Schlagwort-Archive: Terror

Erfolge von Uploadfiltern

Facebook hat in den ersten 24 Stunden weltweit 1,5 Millionen Videos der Attacke in Christchurch gelöscht, davon mehr als 1,2 Millionen bereits beim Hochladen; also per Uploadfilter.

Nach unerwünschten beziehungsweise rechtswidrigen Inhalten wie Nacktbildern, Terrorpropaganda oder Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs entfernt Facebook jetzt auch Rachepornos mithilfe des eigenen Upload-Filters in einem weitgehend automatisierten Verfahren.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/neuseeland-facebook-loescht-1-5-millionen-videos-vom-attentat-a-1258261.html

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Upload-Filter-Facebook-und-Instagram-loeschen-Rachepornos-automatisch-4338270.html

Cloudflare – The bad, the worse and the ugly?

In den USA kündigt sich der Börsengang eines großen Technologieunternehmens an. Cloudflare aus San Francisco will im ersten Halbjahr mit der Unterstützung der Investmentbank Goldman Sachs an der Börse fast 3,5 Mrd. Dollar einsammeln.

Es liegen allerdings schwere Schatten über Cloudflare. Die Bandbreite seiner Kunden reicht nämlich von Kreditkartenbetrügern und Spammern über Seiten, die Urheberrechtsverletzungen als Geschäftsmodell betreiben, bis hin zu Terrorseiten.
Sogar US Embargos werden unterlaufen. Cloudflare – The bad, the worse and the ugly? weiterlesen

Cloudflare: The bad, the worse and the ugly?

In the US, a large technology company is about to go public. Cloudflare, a San Francisco-based company, wants to collect nearly $3.5 billion on the stock exchange in the first half of the year with the support of the investment bank Goldman Sachs. But there are dark shadows over Cloudflare. The spectrum of its customers ranges from credit card fraudsters and spammers, to sites that engage in copyright infringement as a business model, to terrorist sites. Even US embargos are undermined. Cloudflare: The bad, the worse and the ugly? weiterlesen

Cloudflare deckt Terrorseiten

Der niederländische Sicherheitsforscher Bert Hubert hat veröffentlicht, dass Cloudflare mindestens sieben verschiedene Webseiten von Terror-Organisationen schützt.
Hubert meint, dass ein solches Fehlverhalten dazu führen könnte das Ende eines US-Unternehmens einzuläuten. Allerdings ist dies nicht der erste Fall, bei dem Cloudflare staatsfeindliche Organisationen unterstützt.
https://tarnkappe.info/steckt-cloudflare-bald-in-schwierigkeiten/

EU informiert zur Terrorbekämpfung im Netz

Die EU-Kommission informiert in ihrem fünfzehnten Fortschrittsbericht zur Sicherheitsunion auch über die Bekämpfung terroristischer Inhalte im Internet.
Danach bleibt die Bekämpfung terroristischer Inhalte im Internet eine zentrale Herausforderung bei der Verhinderung von Radikalisierung.

Es gibt eine Hashdatenbank mit 88.000 Einträgen an der 13 Unternehmen, 20 Mitgliedstaaten und Europol beteiligt sind.

Die Löschquoten aufgrund von Meldungen der EU-Meldestelle liegen bei großen Unternehmen bei 90 bis 100%, bei kleineren in einem Test bei 61 %.

Das Ziel, der Löschung binnen einer Stunde wird noch nicht erreicht. Die gemeldete Reaktionsgeschwindigkeit von Unternehmen auf Meldungen variiert je nach Plattform und reicht von unter einer Stunde bis zu Tagen.

http://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-10206-2018-INIT/de/pdf

YouTube: Terrorumleitung wenig erfolgreich

Die Bemühungen von YouTube, mit einer speziellen „Redirect“-Methode Nutzer bei der Suche nach Enthauptungsvideos oder anderer islamistischer Terrorpropaganda auf anti-terroristische Aufklärungsspots umzuleiten, sind noch nicht besonders erfolgreich.
Laut einer Studie des Counter Extremism Project (CEP) ist die Wahrscheinlichkeit bei extremistischem Material zu landen, immer noch dreimal höher als eine Anzeige von Gegenpropaganda.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Studie-YouTube-Umleitung-bei-Terrorvideos-funktioniert-nicht-zuverlaessig-4060466.html

„Die Google-Dämmerung“ oder „Wenn Anderen ein Licht aufgeht“

Unter den Eindrücken des jüngsten Anschlags in London im März 2016 nimmt plötzlich die Diskussion um die Verantwortlichkeiten von Werbenetzwerken im Internet drastisch zu.

Was war genau passiert?

Hassrede und extreme Propaganda sind selbstverständlich ein Teil unserer Realität und somit auch auf zahlreichen Seiten im Internet auffindbar. Das war auch Journalisten des Guardian aufgefallen. Allerdings wunderte sich der Guardian, warum es Webseiten und Youtube Kanäle gibt, die trotz eindeutig radikaler, rassistischer, antisemitischer und extremistischer Inhalte fleißig mit Werbung durch den Giganten Google bespielt werden, Google also den Betreibern/Verfassern zu Geld verhilft. Der Guardian zog für sich die Konsequenz und stellte die Zusammenarbeit mit Google in Sachen Werbung ein, weil man offenbar verhindern wollte, dass Guardian Werbung auf solchen dubiosen Seiten oder Kanälen erscheint. Man war sich beim Guardian durchaus bewusst, dass das auch negative Auswirkungen auf die Besucherströme der eigenen Webseite haben kann und wird.

Auf diese erste eher kleine Notiz folgten allerdings weitere Marktteilnehmer und Werbende, die es dem Guardian nachtaten. Havas, ein französisches Marketingunternehmen, welches allein £ 175 Millionen im Jahr an Werbegeldern von Kunden aus dem Vereinigten Königreich verwaltet, ging den gleichen Schritt. „Die Google-Dämmerung“ oder „Wenn Anderen ein Licht aufgeht“ weiterlesen

EU-Maßnahmen gegen Terorrismus

EU-Justizkommissarin Vera Jourova will Terroristen von ihren Finanzquellen abschneiden. Deshalb plant die Kommission:
– Der Umtausch der Internetwährung Bitcoins in echtes Geld soll nicht länger anonym bleiben.
– Prepaid-Karten zum bargeldlosen Bezahlen ohne Identifikation sollen nur noch bis zu 150 Euro aufgeladen werden können, statt wie bisher bis zu 250 Euro.

Im Rahmen der neue EU-Richtlinie zur Terrorismus-Bekämpfung, die am Montag vom EU-Innenausschuss (LIBE) abgesegnet wurde, regt die EU Mitgliedstaaten dazu an, terroristische Online-Propaganda aus dem Netz zu entfernen oder den Zugang zu diesen Inhalten zu blockieren. Neben Selbstverpflichtungen der Diensteanbieter sind auch staatliche, sanktionsbewehrte Anordnungen vorgesehen.

http://futurezone.at/netzpolitik/eu-kommission-bitcoins-sollen-nicht-mehr-anonym-sein/207.950.717

http://futurezone.at/netzpolitik/eu-terrorismusrichtline-mit-netzsperren-auf-schiene/207.966.613

Familie von Terroropfer klagt gegen Facebook, Twitter und Google

Vor einem Gericht in San Franzisco hat die Familie einer bei den Terroranschlägen in Paris ermordeten US-Studentin, Klage gegen Google, Facebook und Twitter  eingereicht, da diese es den Terroristen jahrelang wissentlich ermöglicht hätten, IS-Propaganda zu verbreiten und damit gegen US-Anti-Terrorgesetze verstoßen hätten.

Die Unternehmen berufen sich auf ihre AGBs und die angeblichen sofortigen Löschungen nach Bekanntwerden.

Die Klage wurde am Tag des live über Facebook verbreiteten Anschlags gegen die französischen Polizisten eingereicht.

http://www.theguardian.com/media/2016/jun/16/family-california-student-killed-paris-attacks-sue-google-facebook-twitter?CMP=Share_iOSApp_Other

http://futurezone.at/digital-life/familie-von-terroropfer-klagt-facebook-und-google/204.994.768

EU: Rat plant Löschen und Sperren von Terrorseiten

Die Innen- und Justizminister der EU planen im Rahmen einer Richtlinie zur Terrorismusbekämpfung Webseiten, die zu terroristischen Taten aufrufen, zu löschen oder zu sperren.
Die Maßnahmen sollen transparent, notwendig und verhältnismäßig sein.

“To strengthen actions against public provocation to commit a terrorist offence, and also taking into account the increased use of technology, in particular the Internet, it seems appropriate for Member States to take measures to remove or to block access to webpages publicly inciting to commit terrorist offences. Where such measures are taken, they must be set by transparent procedures and provide adequate safeguards, in particular to ensure that restrictions are limited to what is necessary and proportionate.”

http://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-6655-2016-INIT/en/pdf

www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Staaten-fordern-Loeschung-und-Sperrung-von-Terror-Webseiten-3133335.html

Frankreich: Gesetz ermöglicht weitere Internetsperren

Ab sofort können französischen Behörden Internetseiten mit terroristischen oder kinderpornografischen Inhalte sperren lassen. Die Provider müssen die Sperre 24 Stunden nach der Aufforderung durch die Bundespolizei umsetzen. Die gesperrten Seiten sollen quartalsweise kontrolliert werden, um festzustellen, ob die Sperre weiterhin nötig ist.

www.legifrance.gouv.fr/eli/decret/2015/2/5/INTX1502813D/jo/texte

www.golem.de/news/frankreich-internetsperren-auch-fuer-terroristische-inhalte-1502-112235.html