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FAZ berichtet über gekaufter Protest gegen die Urheberrechtsreform

Constantin van Lijnden berichtet in seinem FAZ-Artikel „Gekaufter Protest?“, dass Create Refresh Youtubern Geld für Videos gegen die EU-Urheberrechtsrichtlinie angeboten hat. In einem Fall 2.000 Euro.

Zudem liegt ein Anschreiben aus dem Juni 2018 vor, welches sachlich unzutreffende Argumente für solche Protestvideos auflistet. Genau diese Argumente „tauchten in den darauffolgenden Tagen in zahlreichen Videos großer Youtuber auf und brachten die erste Welles des Protests ins Rollen“.

Zudem berichtet er, dass EDRi Reisekosten zahlt für diejenigen, die bei Abgeordneten gegen die Reform einwirken wollen. Finanziert wird dies von der Open Society und Copyright4Creativity (C4C) die EDRi für die Aktion 15.000 € zur Verfügung gestellt haben.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/youtubern-wird-geld-fuer-urhebrrechts-protest-geboten-16091413.html

 

Kunstrasen statt Graswurzel: Wenn Clicktivismus auf harte Realität trifft

Am vergangenen Wochenende riefen mehrere Organisationen zu einem „Day of Action“ mit Demonstrationen in ganz Europa gegen die geplante Urheberrechts-Richtlinie der EU auf.
Zu den Unterstützern der Veranstaltungen gehörten u. a. die
Piraten Partei, die Linken, Die Grünen sowie der Netzverein Load e.V. (FDP).

Die Webseite saveyourinternet.today hatte eine Übersichtskarte aller 27 Demonstrationen erstellt.
Obwohl auch diese Seite, wie schon zahlreiche andere Seiten der Kampagne, kein Impressum, geschweige denn eine Datenschutzerklärung aufweist, wurde sie fleißig verlinkt u. a. von Change.org. Offenes Visier sieht anders aus. Sorgfalt auch.

Abbildung: Saveyourinternet.today mit Aufrufen und Links zu den Demonstrationen.
Betreiber der Seite unbekannt, Datenschutzhinweis fehlt. Die WhoIs Angaben führen zu WhoIs Guard in Panama.

 

Der „Day of Action“ in Deutschland
Den Auftakt bildete Mainz am Samstag, den 25.08.2018. Dort traten durchaus prominente Bundestagsmitglieder wie Tabea Rösner (Die Grünen) oder auch Manuel Höferlin (FDP) auf. Dennoch sprachen sie nur vor ca. 30 Teilnehmern. Kunstrasen statt Graswurzel: Wenn Clicktivismus auf harte Realität trifft weiterlesen