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USA: Filmfirma verklagt YTS-Benutzer

Der Betreiber von YTS hat vor kurzem eine Klage der US-Filmgesellschaft Wicked Nevada durch Vergleich beigelegt. Nun verklagt die gleiche Filmfirma Nutzer der Torrent-Seite. Laut der Klage kennen die Rechteinhaber die E-Mail-Adressen, mit denen sich die Beklagten bei YTS registriert haben, sowie die VPN-IP-Adresse eines Benutzers.
https://torrentfreak.com/movie-companies-sue-yts-users-including-one-who-hid-behind-a-vpn-200106/

Pirateriezahlen des IFPI „Music Listening 2019“-Reports

Der Report „Music Listening 2019“ der IFPI hat Musikkonsumenten zwischen 16 und 64 Jahren in 21 Ländern untersucht:

  • 27% der Befragten haben in den letzten Monaten Urheberrechte verletzt um Musik zu hören (in der Altersgruppe 16-24 sind dies sogar 38%).
  • 23 % haben Streams gerippt, also Musik aus dem Netz mitgeschnitten (in der Altersgruppe 16-24 sind dies sogar 34%).

https://www.ifpi.org/downloads/Music-Listening-2019.pdf

TVAddons: Täglich etwa 1,5 Mio. Updates

TVAddons, eine der führenden Kodi Add-on-Ressourcen, war in den letzten Jahren in verschiedene Rechtsstreitigkeiten verwickelt. Dennoch ist sie heute immer noch online und hat auch mit einem verringerten Angebot weiterhin ein hohes Besucherinteresse zu verzeichnen.
Im vergangenen Monat erhielt TVAddons nach eigenen Angaben bis zu 1,76 Millionen Zugriffe auf seinen Update-Server pro Tag und über 14 Millionen active user für den gesamten Monat. Das bedeutet, dass alle 24 Stunden etwa anderthalb Millionen Kodi-Boxen auf TVAddon gehen und dort nach Updates suchen.
Im September 2016 waren es noch rund 24,7 Millionen Nutzer pro Monat.

https://torrentfreak.com/tvaddons-boast-over-14-million-active-users-per-month-190608/

Russland: 9.500 Piraterieseiten gesperrt – Legale Umsätze steigen

Die russische Behörde Roskomnadzor berichtet, dass genau vier Jahre nach Inkrafttreten der Änderungen des Anti-Pirateriegesetzes mehr als 9.500 Piraterieseiten in Russland blockiert werden.

Unter Berufung auf Marktforschungsunternehmen stellt die Behörde fest, dass allein im Jahr 2018, die führenden Piraterieseiten für Serien und Filmen insgesamt fast 130 Millionen Zuschauer verloren haben, nachdem der Zugang zu ihnen eingeschränkt wurde.
Die legale Videoindustrie konnte ihren Umsatz im dritten Jahr in Folge steigern. Während 2016 die Wachstumsrate im Vergleich zum Vorjahr 32% und 2017 42% betrug, waren es 2018 bereits 56%.

https://tass.ru/ekonomika/6395414

Musik: 38 % konsumieren illegale Angebote

Die IFPI hat für den „Music Consumer Insight Report 2018“ insgesamt 19.000 Personen aus 18 Länder befragen lassen.
Danach nutzen 38% der Befragten illegale Musikangebote.
32 % aller Konsumenten nutzen Stream-Ripping,
23% Sharehoster und
17% Suchmaschinen um die illegal angebotene Musik zu finden.

http://www.musikindustrie.de/fileadmin/bvmi/upload/05_Presse/01_Pressemitteilungen/2018/IFPI_Consumer_Insight_Report_2018_FINAL.pdf

Großbritannien: Piraterie bleibt stabil

Laut einer von der britischen Regierung veröffentlichten Studie sind die Piraterie-Zahlen seit 2017 nicht gesunken. In den ersten drei Monaten des Jahres konsumierten circa 6,5 Millionen Personen mindestens einen illegalen Inhalt. Dies sind 15 % der britischen Internetnutzer ab 12 Jahren.
Jeder zehnte Nutzer illegaler Angebote würde sich durch nichts davon abhalten lassen.

Verschiebungen gab es bei den illegal bezogenen Inhalten. Der Anteil Film sank leicht von 21 auf 19 Prozent. Software sank, nach einer deutlichen Steigerung im Vorjahr, von 26 auf 20 Prozent. Musik stieg auf 19 Prozent, TV auf 23 Prozent, E-Books auf 13 Prozent. Nur Videospiele blieben konstant bei 16 Prozent. Die neue Sparte „Sport-Inhalte“ liegt bei 21 Prozent.

Hauptgrund für die Piraterie ist mit 44 % der Preis: „Weil es gratis ist“.

https://www.gov.uk/government/publications/online-copyright-infringement-tracker-survey-8th-wave

Frankreich: 2017 etwas weniger Piraterie

Laut einer von EY veröffentlichten Studie über „Piraterie in Frankreich“, sank die Zahl der Piraten zwischen 2016 und 2017 von 11,6 Millionen Menschen, die illegal Inhalte pro Monat konsumieren, auf 10,6 Millionen (-8%). Im Durchschnitt konsumierte jeder Pirat 4% weniger illegale Inhalte als 2016.
Die Zahl der Hardcore-Piraten, die in den letzten 12 Monaten keine legalen Inhalte konsumiert haben, blieb mit einem leichten Anstieg von 0,2% stabil.
Im Durchschnitt laden 6,6 Millionen Piraten Streaming-Inhalte pro Monat herunter.
94% der Piraten laden Filme illegal herunter.

Der illegale Konsum audiovisueller Inhalte verursacht für den französischen Film- und audiovisuellen Sektor Umsatzeinbußen von 1,18 Milliarden Euro, das sind 10 % weniger als 2016. Der Staat ist einer der größten Verlierer mit einem Verlust von 408 Millionen Euro im Jahr 2017 (gegenüber 430 Millionen im Jahr 2016).
https://www.ey.com/fr/fr/newsroom/news-releases/communique-de-presse-ey-piratage-de-contenus-audiovisuels-en-france

US-Studie belegt Schäden durch Safe-Harbour

Der amerikanische Professor Stan J. Liebowitz hat die Schäden der Safe Harbour-Regelung für Urheberrechtsinhaber detailliert untersucht. Mit der Safe-Harbour-Regelung werden Internetdiensteanbieter vor der Haftung für Urheberrechtsverletzungen geschützt, solange sie rechtsverletzende Inhalte unverzüglich entfernen.

Die Liebowitz-Analyse zeigt, dass Safe Harbor Internetseiten mit von Nutzern hochgeladenen Inhalten einen unfairen und ineffizienten Vorteil bei Verhandlungen mit den Rechteinhabern verschafft, da sie entweder gar nicht für Urheberrechte zahlen müssen oder zumindest deutlich weniger als den Marktpreis (value gap). Empirische Studien belegen diese Schlussfolgerung.

Zudem benachteiligen die Safe-Harbor-Gesetze Anbieter, die Rechte einkaufen. Diese haben dadurch geringere Umsätze und zahlen so auch weniger an die Urheber.

Zudem liefern einige der Webseiten mit von den Nutzern hochgeladenen Inhalten Informationen an verbundene Unternehmen (YouTube zu Google). Deren Wert wird beim value gap bisher gar nicht berücksichtigt. US-Studie belegt Schäden durch Safe-Harbour weiterlesen

Niederlande: 24 % laden illegal herunter

Im vergangenen Jahr haben 24 % der niederländischen Bevölkerung  illegal Filme, Serien, Musik oder Spiele heruntergeladen, so das Panel Consumer Insights von Telecompaper.
In 2013, vor dem Verbot des Herunterladens im Jahr 2014, waren es noch 41 %. Ende 2016 waren es 27 %.

BREIN erklärt den Rückgang auch mit den Sperren gegen PirateBay. Die Studie betont die legalen Alternativen. Torrentfreak verweist allerdings zu Recht darauf, dass illegales Streaming nicht berücksichtigt wurde.
Insoweit könnte der Rückgang auch zu einem wesentlichen Teil im Wechsel von illegalen Downloads zu illegalem Streaming erklärbar sein.

https://www.telecompaper.com/nieuws/slechts-24-procent-nederlanders-doet-nog-aan-gratis-downloaden–1233037

https://stichtingbrein.nl/nieuws.php?id=487

https://torrentfreak.com/dutch-continue-to-curb-illegal-downloading-but-what-about-streaming-180222/

Wieder einmal: Hauptsache kostenlos

Eine Studie des Max-Planck-Institutes für Innovation und Wettbewerb mit dem Titel “Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte im Internet durch deutsche Verbraucher“ zeigt u.a., dass der wichtigste Grund für die illegale Nutzung kreativer Online-Inhalte finanzieller Natur ist: 38 % gaben „Es ist kostenfrei“ an.

http://www.ip.mpg.de/fileadmin/ipmpg/content/projekte/Nutzerverhalten_Kurzbericht.pdf

Game of Thrones: 90 Mio. mal illegal

Nach Angaben der im Anti-Piraterie-Bereich tätigen Firma Muso wurde die Episode 1 der aktuellen siebten Game of Thrones Serie in den ersten 3 Tagen über 90 Millionen Mal illegal bezogen.

Vertriebswege:
77,9 Mio. Streaming
8,3 Mio. Tauschbörsen (zzgl. 0,5 Mio. private Tracker)
4,9 Mio. Downloads

Länder mit der meisten illegalen Nutzung:
15,1 Mio. USA
6,2 Mio. Großbritannien
4,9 Mio. Deutschland
4,3 Mio. Indien
4,3 Mio. Indonesien

Legal soll die Serie 16 Millionen Mal gesehen worden sein.

http://www.businessinsider.de/game-of-thrones-season-7-episode-1-pirated-90-million-times-muso-2017-7?r=US&IR=T

http://variety.com/2017/tv/news/game-of-thrones-season-7-premiere-ratings-1202497751/