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jugendschutz.net: Jahresbericht 2018

Auch im aktuellen Jahresbericht 2018 registrierte jugendschutz.net viele Darstellungen sexualisierter Gewalt gegenüber Minderjährigen in Social Media. Zur Verbreitung von Darstellungen sexualisierter Gewalt an Kindern werden gezielt jugendaffine Social-Media-Dienste wie Tumblr, WhatsApp und Instagram genutzt. Pädosexuelle posten dort Missbrauchsabbildungen. Sie kommentieren Alltagsfotos von Kindern und Jugendlichen sexuell oder nutzen die Angebote, um sich zu vernetzen.
Bei der Blogging-Plattform Tumblr dokumentierte jugendschutz.net 2018 erneut eine Vielzahl an Verstößen aus dem Themenfeld. Darunter Darstellungen, die sexuelle Missbrauchshandlungen an Kleinkindern zeigen. Sämtliche Bilder waren frei verfügbar. Der Dienst entfernte sie zwar nach Hinweis durch jugendschutz.net. Bei Stichproben finden sich jedoch immer wieder sexualisierte Darstellungen von Kindern. Tumblr muss hier auch proaktiv tätig werden.
Auf Instagram spielte sich die Verbreitung vor allem über Profile ab, die nicht öffentlich zugänglich sind. Mittels sog. Trading Requests wird dort zum Tausch von Inhalten aufgerufen, die Kinder sexuell ausbeuten.

Auch sind junge Menschen weiterhin gefährdet durch „Legal Highs“ und die Verherrlichung selbstgefährdenden Verhaltens. Zugehörige Angebote im Netz haben eine ungebrochen hohe Verbreitung.

Extremistische Propaganda im Netz erreichte 2018 eine neue Qualität: Islamisten missbrauchten gesellschaftliche Debatten, um Jugendliche zu radikalen Haltungen und Aktionen zu verführen. Rechtsextremisten lockten junge Userinnen und User in Social Media mit rassistischen Kampagnen und Fake News.

Viele Apps und Onlinespiele, die sich an Kinder und Jugendliche richten, haben keine wirkungsvollen Schutzmechanismen. Die Gefahr von Mobbing, Belästigung und Beeinträchtigungen durch ungeeignete Werbung ist dort weiterhin hoch. Kinder werden zudem als YouTube-Stars vermarktet und in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt.

Nach wie vor löschen die Betreiber von Social-Media-Plattformen insbesondere bei Gewalt und Selbstgefährdung zu wenige Verstöße gegen den Jugendschutz. Auch die Vorbeugung ist nicht ausreichend: Es fehlen umfassende Schutzkonzepte, die Kindern und Jugendlichen unbeschwerte Teilhabe ermöglichen.

https://www.jugendschutz.net/fileadmin/download/pdf/bericht2018.pdf

LG Frankfurt zum Auskunftsanspruch gegen Instagram

Das Landgericht Frankfurt hat entschieden, dass derjenige der  auf einem Instagram Fake-Account beleidigt wurde, einen Auskunftsanspruch gegen Instagram auf Mitteilung sämtlicher relevanten Daten hat.
Zu den zu beauskunftenden Daten gehören IP-Adresse, Datum und Uhrzeit (sowohl zum Upload als auch zur letzten Nutzung) und die E-Mail-Adressen.
[LG Frankfurt, 18.02.2019, Az.: 2-03 O 174/18]
https://www.online-und-recht.de/urteile/Gestattungsanspruch-nach-%C2%A7-14-Absatz-3-TMG-Landgericht-Frankfurt_aM-20190218/

„Kinder- und Jugendschutz findet derzeit im Internet nicht statt“

Unbedarft gepostete Alltagsbilder bei Instagram landen unbeobachtet in Fotoblogs von Männern, die sexuelle Fantasien mit Kindern haben und werden dort abscheulich kommentiert; in Chats beliebter Online-Spiele wie „Clash of Clans“ bahnen Erwachsene ungehindert sexuelle Kontakte mit Zehnjährigen an.

Der Missbrauchsbeauftrage der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig stellt frustriert fest: „Kinder- und Jugendschutz findet derzeit im Internet nicht statt.“ Gesetzliche Regelungen, die für mehr Schutz sorgen könnten, stammen aus dem Jahr 2003 und sind „der tatsächlichen Entwicklung Jahrzehnte hinterher.“

Die Psychologin Dr. Janina Neutze erläutert, dass nur eine Identifizierung im Netz die Täter abschrecken würde.

Aus Sicht der Spieleverbände spielt „Cybergrooming (also die Anbahnung sexueller Online-Kontakte von Erwachsenen mit Kindern) im Gaming nicht so eine starke Rolle – deshalb hat man sich aus dem NetzDG gemogelt.

Die verantwortlichen Ministerinnen wie Katharina Barley (Justiz) und Dorothee Bär (Digitalisierung) verweigerten Interviews für die Dokumentation.

Den ganzen Beitrag der Story im Ersten „Kinderfotos im Netz“ von Sebastian Bellwinkel finden Sie hier:
https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/kinderfotos-im-netz-gepostet-geklaut-missbraucht-100.html

YouTube entfernt „Kodi No Limits“

YouTube hat den Kanal „Kodi No Limits“ (600.000 Abonnenten), gefüllt mit Hunderten von „Lehrvideos“ über Kodi, entfernt. Die Löschung erfolgte aufgrund von Meldungen wegen Urheberrechtsverletzungen.
Twitter-Account und andere Social Media Seiten (Instagram) sind immer noch aktiv.
https://torrentfreak.com/youtube-terminates-kodi-no-limits-account-with-600k-subscribers-181204/

Werbeumsatz mit gestohlenem Instagram-Content

Webseiten, die bei Instagram hochgeladenen Content über die Instagram API klauen und auf ihrer eigenen Seite spiegeln, erreichen Millionen von Visits. Die meisten Besucher werden dabei über die Text- oder Bildsuche von Google erreicht.
Auch bei der Finanzierung dieser Angebote hilft Google. Die Seiten der Instagram Web Viewer sind vollgepackt mit Google-Adsense-Bannern.

https://omr.com/de/instagram-web-viewer/

Zwischenhändler für Likes

Der Spiegel berichtet über einen Schüler, der als Zwischenhändler für gefakte Likes und Follower zu einigem Geld gekommen ist. Ob er die Einkünfte versteuert hat bleibt offen.
Trotz entsprechender Bemühungen hat Instagram bei einem mit dem Spiegel durchgeführten Versuch nur wenige der falschen Likes entdeckt und gelöscht.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/instagram-likes-und-follower-kaufen-ein-insider-berichtet-a-1183106.html

vzbv überzeugt Instagram

Nachdem der vzbv mit einer Abmahnung zahlreiche Vertragsbedingungen von Instagram beanstandet hatte, akzeptierte Instagram die Forderungen des vzbv und gab eine strafbewehrte Unterlassungserklärung ab, die dem Unternehmen teilweise bis zum Jahresende Zeit für eine Überarbeitung gibt.
Insgesamt wurden 18 Klauseln aus den Nutzungs- und Datenschutzbedingungen sowie ein unvollständiges Impressum bemängelt.
http://www.vzbv.de/pressemitteilung/instagram-muss-deutsches-verbraucherrecht-beachten

Instagram-Nutzerdaten zu kaufen

Die bei Instagram gehackten Telefonnummern und E-Mail-Adressen von Millionen Nutzern sind inzwischen käuflich zu erwerben. Der Zugang zur durchsuchbaren Datenbank kostet lediglich 10 US-$ (in Bitcoin). Man kann aber auch Teile der Datenbank, die auch Kontaktdaten von Prominenten wie Emma Watson, Britney Spears, Lady Gaga, Leonardo DiCaprio, Katy Perry und Taylor Swift enthält, im Darknet kaufen.
Da der API-Bug in einschlägigen IRC-Chats debattiert wurde, haben wohl mehrere Gruppen darauf zugegriffen. Die 6 Millionen gestohlenen Accounts seien das Resultat von lediglich 12 Stunden Arbeit gewesen.

https://www.wired.de/collection/life/instagram-hack?utm_campaign=Daily+Bits+-+05.09.2017

Instagram: Weiterhin Bilder von Selbstzerstörung Jugendlicher

Immer noch werden über das soziale Netzwerk Instagram Bilder veröffentlicht, die Jugendliche zeigen, die sich dünn hungern oder selbst verletzen. Die Gegenmaßnahmen der Betreiber scheinen völlig unzureichend, wie Ruben Rehage im Weserkurier berichtet.

www.weser-kurier.de/deutschland-welt_artikel,-Jugendliche-zeigen-ihre-Selbstzerstoerung-im-Internet-_arid,1079719.html