Schlagwort-Archive: ISP

Indien: Umfangreiche Sperranordnung zur Cricket Weltmeisterschaft

Die ICC Cricket-Weltmeisterschaft 2019, die derzeit in England und Wales stattfindet, soll am 14. Juli 2019 enden. Die Rechte an Audioübertragungen werden von der in Indien ansässigen Channel 2 Group gehalten. Um die Bedrohung nicht lizenzierter Piraterie-Streams zu bekämpfen, hat der Oberste Gerichtshof in Delhi eine umfassende Sperranordnung erlassen, die Websites, Radio-Plattformen, ISPs und sogar Suchmaschinen umfasst.

https://torrentfreak.com/india-court-hands-down-cricket-world-cup-piracy-blocking-order-190611/

USA: Gericht urteilt ISP haftet

Der in Texas ansässige Internetprovider Grande Communications hat in seinem Fall gegen mehrere von RIAA unterstützte Plattenfirmen kein Recht auf eine Safe-Harbor-Verteidigung.
Das Urteil des texanischen Bundesgerichtshofs bereitet dem ISP nun erhebliche Probleme für den bevorstehenden Prozess, in dem ihm vorgeworfen wird, für Urheberrechtsverletzungen der Nutzer haftbar zu sein.
Der ISP kann – ohne eine Safe-Harbor-Verteidigung – direkt haftbar gemacht werden.
Laut des Gerichts ist es klar, dass Grande Communications keinen Anspruch auf eine Safe-Harbour-Verteidigung hat. Die Beweise, einschließlich der Kommentare der eigenen Mitarbeiter des ISP, zeigen deutlich, dass zu wenig getan wurde. So wurde über einen Zeitraum von sechseinhalb Jahren keinem einzigen Kunden wegen Urheberrechtsverletzungen gekündigt.

https://torrentfreak.com/isp-grande-loses-safe-harbor-over-utter-failure-to-terminate-pirating-customers-190318/

USA: Richter empfiehlt, kein Safe Harbor für ISP Grande

Nach Ansicht des US-Richters Andrew Austin darf der in Texas ansässige Internetprovider Grande Communications sich nicht auf DMCA-Safe-Harbor- Regelung berufen.
Der ISP hat es versäumt, eine Richtlinie zur wiederholten Verletzung von Urheberrechten zu verabschieden und angemessen umzusetzen. Richter Austin empfiehlt daher, dem Antrag der RIAA-Labels auf ein summarisches Urteil in dieser Angelegenheit stattzugeben.

Wenn der Richter des U.S. District Court diese Empfehlung annimmt, wird der ISPs nicht vor einer mitursächlichen Haftung für das Verhalten von raubkopierenden Kunden geschützt.

https://torrentfreak.com/judge-recommends-dropping-isp-grandes-dmca-safe-harbor-defense-181219/

Dänischer ISP: Sperren führen zu neuer Landingpage

In Dänemark blockieren führende Internet-Provider den Zugang zu Hunderten von Piratenseiten. Mit einer aktualisierten Landingpage auf welche die Sperren verlinken, hoffen ISPs, Rechteinhaber und Behörden, mehr Piraten zu legalen Verbrauchern zu machen.
Die Kampagne „Share With Care“ bietet nun eine eigene Filmsuchmaschine an, die die Besucher auf legale Quellen hinweist.

https://torrentfreak.com/share-with-care-danish-isp-blocks-point-pirates-to-legal-alternatives-181009/

USA: Musikindustrie verklagt ISP

Mehrere große Plattenfirmen (Sony, EMI, Universal, Warner u.a.) haben den Zugangsprovider Cox Communications verklagt. Wie im noch nicht abgeschlossenen Verfahren von BMG werfen sie dem ISP vor, zu wenig gegen hartnäckigen Piraten zu unternehmen. Nach US-Recht müssen Anbieter die Konten von Wiederholungstätern „unter geeigneten Umständen“ kündigen.
Um die Verletzungshandlungen zu unterbinden, schickten die Musikunternehmen Hunderttausende von Mitteilungen an den Internet-Provider. Dies habe aber nicht viel geholfen, da Cox die Anzahl der verarbeiteten Nachrichten aktiv begrenzt habe.
Anstatt mit den Klägern zusammenzuarbeiten, um diesen massiven Verstoß einzudämmen, hat Cox einseitig eine willkürliche Obergrenze („Dreizehn-Streik-Politik“) für die Anzahl der von den Urheberrechtsinhabern akzeptierten Verstöße festgelegt
Aber selbst das war nur eine Täuschung. Mindestens 20.000 Cox-Kunden müssen als eklatante Wiederholungstäter eingestuft werden, von denen einige mehr als 100 Mal „gewarnt“ wurden.
Die Kläger betonen, dass der ISP nie einen Abonnenten dauerhaft gekündigt hat. Stattdessen würde Cox eine so genannte „weiche Kündigung“ anwenden, bei der die Konten der Teilnehmer schnell wiederhergestellt werden können, nachdem sie getrennt wurden.
Die Klage kann Cox theoretisch mehr als 1,5 Milliarden Dollar kosten.
https://torrentfreak.com/record-labels-file-billion-dollar-piracy-lawsuit-against-isp-cox-180802/

ISP Sky sucht aktiv nach illegalen Angeboten

Sky, sowohl ISP als auch als Sportsender, zeigt, dass auch ein ISP viel tun kann um illegale Angebote zu vermeiden:
“Using BigQuery and an in-house algorithm – which cost $10,000 (£7,500) to develop – we are now able to continuously study traffic patterns with an always up to date list of suspect pirate sites,“ Hammady said. „Once they have been confirmed as illegal they are shut down.“

https://www.computerworlduk.com/data/sky-turns-machine-learning-shut-down-premier-league-pirate-sites-3681318/

Belgien: Rechteinhaber und ISPs kooperieren

Anstatt sich in ewig dauernden und teuren Verfahren zu verrennen, akzeptieren belgische ISPs nun, dass Sperrungen unvermeidbar sind. Die ISPs (Proximus, Telenet, VOO) und Rechteinhaber (Belgian Entertainment Association) werden offenbar einem Richter gemeinsam eine Liste von 33 Websites und 450 Domainnamen vorlegen, die das illegale Herunterladen von urheberrechtlich geschütztem Material erleichtern.
Nach der Vorlage beim Gerichtshof werden die Domains auf Illegalität geprüft. Die Parteien haben zudem „vernünftige Maßnahmen“ entworfen, die dann vom Gerichtshof angeordnet werden könnten.
https://torrentfreak.com/rightsholders-belgian-isps-cooperate-to-block-450-pirate-domains-180303/

USA: ISP Comcast veröffentlicht Sanktionen gegen permanente Raubkopierer

Kunden des amerikanischen Internetproviders Comcast riskieren, dass ihr Internet-, TV- und Telefonzugang beendet wird, falls der ISP wiederholt Piraterievorwürfe von Rechteinhabern erhält.
Der Internet-Provider hat vor kurzem einen detaillierten Überblick über seine „Repeat infringer“-Politik veröffentlicht, da US-Gerichte  inzwischen schärfere Maßnahmen von den Providern fordern.

https://torrentfreak.com/comcast-explains-how-it-deals-with-persistent-pirates-180210/

USA: Haftung der Zugangsprovider

Ein New Yorker Gericht hat den Versuch des Internet Providers „Windstream“, sich generell von jeglicher Verantwortung für Urheberrechtsverletzungen seiner Kunden zu entledigen, abgewiesen. Ohne konkrete Sachverhalte könne man darüber nicht entscheiden.

Die Musikindustrie hat derweil den ISP „Grande Communications” verklagt, weil das Unternehmen nichts gegen notorische Piraten unter seinen Kunden unternimmt.

https://torrentfreak.com/isp-cant-have-blanket-immunity-from-pirating-subscribers-court-rules-170420/

https://torrentfreak.com/riaa-sues-isp-grande-communications-for-failing-to-disconnect-pirates-170422/

Vgl.:
http://5451603478074.hostingkunde.de/usa-access-provider-haftet-fuer-rechtsverletzungen-seiner-kunden/

http://5451603478074.hostingkunde.de/usa-isp-cox-muss-8-mio-us-rechtskosten-uebernehmen/

USA: ISP COX muss 8 Mio. US$ Rechtskosten übernehmen

In dem Verfahren von BMG gegen den Internetprovider Cox Communications hat das Gericht von Virgina entschieden, das Cox Communications zusätzlich zu den 25 Mio. US$ Schadensersatz auch noch mehr als 8 Mio. US$ für die bei BMG angefallenen Rechtskosten zahlen muss.
Cox hatte trotz wiederholter Meldung von Kunden, die BMG-Produkte über dein Internetzugang von Cox im Netz verbreitet hatten, diese nicht von weiteren Urheberrechtsverletzungen abgehalten.

Zur Frage des Schadensersatzes gibt es ein Berufungsverfahren.

http://www.completemusicupdate.com/article/net-firm-cox-ordered-to-pay-8-million-more-to-bmg/