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Italien bereitet (teilweise) Telegram-Sperre vor

Nach Angaben des italienische Verbandes der Zeitungsverleger (FIEG) haben nach einer Stichprobe von 10 Telegrammkanälen, die speziell für die illegale Verbreitung von Zeitungen genutzt werden, rund 580.000 Nutzer ohne Genehmigung urheberrechtlich geschützte Inhalte erhalten. Konservativ geschätzt liegt der jährliche Schaden bei 250 Mio. Euro.

Inzwischen hat man mit Hilfe der AGCOM einzelne Kanäle schließen können. Da dies nicht reicht, wurde nun von der Staatsanwaltschaft der Finanzpolizei das Mandat erteilt, 19 Kanäle von Telegram zu sperren, von denen behauptet wird, dass sie an einer massiven Verletzung der Urheberrechte verschiedener Publikationen beteiligt waren.
Sollte Telegram nicht kooperieren, könnte von den lokalen Internetanbietern verlangt werden, den Zugang zu den Kanälen oder, falls dies nicht möglich ist, den gesamten Telegram-Dienst in Italien zu sperren.

https://torrentfreak.com/telegram-piracy-channels-face-blocking-as-italian-prosecutor-issues-emergency-order-200427/

Ausgangsperren führen zur steigenden Torrent Downloads

Anhand von Daten, der Seite iknowwhatyoudownload.com zeigt Torrentfreak, dass Ausgangssperren zu einer Steigerung des BitTorrent-Verkehrs führten. Je strenger die Sperre umso stärker scheinen die Auswirkungen auf die BitTorrent-Aktivitäten zu sein.

In Italien erreichten die Zahl der Downloads als auch die genutzten IP-Adressen am ersten Tag der Ausgangssperre, dem 9. März, neue Höchststände. Danach stiegen sie einige Tage lang weiter an, um sich dann zu stabilisieren. Am 8. März gab es 592.000 Downloads und 213.000 IP-Adressen. Eine Woche später lagen diese Zahlen bei bis zu 810.000 bzw. 304.000 IP-Adressen.

Auch in Spanien gab es einen ähnlichen Trend, der mit den Sperrmaßnahmen zusammenfiel. Die spanische Regierung ordnete die Sperrung am 14. März an. Genau an diesem Tag erreichten sowohl die Zahl der Downloads als auch der eindeutigen IP-Adressen neue Höchststände. Eine Woche nach Beginn der Abriegelung stiegen die gemeldeten Downloads und IP-Adressen um etwa ein Drittel.

Auch in Frankreich ist die Wirkung der landesweiten Maßnahmen deutlich sichtbar. Auch hier erreichten beide Zahlen an dem Tag, an dem die Sperre in Kraft trat, einen Jahreshöchststand und stiegen in den folgenden Tagen noch weiter an.

Weniger stark ist der Trend in Großbritannien. In den Niederlanden und in Schweden gibt es keine großen Änderungen.

https://torrentfreak.com/covid-19-lockdowns-directly-impacted-torrent-download-numbers-in-several-countries-200413/

Italien: Cloudflare installiert Geoblocking

Cloudflare berichtet in seinem Transparenzbericht, dass man derzeit 22 Piraterieseiten in Italien per Geoblocking sperrt. Basis dieser Aktivität ist ein Gerichtsbeschluss.
In anderen Ländern werden diese von einem EU-Gericht als illegal beurteilten Seiten weiterhin ausgeliefert.

https://torrentfreak.com/cloudflare-geo-blocks-22-pirate-sites-in-italy-following-court-order/

Italien geht gegen Nutzer illegaler IPTV-Angebote vor

Die italienische Guardia di Finanza hat 223 Abonnenten von IPTV-Pirateriediensten den Justizbehörden gemeldet. Dies ist die erste groß angelegte Operation gegen IPTV-Nutzer weltweit. Nach Angaben der Behörden riskieren die Nutzer eine Strafe von 25.000 Euro sowie eine achtjährige Gefängnisstrafe.
Nach Angaben der Strafverfolgungsbehörde dauern die Ermittlungen noch an. Dies bedeutet, dass in Zukunft möglicherweise weitere IPTV-Abonnenten identifiziert und gemeldet werden.

https://torrentfreak.com/italian-police-report-223-pirate-iptv-subscribers-to-the-judicial-authorities-200220/

Italien: Sperre von 15 IPTV-Anbietern

Ein italienisches Gericht hat „Präventivmaßnahmen“ angeordnet, die die Sperrung der Websites von 15 Piraterie-IPTV-Anbietern im Land vorschreiben. Die Klage wurde von der italienischen Top-Fußballliga Serie A eingereicht, nachdem die IPTV-Anbieter Spiele ohne Genehmigung live übertragen hatten.

https://torrentfreak.com/italian-court-orders-isps-to-block-iptv-sites-over-serie-a-piracy-200121/

Italien: Gericht ordnet Schließung von Torrent-Seite an

Die Abteilung Wirtschaftsrecht des Mailänder Gerichts hat die Schließung der Torrent-Seite TNT Village angeordnet.
TNT Village war eine der meistbesuchten Piraterieseiten in Italien und bot über 134.000 verfügbare Inhalte an, darunter Bücher, Filme, Fernsehserien, E-Books, Anime und Software.
Geklagt hatten der Verlegerverband AIE und die Anti-Piraterie-Organisation FAPAV.

TNT Village hatte sich aber bereits vor der Entscheidung des Gerichts selber abgeschaltet.

https://fapav.it/tnt-village-accolte-le-istanze-cautelari-presentate-dai-titolari-dei-diritti/

https://torrentfreak.com/court-orders-ethical-torrent-giant-tntvillage-to-stop-piracy-activity-191105/

Italien: Zeitungspiraterie über Telegram

Berichten zufolge haben die italienischen Behörden drei Personen ermittelt, die im Verdacht stehen, in WhatsApp- und Telegrammgruppen mit vielen tausend Abonnenten digitale Kopien von Tageszeitungen zur Verfügung zu stellen.
Die Täter mussten über Zahlungsdaten ermittelt werden, da Telegram jegliche Auskünfte verweigert.
Angeblich soll es noch mindestens acht weitere Gruppen mit angeblich 500.000-Piraterienutzern geben.

https://torrentfreak.com/investigation-targets-whatsapp-telegram-based-newspaper-pirates-190923/

Italien: 5,5 Mio. € Strafe für Hoster Dailymotion

Nach einer Entscheidung eines Gerichts in Rom haftet die Videoplattform Dailymotion für die Verletzung von Uploads durch ihre Nutzer, da Dailymotion urheberrechtsverletzende Inhalte nicht ausreichend entfernt hat. Dailymotion muss deshalb dem italienischen Sender RTI 5,5 Mio. € Entschädigung zahlen.

Nach Ansicht des Gerichts muss Dailymotion nicht auf die spezifischen URLs der Rechtsverletzung hingewiesen werden. Der Titel einer Fernsehsendung sowie der Name und die Marke eines Rundfunkunternehmens begründen bereits eine Handlungspflicht, urteilte das Gericht.

https://torrentfreak.com/dailymotion-must-pay-e5-5m-for-failing-to-remove-pirated-content-190722/

Italien: Cloudflare muss für illegale Aktivitäten haften

In einem einstweiligen Verfügungsverfahren von Mediaset gegen CloudFlare stellte ein römisches Gericht fest, dass CloudFlare als Hoster bei Kenntnis illegaler Aktivitäten haftet.

Mit der Gerichtsentscheidung vom 24. Juni 2019 hat das Handelsgericht Rom Cloudflare angewiesen, die Erbringung von Dienstleistungen für bestimmte Piraterie-Seiten (die den unbefugten Zugang zu audiovisuellen Werken von Mediaset erlaubten) unverzüglich einzustellen.
Darüber hinaus muss Cloudflare die persönlichen Daten der Website-Besitzer und ihrer Hosting-Unternehmen an RTI weitergeben.
Verletzt Cloudflare einen der oben genannten Punkte, fällt für jeden Tag, an dem die Verstöße andauern, eine Geldstrafe von 1.000 Euro an.

Die Versuche der Verteidigung, dass italienische Gericht für nicht zuständig zu erklären scheiterten.

Darüber hinaus könnte nach Ansicht des Gerichts die bewusste Fortsetzung der Erbringung von Dienstleistungen für Portale, die illegal agieren, eine Zusammenarbeit darstellen, die eine Haftungsprivilegierung verhindert. Siehe Erwägungsgrund 44 der E-Commerce-Richtlinie:
„(44) Ein Diensteanbieter, der absichtlich mit einem der Nutzer seines Dienstes zusammenarbeitet, um rechtswidrige Handlungen zu begehen, leistet mehr als „reine Durchleitung“ und „Caching“ und kann daher den hierfür festgelegten Haftungsausschluß nicht in Anspruch nehmen.“

https://www.lexology.com/library/detail.aspx?g=22b049b3-bb0a-42c5-b785-e01b18820a1c

Italien: Facebook zu einer Million Euro Strafe verurteilt

Wegen des Cambridge Analytica Datenschutzverstoßes hat die italienische Datenschutzbehörde Facebook zu einer Strafzahlung von einer Million Euro verurteilt.
57 italienische Nutzer hatten, die „Spionage“-App heruntergeladen und somit dafür gesorgt, dass die Daten ihrer 214.077 Facebook-Freunde unberechtigt gesammelt wurden.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Cambridge-Analytica-Facebook-in-Italien-zu-einer-Million-Euro-Strafe-verurteilt-4458262.html

Italien: Facebook muss Schadensersatz zahlen

Ein italienisches Gericht hat entschieden, dass Facebook Schadenersatz zahlen muss, weil es ein Link zu einem urheberrechtsverletzenden YouTube-Video nicht entfernt hat.

In dem Fall hatte Mediaset Facebook über einen Link auf Facebook zu einem urheberrechtlich geschützten Clip auf YouTube informiert und um Entfernung des Links und der abfälligen Kommentaren gebeten.

Da Facebook nicht handelte, musste nun ein Gericht in Rom entscheiden. Dies kam zu dem Ergebnis, dass Facebook dafür verantwortlich ist, wenn es urheberrechtsverletzende Hyperlinks nicht entfernt. Dem Unternehmen wurde deshalb ein Schadenersatz in Höhe von 9.000 € auferlegt. Da Facebook auch für Diffamierung haftbar gemacht wurde, beläuft sich der Gesamtschadensersatz auf 35.000 Euro.

Facebooks Ausrede, dass die Takedown-Anfragen keinen Link zu den verletzenden Inhalten enthielten, wurde nicht akzeptiert, da Facebook genügend Informationen zur Identifizierung des Inhaltes vorlagen.

https://torrentfreak.com/facebook-held-liable-for-copyright-infringing-links-in-italy-190221/