleichen fragwürdigen Methoden, die beim Kampf um die EU-Urheberrechtsrichtline genutzt wurden: Spambots, Tweetbots und automatisierte Anrufe.
Der Case Act sieht die Einrichtung eines Bagatellgerichts für Urheberrechtsstreitigkeiten vor. Befürworter halten dies für das ideale Instrument für kleinere Urheberechtsinhaber.

https://thetrichordist.com/2019/10/24/deja-vu-google-funded-astroturf-groups-use-spambots-robocalls-in-senate-to-block-case-act/

Nachtrag 29.10.2019:
Über die Datenschutzprobleme beim Tool von PublicKnowledge berichtet thetrichordist.com:Stunning Privacy Violations by Privacy Advocate PublicKnowledge and Other Outrages

USA: TeaTV ist erstmal weg

Webseiten und Social-Media-Accounts zur Piraterie-App TeaTV sind aus dem Internet verschwunden. Vor ein paar Tagen hatte die Nachrichtenagentur CNBC einen Artikel über die Software veröffentlicht und festgestellt, dass sie teilweise von Werbetreibenden wie Pandora, Hulu und Yahoo Mail finanziert wird.
Personen aus dem Umfeld der App informierten TorrentFreak darüber, dass eine Rückkehr geplant ist, aber möglicherweise in einer anderen Form.

https://torrentfreak.com/pirate-app-teatv-gets-featured-on-cnbc-disappears-but-will-be-back-191023/

 

USA: Gericht ordert Auskünfte an

In dem Verfahren zwischen dem Rundfunkanbieter DISH Networks und dem illegalen IPTV-Anbieter Easybox IPTV hat das Bezirksgericht von Texas DISH weitgehende Auskunftsrechte zugesprochen.
Zehn Internetunternehmen müssen nun DISH Auskünfte über die bei ihnen vorhandenen Daten zu Easybox geben. Zu den zur Auskunft verpflichten Unternehmen gehören Xpert Fullfillment, PayPal, Google, Facebook oder Twitter.
https://torrentfreak.com/dish-to-subpoena-google-facebook-paypal-twitter-to-identify-iptv-pirate-operators-190929/

USA: Weitere Klagen gegen Internetprovider

Mehrere große Musikunternehmen haben den Internet-Provider RCN verklagt, weil er keine Maßnahmen gegen raubkopierende Abonnenten ergriffen hat.

Die Filmgesellschaft Bodyguard Productions hat hawaiianischen ISP Pacific DirectConnect wegen Urheberrechtsverletzung verklagt, da er es wissentlich unterlassen hat, das Konto eines Hotels in Honolulu zu kündigen, welches wiederholt wegen Piraterie aufgefallen war.

https://torrentfreak.com/music-companies-sue-internet-provider-rcn-for-enabling-massive-piracy-190828/
https://torrentfreak.com/movie-company-sues-hawaiian-isp-over-repeatedly-pirating-hotel-190826/

US-Studie: Werbung auf illegalen Seiten schadet dem Werbenden

Die Umfrage, die von der Trustworthy Accountability Group (TAG) und dem Brand Safety Institute,(BSI) unter 1.017 Befragten über SurveyMonkey durchgeführt wurde, ergab, dass mehr als 80 Prozent der Verbraucher angaben, ein Produkt, das sie regelmäßig kaufen, seltener oder gar nicht mehr zu kaufen, wenn es auf illegalen Seiten beworben wird.

Dies wurde auch nach unterschiedlichen illegalen Seiten differenziert:

  • Anzeigen die zu Malwareinfizierung führen (Kaufreduzierung 93%, Kaufverweigerung 73%)
  • Anzeigen neben Videos zur Rekrutierung von Terroristen (Kaufreduzierung 90%, Kaufverweigerung 67%)
  • Anzeigen bei rassistischer / neonazistischer Propaganda (Kaufreduzierung 87%, Kaufverweigerung 58%)
  • Anzeigen auf Piraterieseiten (Kaufreduzierung 82%, Kaufverweigerung 45%)

https://www.tagtoday.net/pressreleases/brand-safety-survey-2019
https://www.tagtoday.net/brand-safety-survey-2019?hs_preview=BKJxRhUs-12073689772&hsLang=en-us