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Russland: Gesetz gegen Piraterie-Apps

Die russische Staatsduma hat ein Gesetz verabschiedet, welches es den Inhabern von Urheberrechten ermöglichen wird, weitreichende Maßnahmen gegen Apps zu ergreifen, die den Zugang zu raubkopierten Inhalten erleichtern.
Wenn die Inhaber der Apps selbst nichts unternehmen, wird die neue Gesetzgebung Dienste wie Google Play und App Store von Apple dazu zwingen, die Tools zu entfernen oder von lokalen ISPs blockiert zu werden.

Russland plant Maßnahmen gegen Piraterie-Apps

Russland plant Maßnahmen gegen Apps, die den Zugang zu raubkopierten Inhalten erleichtern. Wenn App-Entwickler nicht schnell auf eine Aufforderung von Behörden reagieren, den Vertrieb ihrer Software einzustellen, wird die Behörde Roscomnadzor Maßnahmen gegen Plattformen wie Google Play und Apples App Store fordern. Eine Nichtbeantwortung könnte zu ISP-Blockaden führen.

https://torrentfreak.com/russia-plans-to-block-access-to-pirate-apps-on-google-play-and-apples-app-store-200419/

Russland: Glücksspiel finanziert Piraterie

Russische Piraterieangebote werben nicht mehr so viel für das Glücksspielangebot 1XBET. Statt für dieses illegale Angebot werben sie inzwischen lieber für 1XStavka. Dieses Angebot ist nicht nur legal (es verfügt über Lizenzen) sondern auch optisch mit 1XBET identisch.
Für die Rechteinhaber ist es nun nicht mehr so leicht gegen illegale Seiten vorzugehen, da ein wichtiger Hebel fehlt. Wenn eine Glücksspielplattform nicht lizenziert ist, können sowohl die Steuerbehörden als auch Roscomnadzor den Zugang schnell sperren, auch den zu Seiten auf denen Werbung für illegale Angebote erfolgt.

Noch 2019 war 1XBET drittaktivster Online-Werber in Russland, nach Google und PepsiCo. Aktuell ist das Unternehmen nur noch auf Platz 20. 1XStavka liegt aktuell auf Platz 6.

https://torrentfreak.com/russia-pirate-sites-dump-1xbet-in-favor-of-identical-yet-legal-1xstavka-200404/

USA auf Platz 1 bei der Piraterie (absolut gesehen)

Neue Daten des Piratenverfolgungsunternehmens MUSO zeigen, dass die USA mit mehr als einer Milliarde Besuchen pro Monat der Nummer eins „Kunde“ bei Piraterie-Websites weltweit sind.
Mit 1,2 Milliarden Visits im Dezember 2019 liegen die USA deutlich an der Spitze, gefolgt von Russland (737 Millionen), Indien (627 Millionen), China (608 Millionen) und Brasilien (559 Millionen).
Bei den Besuchen pro Internetnutzer und Monat liegt die USA mit 4,17 Visits auf Platz 2 hinter Russland mit 7,21 Visits.
Die USA sind zufällig auch das einzige Land, das keine Piraterieseiten sperrt.

Betrachtet man die Arten von Piraterie, so stellt man fest, dass Streaming in den USA besonders beliebt ist. Zwei Drittel des gesamten Datenverkehrs von Raubkopien gehen an Streaming-Sites, gefolgt von direkten Download-Portalen (19%), Torrent-Sites (8%) und Stream-Rippern (5%).
Weltweit gehen etwa 60 % des gesamten Datenverkehrs von Piraterieseiten auf Streaming-Sites, was in etwa dem Stand von vor zwei Jahren entspricht. Der Prozentsatz der Besuche auf direkten Download-Sites ist mit einem Viertel aller Besuche ein wenig gestiegen, während Torrent-Sites einen leichten Rückgang verzeichneten.

https://torrentfreak.com/the-u-s-remains-top-traffic-source-for-pirate-sites-200229/

Russland: Klage gegen Twitch

In Russland verklagt die Rambler Group Twitch, weil dort immer wieder Spiele der Premier League gezeigt werden. Deren Rechte für Russland hat allerdings die Rambler Group.
Eine Sperre der Seite konnte Twitch zwar noch verhindern, nun sollen aber über 2 Mrd. Euro Schadensersatz im Raum stehen. Am 20. Dezember wird das Gericht die Klage der Rambler Group gegen Twitch Interactive prüfen.

https://tarnkappe.info/premier-league-technologie-gigant-rambler-group-verklagt-twitch/

Russland: Piraterieeinnahmen sinken

Nach Angaben des Cybersicherheitsunternehmen Group-IB sollen 2019 die Umsätze durch Piraterie in Russland um rund 27% sinken. Dies wäre der erste Rückgang seit fünf Jahren und die Rückkehr auf das Niveau von 2016.

Die Gründe für die Abwärtsbewegung sind vielfältig. Russland hat seine Anti-Pirateriegesetze fast jedes Jahr verschärft, einschließlich der Blockierung von Websites und insbesondere der Möglichkeit, Websites mit wiederholten Verstößen und deren Proxies dauerhaft zu blockieren.

Der „tektonische Wandel“, wie das Unternehmen ihn beschreibt, ist jedoch das Ergebnis des 2018 unterzeichneten freiwilligen Memorandums zur Bekämpfung der Piraterie. Dabei haben sich Internet-Plattformen wie Yandex, Mail.ru, Rambler, Gazprom Media und Rechteinhaber auf die Einrichtung einer Datenbank mit rechtsverletzenden Inhalten geeinigt, die anzeigt, welche URLs aus den Suchergebnissen entfernt werden sollen. Derzeit sind rund 600.000 Links zu Raubkopien von Filmen und Fernsehsendungen enthalten und breit gesperrt.

Zudem hat die aktive Arbeit der Finanzbehörden gegen Buchmacher und Glücksspiel dazu geführt, dass Werbetreibende von raubkopierten Websites verdrängt wurden. Online-Casinos und Spieleplattformen machen den größten Teil des (Werbe-)Einkommens aus.

https://torrentfreak.com/pirate-site-revenues-in-russia-plummet-first-fall-in-five-years-191031/

Russland: Am liebsten illegal

Laut einer von ESET durchgeführten Umfrage bevorzugen in Russland nur 9% der Befragten ausschließlich legale Inhalte gegenüber Raubkopien. 25% weigern sich gar aus „ideologischen“ Gründen zu bezahlen. 75% geben hohe Preise als Grund für die Nutzung illegaler Quellen an.
52% der Befragten gaben an, dass „geknackte“ Spiele ihre bevorzugten Inhalte sind, dicht gefolgt von 43%, die Filme und Fernsehsendungen aus nicht lizenzierten Quellen beziehen. Etwas mehr als ein Drittel (34%) sagen, dass sie es vorziehen, Musik von illegalen Plattformen zu hören, anstatt ihre legalen Äquivalente.
https://torrentfreak.com/eset-91-of-russians-prefer-pirated-content-190924/

Russland: 9.500 Piraterieseiten gesperrt – Legale Umsätze steigen

Die russische Behörde Roskomnadzor berichtet, dass genau vier Jahre nach Inkrafttreten der Änderungen des Anti-Pirateriegesetzes mehr als 9.500 Piraterieseiten in Russland blockiert werden.

Unter Berufung auf Marktforschungsunternehmen stellt die Behörde fest, dass allein im Jahr 2018, die führenden Piraterieseiten für Serien und Filmen insgesamt fast 130 Millionen Zuschauer verloren haben, nachdem der Zugang zu ihnen eingeschränkt wurde.
Die legale Videoindustrie konnte ihren Umsatz im dritten Jahr in Folge steigern. Während 2016 die Wachstumsrate im Vergleich zum Vorjahr 32% und 2017 42% betrug, waren es 2018 bereits 56%.

https://tass.ru/ekonomika/6395414