Schlagwort-Archive: Kindesmissbrauch

Der Versuch, Kinder zu schützen, ist nur ein Trick!

Der Sicherheits- und Kinderschutzexperte John Carr
hat mit der Electronic Frontier Foundation (EFF) einen Schriftwechsel über den im US-Kongress eingebrachten EARN IT Act (Eliminating Abusive and Rampant Neglect of Interactive Technologies Act) geführt.
Der EARN IT Act würde Anreize für Unternehmen schaffen, sich die Haftungsfreistellung für Gesetzesverstöße im Zusammenhang mit Online-Material über sexuellen Kindesmissbrauch zu „verdienen“.

Aus Sicht des EFF ist das alles nur ein Trick um die Meinungsfreiheit einzuschränken:
“Disguising the Senators’real motivation which is to “attack…free speech and security”.
Trying to protect children is just a ruse. A smokescreen.”

https://johncarr.blog/2020/03/19/sad-but-unfortunately-not-surprising/

Kanada: Mit Technik gegen Kindesmissbrauch

Innocence in Danger verweist im Zusammenhang mit dem aktuellen Missbrauchsfall in Lüdge, bei dem wohl auch 14 Terabyte Missbrauchsdarstellungen vorliegen, auf die Technologie des Canadian Center for Child Protection. Mit dessen „Project Arachnid“ könnten diese 14 Terabyte schnell forensisch bearbeitet, weltweit gesucht und so auch deren weitere Verbreitung eingedämmt werden.

Statistik des Projekts Arachnid, deutsche Übersetzung durch Innocence in Danger.

https://projectarachnid.ca/
https://www.innocenceindanger.de

Jugendschutz.net: Jahresbericht 2104

Jugenschutz.net hat einen auch in diesem Jahr überaus lesenswerten Jahresbericht veröffentlicht, aus dem wir eine kleine Auswahl vorstellen und kommentieren:

  • Allein bei Instagram fand jugendschutz.net unter dem Hashtag #anabuddy mehr als 90.000 Beiträge, über die Hungerpartner gesucht wurden.
  • WhatsApp: Viele User stellen ihre ID öffentlich ins Social Web und schaffen damit ein Einfallstor für Belästigungen, Spam oder Nachrichten mit schockierenden Inhalten. Nicht selten fand jugendschutz.net freizügige Fotos, die vermeintlich privat an WhatsApp Kontakte versendet wurden, auf zwielichtigen Seiten im Social Web wieder.

Jugendschutz.net: Jahresbericht 2104 weiterlesen

TOR: Anonymität für Kindesmissbrauch

TOR-Aktivisten betrachten den Anonymisierungsdienst als wesentliche Unterstützung der Meinungsfreiheit und betonen gerne die Wichtigkeit des Projekts für Menschen, die in Staaten leben, wo die Presse- und Menschenrechte stark eingeschränkt ist.

 

Eine Studie von Dr Gareth Owen, University of Portsmouth, der mit seinem Team 40 Tor-Relays betrieben und deren Datenverkehr ausgewertet hat, zeigt nun wofür TOR wirklich genutzt wird:

 

Die Wissenschaftler haben die Art des Angebots der ca. 45.000 Websites im Darknet ausgewertet und deren Nutzung abgeschätzt:

  • Whistelblower machen 5% der Seiten aus, aber nur 0,1 % des Verkehrs im Darknet.
  • Drogen sind das Thema von 24 % der Seiten und sorgen für 5 % des Verkehrs.
  • Der sexuelle Missbrauch von Kindern macht 2 % des Angebots aus, sorgt aber für über 80 % des Verkehrs.

 

www.theguardian.com/technology/2014/dec/31/dark-web-traffic-child-abuse-sites

http://darkwebnews.com/videos/dr-gareth-owen-tor-attacks-countermeasures/ (inzwischen abgeschaltet)

www.heise.de/newsticker/meldung/31C3-Kinderpornografie-im-Tor-Netzwerk-stark-nachgefragt-2507444.html