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Bundesverwaltungsgericht bestätigt Indizierung

Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass Bushidos Album „Sonny Black“ zu Recht als jugendgefährdend eingestuft worden ist. Damit bestätigten die Richter die Entscheidung der Bundesprüfstelle, das Album auf den Index für jugendgefährdende Medien zu setzen. Die Vorinstanz, das OVG Münster, hatte anders entschieden.
Das Album darf nun 5 Jahre nach seinem Erscheinen nicht mehr Kindern und Jugendlichen zugänglich gemacht werden.
[BVerwG, Az.: 6 C 18.18]

https://www.spiegel.de/kultur/musik/bushido-album-sonny-black-steht-laut-urteil-zu-recht-auf-dem-index-a-1294192.html

Indizierung von Coin Master wird geprüft.

Nach dem die USK sich eigentlich nicht um Lootboxen ((simuliertes) Glücksspiel) kümmert, liegt nun ein solcher Fall bei der Bundesprüfstelle. Im Falle einer Indizierung gäbe es erhebliche Verbreitungseinschränkungen.

Ins Rollen gebracht hat das Verfahren Jan Böhmermann in seiner Sendung „NEO Magazin Royale„. Dort hatte er das Spiel vorgestellt und empfohlen, einen Indizierungsantrag zu stellen, da dies nur bestimmten Personengruppen gestattet ist. Dem Aufruf wurde gefolgt. Nun muss sich die Bundesprüfstelle mit dem Spiel beschäftigen.

Die Smartphone-App „Coin Master“, die sich wohl in erster Linie an Kinder und Jugendliche richtet ist zwar auch kostenlos spielbar, doch der Auf- und Ausbau des Dorfes samt Verteidigungsanlagen gelingt nur mit Münzen („Coins“), die man sich an einem simulierten Spielautomaten erspielt. Nach fünf Versuchen ist zunächst Schluss – es sei denn, man zahlt. Experten sprechen von „simuliertem Glücksspiel“.
Beworben wird die von Investoren aus der Glücksspielbranche erstellte App von Prominenten wie Dieter Bohlen, Daniela Katzenberger, Pietro Lombardi oder Bibi.

Wettbewerbszentrale: Amazonhändler müssen Jugendschutz beachten

Bei der Wettbewerbszentrale gingen in den letzten Wochen zahlreiche Beschwerden gegen Anbieter von Spielkonsolen ein. Diese vertreiben Computerspiele mit indizierten Spielen.
Konkret geht es um das Spiel „Mortal Kombat“. Dieses Spiel ist in Deutschland von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert und es liegt auch eine Beschlagnahme vor. Wettbewerbszentrale: Amazonhändler müssen Jugendschutz beachten weiterlesen

Interview mit einem der härtesten Gamer

„Ich denke, es könnte ruhig etwas mehr indiziert oder mit einem USK-18-Kennzeichen versehen werden.“, so das Fazit des mehrjährigen Spieletesters Niko R., der im Auftrag der Bundesprüfstelle Computerspiele getestet hat. Das vollständige Interview finden Sie bei Spiegel-Online:
http://www.spiegel.de/netzwelt/games/spieletester-der-bundespruefstelle-traumjob-jedes-16-jaehrigen-a-1181333.html

LG Wuppertal: Abbildung eines indizierten Videospiels auf eBay

In einem Verfahren vor dem Landgericht Wuppertal wurde darüber gestritten, ob alleine die Abbildung eines indizierten Spiels schon ein Wettbewerbsverstoß ist.
Die Beklagte bot das Spiel „Conflict Denied Ops“ an. Abgebildet war die indizierte EU-Version, im Text stand: „USK-Einstufung: USK ab 18“, „EAN (…)“ und „Sprache: Deutsch, Mehrsprachig“.
Das Landgericht erlies eine einstweilige Verfügungen gegen den Antragssteller. Gegen diese wehrte er sich mit der Behauptung, man habe nicht die indizierte EU-Version, sondern die deutsche Version angeboten. Dies ergebe sich aus der Produktbeschreibung; das Cover der EU-Version habe ein Mitarbeiter irrtümlich einem Amazon-Angebot entnommen. LG Wuppertal: Abbildung eines indizierten Videospiels auf eBay weiterlesen