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Großbritannien: Gefälschte COVID-19-Behandlungssets

Am Freitag, dem 20. März 2020, verhafteten Beamte der Abteilung für geistiges Eigentum der Londoner Polizei (PIPCU) einen Mann aus West Sussex.
Er wurde wegen Betrugs, des Besitzes von Artikeln zur Verwendung in Betrugsfällen und der unrechtmäßigen Herstellung eines Arzneimittels erst einmal für einen Monat in Untersuchungshaft genommen.
Er wurde erwischt, weil die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde in Los Angeles am 18. März ein Paket mit 60 COVID-19-Behandlungssets abfing, die als „anti-pathogene Behandlung“ gekennzeichnet waren. Die US-Zulassungsbehörde FDA stellte aufgrund der Kennzeichnung und der Gebrauchsanweisung fest, dass es sich bei dem Produkt um ein nicht zugelassenes Medikament handelt, und alarmierte die MHRA in Großbritannien.

Nicht nur, dass die gefälschten Kits nicht helfen, eingesetzt wurden zwei für die empfohlenen Mundspülungen äußerst schädliche Chemikalien.

http://news.cityoflondon.police.uk/r/1332/man_charged_with_making_and_selling_fake_covid-19

Großbritannien: Waren im Wert von 7,5 Mio. GBP beschlagnahmt

Bei einer Razzia unter der Leitung der Kriminalpolizei der City of London (PIPCU) und der Polizei von Greater Manchester wurden Waren (Markenkleidung, Schuhen und Parfüm) im Wert von 7,5 Millionen Pfund beschlagnahmt, weil der Verdacht besteht, dass diese gefälscht sind.
15 Personen wurden verhaftet – elf wegen Vergehen im Zusammenhang mit dem Vertrieb von gefälschten Waren und vier wegen Einwanderungsdelikten. Zudem wurden Mobiltelefone und Bargeld bei den Verhafteten beschlagnahmt.

http://news.cityoflondon.police.uk/r/1327/police_seize_over__7_5_million_of_counterfeit_goo

Großbritannien: 520.000 £ Schadensersatz (oder 5 Jahre Haft)

Ein Mann, der 2018 zu 4,5 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, weil er illegale Streaming-Geräte an Pubs und Clubs verkaufte, wurde zur Zahlung von £520.000 an die öffentliche Kasse verurteilt. Wenn er nicht binnen 3 Monaten zahlt, wird seine Gefängnisstrafe um weitere fünf Jahre verlängert.

https://www.fact-uk.org.uk/seller-of-illicit-streaming-devices-ordered-to-pay-over-500000/

Großbritannien: Bankengruppe Lloyds engagiert sich gegen Glücksspiel-Seiten

Schon bisher hatten Kunden der britischen Bankengruppe Lloyds (Lloyds, Halifax und Bank of Scotland) die Möglichkeit, Zahlungen an Glücksspielanbieter zu sperren.
Nun hat Lloyds angekündigt, eine Partnerschaft mit Gamban eingegangen zu sein. Das Unternehmen bietet Software zur Blockierung von Glücksspiel-Seiten an. Die Software blockiert auf PC, Smartphone und Tablet den Zugang zu Tausenden von Glücksspiel-Webseiten und -Applikationen, darunter auch Glücksspiele auf Facebook.

https://www.casinoonline.de/nachrichten/lloyds-trifft-massnahmen-zur-blockierung-von-gluecksspiel-seiten-34595/

Großbritannien: Mangelnde Alterskontrolle im Bereich Glücksspiel

Laut AgeChecked, einem britischen Unternehmen für Technologien zum Jugendschutz im Internet, verzichten noch immer 80 % der Geschäftspartner von Online Glücksspielfirmen auf die geforderten Maßnahmen zur Alterskontrolle. Weniger als 10 % der geprüften Webseiten haben tatsächliche eine Alterskontrolle eingebaut.
Angesichts der Pläne der UKGC, den gesamten Glücksspielsektor noch strenger zu überwachen, könnte die freiwillige Einführung von Alterschecks bald obligatorisch werden.

https://www.casinoonline.de/nachrichten/alterskontrollen-im-online-gluecksspiel-34372/

Großbritannien: Kreditkartenverbot für Glücksspielseiten

Die britische Gambling Commission hat ein Verbot von Glücksspielangeboten angekündigt, die es Verbrauchern in Großbritannien erlauben, Kreditkarten zum Spielen zu verwenden.

Das Verbot, das am 14. April in Kraft tritt, folgt auf die Überprüfung des Online-Glücksspiels durch die Kommission und auf die Überprüfung der Maßnahmen der Regierung im Bereich der Spielautomaten und der sozialen Verantwortung durch die Regierung.

https://www.gamblingcommission.gov.uk/news-action-and-statistics/News/gambling-on-credit-cards-to-be-banned-from-april-2020

Großbritannien: Fact erwirkt Schließungen

Zwei Gruppen, die an der Verteilung von Kodi Add-ons und Builds von Drittanbietern beteiligt waren, haben sich nach einer FACT-Untersuchung geschlossen. KodiUKTV und OneNation betrieben beide so genannte Repositorien, in denen Software heruntergeladen werden konnte.

„Unsere Botschaft ist klar und konsequent; wir werden handeln, um zu verhindern, dass raubkopierte Inhalte auf illegalen Streaming-Geräten erscheinen. FACT überwacht weiterhin die Kanäle, die zur Werbung, Vermarktung, zum Verkauf und zur Verteilung von Apps, Geräten und Streams genutzt werden, und wird Maßnahmen gegen die Lieferanten und Betreiber ergreifen“, sagt FACT CEO Kieron Sharp.

https://twitter.com/factuk/status/1195008827814555649

https://torrentfreak.com/kodi-addon-build-repositories-shut-down-citing-legal-pressure-191114/

Großbritannien: Umfrage zu illegalen Fußballstreams

Eine im Auftrag des Wetttippdienstes OLBG durchgeführte Umfrage unter 1.000 britischen Fußballfans hat gezeigt, dass 22,4% der befragten Fußballfans, irgendwann wissentlich „inoffizielle Streams“ verwendet haben. Hochgerechnet sollen dies „über fünf Millionen britische Fußballfans“ sein.

Neben den auch von Torrentfreak kritisierten Frageformulierungen, lässt die Zahl viele Fragen offen, da angeblich viele Nutzer ihr Verhalten gar nicht als illegal bewerten:

  • Unofficial online internet streams (any stream from non-mainstream providers): 61,1%
  • Third-party access devices (e.g., Kodi boxes): 49%
  • Social media live streams (Such as Facebook live, Periscope, Twitter etc): 28,9%

https://www.olbg.com/insights/fans-of-the-epl/how-do-fans-watch/

https://torrentfreak.com/millions-of-uk-football-fans-seem-confused-about-piracy/

Großbritannien: Ansätze zum Jugendschutz im Netz werden erweitert

Die britische Regierung hat über die Secretary of State for Digital, Culture, Media and Sport, Nicky Morgan, mitgeteilt, dass man Kinder umfassend vor dem Zugriff auf unangemessene, schädliche Inhalte schützen will.
Im Mittelpunkt der Maßnahmen steht das „Online Harms White Paper“, aus dem April, welches inzwischen weiterentwickelt wurde. Dieses sieht Sorgfaltspflichten für Unternehmen zur Verbesserung der Online-Sicherheit vor, die von einer unabhängigen Regulierungsbehörde mit starken Durchsetzungsbefugnissen überwacht werden sollen.

Um zu einem kohärenten Schutzsystem zu kommen, wird Teil 3 des Digital Economy Act 2017 über die Altersverifikation für Online-Pornografie nicht in Kraft treten. Die Ziele des Digital Economy Act werden durch das vorgeschlagene Online-Schadenregulierungssystem erreicht. Diese Vorgehensweise gibt der Regulierungsbehörde die Möglichkeit, die effektivsten Mittel zur Erfüllung ihrer Sorgfaltspflicht zu wählen. Zudem umfasst der Digital Economy Act keine Social Media Plattformen.

„Das Engagement der Regierung für den Schutz von Kindern im Internet ist ungebrochen. Adult Content ist online zu leicht zugänglich und es muss mehr getan werden, um Kinder vor Schäden zu schützen. Wir wollen den umfassendsten Ansatz für die Sicherheit von Kindern im Internet liefern und haben im Online Harms Whitepaper die Rolle anerkannt, die die Technologie spielen kann, um alle Benutzer, insbesondere Kinder, sicher zu halten. Wir sind bestrebt, dass Großbritannien bei der Entwicklung von Online-Sicherheitstechnologien weltweit führend wird und Unternehmen jeder Größe Zugang zu innovativen Lösungen zur Verbesserung der Sicherheit ihrer Nutzer haben und diese annehmen. Dazu gehören auch Instrumente zur Altersverifizierung, und wir erwarten, dass sie weiterhin eine Schlüsselrolle beim Schutz von Kindern im Internet spielen.“

https://www.parliament.uk/business/publications/written-questions-answers-statements/written-statement/Commons/2019-10-16/HCWS13/