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Musikindustrie zwingt Streamripper Convert2MP3 zur Aufgabe

Convert2MP3, eine der weltweit meistgenutzten Stream-Ripping-Websites, hat ihren Dienst eingestellt. Darauf haben sich die Betreiber der Seite mit IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) und dem Bundesverband Musikindustrie (BVMI) im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens geeinigt, das die beiden Verbände im Namen ihrer Mitgliedsunternehmen koordiniert haben. Die in Deutschland ansässige Website verzeichnete allein in den letzten 12 Monaten 684 Millionen Besucher aus aller Welt.

Gegen Convert2MP3 war von deutschen Musikfirmen wegen erheblicher und anhaltender Urheberrechtsverletzungen vor dem Landgericht Hamburg Klage erhoben worden. Der nun geschlossene Vergleich sieht die globale Abschaltung von Convert2MP3 sowie aller weiteren rechtsverletzenden Websites der Betreiber vor. Darüber hinaus wurde die Website verpflichtet, die Convert2MP3-Domain an IFPI zu übergeben und sich umfassend zu verpflichten, in Zukunft nicht gegen Urheberrechte zu verstoßen oder Kopierschutzmaßnahmen zu umgehen. Zuvor hatte das LG Hamburg bereits eine einstweilige Verfügung gegen Convert2mp3 erlassen, weil der Dienst technische Schutzmaßnahmen umging und Software nutzte, die dies ermöglichte.

Die jetzt geschlossene Einigung knüpft im Ergebnis an andere Urteile der aktuellen Rechtsprechung an: So hatte das OLG München geurteilt, der Streamripping-Dienst MusicMonster.FM sei rechtswidrig und unlizenziert und könne sich nicht auf die Privatkopieausnahme berufen. Das OLG Hamburg hat dies jüngst in seinem Urteil gegen den Streamripping-Dienst ZeeZee bestätigt.
http://www.musikindustrie.de/news-detail/controller/News/action/detail/news/nach-einigung-mit-musikindustrie-convert2mp3-geht-vom-netz/

Musikindustrie schaltet DBR.ee ab

Die Musik-Piraterieseite DBR.ee wurde von dem Betreiber vom Netz genommen, nachdem er von der Musikwirtschaft kontaktiert wurde. Der Schließung der in Kanada gehostetet Seiten vorangegangen war ein Auskunftsbegehren an Cloudflare bei einem US-Bundesgericht. Ob dieses zur Ermittlung des Betreibers beigetragen wurde von der IFPI nicht offengelegt.

https://torrentfreak.com/dbr-ee-shut-down-by-music-industry-groups-190528/

Musik: 38 % konsumieren illegale Angebote

Die IFPI hat für den „Music Consumer Insight Report 2018“ insgesamt 19.000 Personen aus 18 Länder befragen lassen.
Danach nutzen 38% der Befragten illegale Musikangebote.
32 % aller Konsumenten nutzen Stream-Ripping,
23% Sharehoster und
17% Suchmaschinen um die illegal angebotene Musik zu finden.

http://www.musikindustrie.de/fileadmin/bvmi/upload/05_Presse/01_Pressemitteilungen/2018/IFPI_Consumer_Insight_Report_2018_FINAL.pdf

IFPI: Music Consumer Insight Report

Der aktuelle “Music Consumer Insight Report” der IFPI zeigt, dass Urheberrechtsverletzungen weltweit eine zentrale Herausforderung bleiben:

40 Prozent der Konsumenten hören Musik über nicht-lizenzierte Angebote. In dieser Gruppe enthalten sind auch die 35 Prozent der Internet-Nutzer, die Streamripper verwenden; unter den 16- bis 24-Jährigen ‚rippt‘ weltweit sogar bereits mehr als jeder Zweite (53%).

Deutschland liegt in diesen Bereichen unter dem globalen Schnitt: Hier beschaffen sich 30 Prozent der Nutzer musikalische Inhalte über nicht-lizenzierte Quellen und insgesamt 26 Prozent nutzen Streamripper; auch hierzulande ist Letzteres unter den 16- bis 24-Jährigen besonders verbreitet, liegt aber mit 37 Prozent immer noch 16 Prozentpunkte unter dem weltweiten Mittel.

http://www.musikindustrie.de/news-detail/controller/News/action/detail/news/ifpi-stellt-neuen-music-consumer-insight-report-vor/

IFPI: Internetsperren wirken

Der “IFPI Digital Music Report 2015” zeigt auf, dass es inzwischen in 19 Ländern Sperren von Internetseiten gibt, die gegen Urheberrechte verstoßen. Insgesamt werden über 480 Internetseiten in den 19 Ländern gesperrt.

Während die Sperre einer einzelnen Seite recht wirkungslos ist, scheinen Sperren der wichtigsten Seiten erfolgreich zu sein:

In Großbritannien hat sich die Anzahl der Besuche auf BitTorrent-Seiten zwischen April 2012 und April 2014 um 45 % reduziert. Bei der Zählung wurden sowohl gesperrte als auch ungehindert nutzbare Seiten berücksichtigt.

IFPI 2015
IFPI 2015

 

In Italien hat sich seit Anfang 2013 die Anzahl der BitTorrent Downloads um 25,6 % reduziert, dort sind 24 BitTorrent Seiten auf der Sperrliste.

www.ifpi.org/downloads/Digital-Music-Report-2015.pdf