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Anzeige in Irland: Google heimliche Datensammlung

Brave, ein Konkurrent Google Chrome hat wohl der irischen Datenschutzbehörde einen konkreten Beweis vorgelegt, „dass das Ad-System von Google personenbezogene Daten übermittelt hat“.

Mit Hilfe von versteckten Webseiten soll Google personenbezogene Daten ausspähen, die dann auf Googles auktionsbasierten Marktplatz für Werbungen „Authorized Buyers“ (früher DoubleClick) gehandelt werden.

„Das Werbesystem von Google DoubleClick/Autorized Buyers ist auf über 8,4 Millionen Websites aktiv. Es überträgt personenbezogene Daten über Besucher dieser Websites an mehr als 2.000 Unternehmen, Hunderte von Milliarden Mal am Tag“, sagte Dr. Johnny Ryan von Brave.

Was dann weiter mit den Daten, die personenbezogene Angaben „wie Rasse, Gesundheit und politische Orientierung der Nutzer“ enthalten, passiert ist unklar.

https://www.euractiv.de/section/digitale-agenda/news/neue-beweise-belasten-google/

Falsche Wartezeiten – Google lenkt ein

Da Google lange Wartezeiten trotz freier Tische meldete und sich lange weigerte dies zu korrigieren, hatte ein Wirt am Tegernsee Google verklagt. Neben den geschäftsschädigenden Angaben ging es in dem Rechtsstreit zudem um die Frage, ob Google Deutschland oder USA zu verklagen wäre.
Dies hat sich nun erledigt. Kurz vor dem Verhandlungstermin beim LG München hat Google den Unterlassungsanspruch anerkannt.

https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/braeustueberl-gegen-google-wirt-gewinnt-gegen-weltkonzern-a-1283967.html

Bulgarien: CyberCrime Unit schließt mehr als 40 Piraterieseiten

Die Cybercrime Specialized Unit beim Staatssicherheitsdienst von Bulgarien hat nach eigenen Angaben einen Mann verhaftet, der für den Betrieb von mehr als 40 Piraterie-Streaming-Seiten verantwortlich sein soll.
Finanziert hat der Mann dies durch Google-Werbung.
Die meisten Seiten wurden bei einem der größten Cloud-Service-Provider in den USA gehostet.
https://torrentfreak.com/bulgaria-cybercrime-unit-arrests-man-for-running-dozens-of-pirate-sites-190810/

Tegernseer Bräustüberl ./. Google

Das Tegernseer Bräustüberl sieht sich gezwungen Google zu verklagen, da Google regelmäßig falsche Angaben zu Stoß- und Wartezeiten macht.
Laut Google-Angaben ist das Bräustüberl ständig voll und die Besucher müssen mit Wartezeiten von bis zu einer Stunde und mehr rechnen – egal an welchem Tag oder zu welcher Uhrzeit.

Jeder Versuch mit Google zu einer Klärung zu kommen scheiterte. Deshalb soll nun Klage eingereicht werden. Allerdings sei die Zustellung an die Google-Zentrale in Hamburg bisher dreimal gescheitert, weil die Post den Brief dort nicht einwerfe oder abgebe. Nun muss das Landgericht München am 28. August entscheiden, ob ein Gerichtsvollzieher die Klageschrift überbringen soll.

http://www.wuv.de/digital/tegernseer_braeustueberl_geht_gegen_google_vor

Nächster Abhörskandal

Nicht nur Amazon sondern auch Google lässt Mitarbeiter Aufnahmen seines Sprachassistenten mithören. Nach Angaben des belgischen Rundfunk VRT werden auch Audioaufnahmen des Google-Sprachassistenten (teils externen) Mitarbeitern zum Begutachten und Mitschreiben bereitgestellt. Teilweise hat der Assistent sogar dann mitgeschnitten, wenn er „im Ruhezustand“ war.
Richtig anonymisiert sind die Daten natürlich auch nicht, dazu hätte man ja sie erst einmal anhören müssen um zu wissen, welche persönlichen Angaben man herausschneiden muss.

Die Kunden wurden von Google über diese Maßnahmen nicht informiert.

https://www.vrt.be/vrtnws/en/2019/07/10/google-employees-are-eavesdropping-even-in-flemish-living-rooms/

https://futurezone.at/digital-life/sprachassistent-auch-bei-google-lauschen-mitarbeiter-mit/400549181

Google finanziertes Institut: Fehlerhafte Forschung zu Paid Content

Die Forscher des Reuters Institute for the Study of Journalism kommen regelmäßig zu dem Ergebnis, dass Paid Content von Newsseiten nicht richtig erfolgreich ist. Markus Schöberl, Herausgeber von pv digest, kritisiert das Forschungsinstitut aus Oxford. Es liefere alljährlich unstimmige Daten. Wesentliche Kritikpunkte sind:

Die Zahlen des Reuters Institute for the Study of Journalism (RISJ) weisen seit Jahren praktisch unveränderte Anteil der Bevölkerung aus, die für Online-Nachrichten bezahlt. Fast alle anderen Quellen berichten steigende Werte.
Die Anzahl der Paid-Content-Zugänge je Nutzer ist mit 1 falsch berechnet, dass arithmetische Mittel ergibt aber einen Wert von mindestens 1,76.

Darüber hinaus weist Schöberl auch auf die Finanzierung des Institutes hin: „Google hat das RISJ in den Jahren seit 2016 mit rund 10Mio€ gesponsort.“
Kein Wunder, dass man mit allen Tricks versucht zu beweisen, dass werbefinanzierte Angebote besser als bezahlte sind.

https://kress.de/news/detail/beitrag/142950-meinung-die-reuters-forscher-liegen-mit-ihren-zahlen-zu-paid-content-falsch.html

Zu den Finanziers des Institutes siehe auch: https://reutersinstitute.politics.ox.ac.uk/funders-0

Verbraucherschützer klagen gegen Googles Datenverkauf

Verbraucherschützer haben in neun europäischen Ländern Klagen gegen Google eingereicht, da Google persönliche Daten von Nutzern in Echtzeit an Werbefirmen verkauft, damit diese gezielt Werbung schalten könnten. Damit verstößt das Unternehmen gegen Vorschriften zum Datenschutz.
Die Klagen wurden eingereicht in Deutschland, Frankreich, Belgien, Bulgarien, Estland, Ungarn, Italien, Slowenien und der Tschechischen Republik.
https://de.reuters.com/article/usa-google-klagen-idDEKCN1T51LH