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Frankreich: Hadopi hat am Anfang den digitalen Musikverkauf gestärkt

Um den Einfluss von Hadopi auf den Musikkonsum zu messen, analysierte Ruben Savelkoul von der Katholieke Universiteit Leuven den Musikverkauf in Frankreich in den Jahren nach der Einführung des Gesetzes und verglich diese Daten mit dem Verkauf in Belgien und den Niederlanden.
Die Ergebnisse, die in dem Artikel „Superstars vs. The Long Tail“ veröffentlicht wurden, zeigen dass Hadopi im Vergleich zu den beiden Kontrollländern einen positiven Einfluss auf den Umsatz mit digitalen Musikstücken in Frankreich hatte. Dieser Effekt war am stärksten für populäre Künstler.
Darüber hinaus deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die Wirkung von Hadopi auf den Umsatz mit der Zeit abnahm, mit Ausnahme von größeren Künstlern. „Der Effekt ist für Superstars stärker, was darauf hindeutet, dass kleinere oder Nischenkünstler durch illegales Herunterladen an Aufmerksamkeit gewinnen und den negativen Substitutionseffekt auf den Umsatz teilweise kompensieren“.
Der Autor warnt davor, die Ergebnisse zu verallgemeinern. Sie decken nur einen relativ kurzen Zeitraum von wenigen Jahren ab. Auf lange Sicht kann die Wirkung unterschiedlich sein.

https://torrentfreak.com/french-anti-piracy-law-decreased-music-consumption-variety-research-suggests-191215/

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0167624519300782

Frankreich: Hadopi-Zwischenbericht

Die für die Durchsetzung der Anti-Piraterie in Frankreich zuständige Regierungsbehörde hat mitgeteilt, dass zwischen Januar und August 2019 mehr als 644.000 Warnhinweise versendet wurden, davon 479.177 an Ersttäter und 165.683 an Wiederholungstäter.
1.149 Fälle wurden an den Staatsanwalt überweisen (Vorjahr 1.045).

Dies führte zu 86 Verurteilungen (Vorjahr 83). Darunter 31 Verurteilungen wegen grober Fahrlässigkeit, die durchschnittlich 350 € kosten zzgl. 300 € Schadensersatz. In 47 Fällen gab es Strafbefehle mit Bußgeldern von 150 € bis 1.000 €.

Bei weiteren 301 Fällen gab es alternative Maßnahmen zur Strafverfolgung. Darunter 64 Vergleiche mit Geldbußen von 100 € bis für 500 €. 199-mal wurde nur an die Rechtslage erinnert.

https://hadopi.fr/sites/default/files/sites/default/files/ckeditor_files/HADOPI_REPONSE%20GRADUEE_N8_BD.pdf

Frankreich: 24% der Internetnutzer streamen illegales Live-TV

Eine neue Studie, die Hadopi in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen IFOP durchgeführt hat, zeigt, dass 24% der französischen Internetnutzer illegal Live-TV-Inhalte streamen.

Die beliebteste Videoquelle bei den Befragten sind Live-Streaming-Seiten (17%), gefolgt von sozialen Netzwerken (14%) und spezielle IPTV-Diensten und Apps (5%).
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Frankreich: Kulturminister fordert Piraterie-Blacklist

Die französische Kulturministerin Françoise Nyssen hat gegenüber der Presse geäußert, dass eine nationale Blacklist gegen Piraterie eingeführt werden sollte. Die vorgeschlagene Liste sollte regelmäßig aktualisiert werden, damit ISPs, Suchmaschinen und Werbeunternehmen die Seiten blockieren können. Die Führung der Liste könnte die Hadopi-Behörde übernehmen.

https://torrentfreak.com/french-minister-of-culture-calls-for-pirate-streaming-blacklist-180423/

Frankreich: Neuer Hadopi Bericht

Nach einem neuen Bericht der französische Anti-Piraterie-Agentur Hadopi hat diese seit 2012 mehr als neun Millionen erste Warnhinweise und mehr als 800.000 weiteren Warnhinweise versendet.

Mehr als 2.000 Fälle wurden an Staatsanwälte verwiesen die zu 583 Gerichtsentscheidungen gegen Piraten führten. 394 von ihnen erhielten eine kleine Geldstrafe, eine Verwarnung oder eine andere gemeindebasierte Strafe. Bei 189 Bürger gab es eine strafrechtliche Verurteilung mit Bußgelder bis zu 1.500 Euro oder im Extremfall bis zu drei Jahren Gefängnis und/oder 300.000 Euro Geldstrafe.

https://torrentfreak.com/seven-years-of-hadopi-nine-million-piracy-warnings-189-convictions-171201/

Den vollständigen französischen Bericht erhalten Sie unter:
https://www.hadopi.fr/sites/default/rapportannuel/HADOPI-Rapport-d-activite-2016-2017.pdf

Frankreich: 5 Millionen Ermahnungen

Seit Einführung des Hadopi-Gesetzes in 2010 wurden in Frankreich über 5 Millionen Personen verwarnt, die Raubkopien in P2P-Netze verbreitet hatten.

Im Berichtszeitraum des ersten Halbjahres 2015 wurden 969.380 erste Warnungen (Vorjahrzeitraum 740.991) und 79.567 zweite Verwarnungen (75.000) an Wiederholungstäter versendet. In 569 Fällen wurden Personen (Anschlussinhaber) zum dritten Mal erwischt, davon wurden 169 Fälle dem Staatsanwalt übergeben (Vorjahreszeitraum 46 von 387).  Frankreich: 5 Millionen Ermahnungen weiterlesen

Hadopi legt neue Lösungsvorschläge vor

Die Behörde Hadopi hat der Regierung Vorschläge zur Eindämmung der Internetpiraterie vorgelegt. Unter den Lösungsvorschlägen, die auch die Werbeindustrie und die Zahlungsdienstleister einbeziehen, wird insbesondere eine Änderung des „Notice and take down-Verfahrens“ angeregt mit dem Ziel „stay down“ für mindestens 6 Monate.

www.culturecommunication.gouv.fr/Actualites/En-continu/Culture-acte-2-80-propositions-sur-les-contenus-culturels-numeriques

https://torrentfreak.com/hadopi-recommends-super-injunction-to-keep-pirate-content-down-140512/

Three Strikes (Hadopi) und das Verhalten der digitalen Piraten

Vier Ökonomen aus den USA und Frankreich haben die Auswirkungen von Hadopi untersucht. Im Rahmen dieses Verfahrens wurden Nutzer, die bei illegalen Tätigkeiten in Tauschbörsen erwischt wurden, zweimal verwarnt und mussten beim dritten Mal mit weiteren Maßnahmen rechnen.
Die Studie arbeitet mit Daten von 2.000 Internetnutzern aus dem Mai 2012, darunter 72 Personen, die bereits verwarnt wurden. In Ermangelung genügender Verwarnungen, arbeiten die Ökonomen mit einer angenommen Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden. Three Strikes (Hadopi) und das Verhalten der digitalen Piraten weiterlesen