Schlagwort-Archive: Google

Bulgarien: CyberCrime Unit schließt mehr als 40 Piraterieseiten

Die Cybercrime Specialized Unit beim Staatssicherheitsdienst von Bulgarien hat nach eigenen Angaben einen Mann verhaftet, der für den Betrieb von mehr als 40 Piraterie-Streaming-Seiten verantwortlich sein soll.
Finanziert hat der Mann dies durch Google-Werbung.
Die meisten Seiten wurden bei einem der größten Cloud-Service-Provider in den USA gehostet.
https://torrentfreak.com/bulgaria-cybercrime-unit-arrests-man-for-running-dozens-of-pirate-sites-190810/

Tegernseer Bräustüberl ./. Google

Das Tegernseer Bräustüberl sieht sich gezwungen Google zu verklagen, da Google regelmäßig falsche Angaben zu Stoß- und Wartezeiten macht.
Laut Google-Angaben ist das Bräustüberl ständig voll und die Besucher müssen mit Wartezeiten von bis zu einer Stunde und mehr rechnen – egal an welchem Tag oder zu welcher Uhrzeit.

Jeder Versuch mit Google zu einer Klärung zu kommen scheiterte. Deshalb soll nun Klage eingereicht werden. Allerdings sei die Zustellung an die Google-Zentrale in Hamburg bisher dreimal gescheitert, weil die Post den Brief dort nicht einwerfe oder abgebe. Nun muss das Landgericht München am 28. August entscheiden, ob ein Gerichtsvollzieher die Klageschrift überbringen soll.

http://www.wuv.de/digital/tegernseer_braeustueberl_geht_gegen_google_vor

Nächster Abhörskandal

Nicht nur Amazon sondern auch Google lässt Mitarbeiter Aufnahmen seines Sprachassistenten mithören. Nach Angaben des belgischen Rundfunk VRT werden auch Audioaufnahmen des Google-Sprachassistenten (teils externen) Mitarbeitern zum Begutachten und Mitschreiben bereitgestellt. Teilweise hat der Assistent sogar dann mitgeschnitten, wenn er „im Ruhezustand“ war.
Richtig anonymisiert sind die Daten natürlich auch nicht, dazu hätte man ja sie erst einmal anhören müssen um zu wissen, welche persönlichen Angaben man herausschneiden muss.

Die Kunden wurden von Google über diese Maßnahmen nicht informiert.

https://www.vrt.be/vrtnws/en/2019/07/10/google-employees-are-eavesdropping-even-in-flemish-living-rooms/

https://futurezone.at/digital-life/sprachassistent-auch-bei-google-lauschen-mitarbeiter-mit/400549181

Google finanziertes Institut: Fehlerhafte Forschung zu Paid Content

Die Forscher des Reuters Institute for the Study of Journalism kommen regelmäßig zu dem Ergebnis, dass Paid Content von Newsseiten nicht richtig erfolgreich ist. Markus Schöberl, Herausgeber von pv digest, kritisiert das Forschungsinstitut aus Oxford. Es liefere alljährlich unstimmige Daten. Wesentliche Kritikpunkte sind:

Die Zahlen des Reuters Institute for the Study of Journalism (RISJ) weisen seit Jahren praktisch unveränderte Anteil der Bevölkerung aus, die für Online-Nachrichten bezahlt. Fast alle anderen Quellen berichten steigende Werte.
Die Anzahl der Paid-Content-Zugänge je Nutzer ist mit 1 falsch berechnet, dass arithmetische Mittel ergibt aber einen Wert von mindestens 1,76.

Darüber hinaus weist Schöberl auch auf die Finanzierung des Institutes hin: „Google hat das RISJ in den Jahren seit 2016 mit rund 10Mio€ gesponsort.“
Kein Wunder, dass man mit allen Tricks versucht zu beweisen, dass werbefinanzierte Angebote besser als bezahlte sind.

https://kress.de/news/detail/beitrag/142950-meinung-die-reuters-forscher-liegen-mit-ihren-zahlen-zu-paid-content-falsch.html

Zu den Finanziers des Institutes siehe auch: https://reutersinstitute.politics.ox.ac.uk/funders-0

Verbraucherschützer klagen gegen Googles Datenverkauf

Verbraucherschützer haben in neun europäischen Ländern Klagen gegen Google eingereicht, da Google persönliche Daten von Nutzern in Echtzeit an Werbefirmen verkauft, damit diese gezielt Werbung schalten könnten. Damit verstößt das Unternehmen gegen Vorschriften zum Datenschutz.
Die Klagen wurden eingereicht in Deutschland, Frankreich, Belgien, Bulgarien, Estland, Ungarn, Italien, Slowenien und der Tschechischen Republik.
https://de.reuters.com/article/usa-google-klagen-idDEKCN1T51LH

Diskussion über Fakenews ist gefährlicher als die falschen Nachrichten!

Zwei Studien haben die Bedeutung von Fake-News mit völlig unterschiedlichen Ergebnissen untersucht.

Die Spenden und Crowdfunding finanzierte Organisation Avaaz hat in der Studie FAR RIGHT NETWORKS OF DECEPTION über 500 verdächtige Seiten und Gruppen auf Facebook gefunden, denen fast 32 Millionen Menschen folgten, die in den letzten 3 Monaten über 67 Millionen Kommentare, Likes und Shares generierten.
Zu Deutschland stellt die Studie fest, dass gefälschte Konten und Seiten die Reichweite der AfD erhöhen und Desinformationen über Facebook verbreiten. Man hat einen AfD-Politiker gefunden der anscheinend daran beteiligt ist (vgl. auch Artikel auf netzpolitik.org). Zudem hat man illegale Inhalte (Hakenkreuze, Holocaust-Leugner) auf Facebook gefunden.

Das Oxford Internet Institute (OII) hat nach einer kleinen Studie allerdings eine ganz andere Botschaft: „Desinformation in sozialen Netzwerken wird nicht so heiß gegessen, wie sie gekocht wird“. Zumindest sei die Europawahl offenbar „weder als Ziel, noch als Inhalt wahnsinnig attraktiv“ für Desinformationen. „Einzelne virale Storys, die sehr viele Menschen erreichen, könnten eine Wirkung haben“, doch die eigentliche Gefahr bestehe auf einem „Meta-Level“, nämlich in der überhitzten Debatte über die Macht von Desinformation.

Also bloß nicht mehr darüber diskutieren, sagt das OII, finanziert u.a. von Google, Facebook und OSF.

OII-Supporters

Australien: Google entfernt Piraterieseiten aus den Suchergebnissen

Aufgrund einer Vereinbarung mit Rechteinhabern und ISPs hat Google sich freiwillig bereit erklärt, 832 Piraterieseiten aus den Suchergebnissen zu entfernen.

Hintergrund ist ein 2018 verabschiedetes Gesetz, welches auch Suchanbieter zwingt, Links zu Webseiten, die in Gerichtsbeschlüssen aufgeführt sind, aus den Suchergebnissen zu entfernen.
Da nicht alle Sperrentscheidungen unter dem neuen Gesetz gefallen sind, hätte es wohl weiterer Verfahren bedurft, damit Google die Seiten aus älteren Sperrentscheidungen aus den Suchergebnissen entfernt. Dies hat man sich mit der Vereinbarung gespart.

Bei Tests von Torrentfreak, tauchten aber noch Suchergebnisse zu Seiten auf, die Gerichte gesperrt hatten.

https://torrentfreak.com/google-de-indexes-832-pirate-sites-from-australia-search-results-190513/

Lumen-Datenbank erschwert den Zugang zu illegalen Inhalten ein wenig

Die Lumen-Datenbank ist eine u.a. von Google gefütterte Datenbank, die Links zu illegalen Inhalten anzeigt, deren Verlinkung bei den Google-Suchergebnissen nicht mehr zu direkt zu sehen sind. Stattdessen muss man am Ende der Suchergebnisse einem Link zur URL des illegalen Inhaltes folgen.

Abbildung: Direkte Verlinkung bei den Google-Suchergebnissen zu Lumen.

Lumen hat nun den Zugang zu kompletten URLs etwas eingeschränkt. Diese erhält man nur noch bei Meldung einer E-Mail oder einer Akkreditierung. Ohne diesen Umweg ist nur noch zu sehen wie viele URLs zu der jeweiligen Domäne gemeldet wurden.

https://torrentfreak.com/lumen-database-restricts-access-to-dmca-notices-plans-to-expand-190510/

Google kümmert sich nicht um Mordvideos

Unter dem Titel “Europe is on the brink of changing the internet again” berichtet CNN Business über die EU-Urheberrechtsrichtlinie und interviewt Andy Parker, den Vater der 2015 erschossenen Nachrichtenreporterin Alison Parker, zu dem nun jahrelangen Kampf, die Videos des Mordes aus dem Netz zu bekommen. Leider vergeblich, Google verweigert es, obwohl die Technologie dazu vorhanden ist.
https://edition.cnn.com/2019/03/25/tech/eu-copyright-bill/index.html?fbclid=IwAR3NQBgoo9PW9uXTn3RXsFenM7D_-qlPTC-QX2CANCl33wWl25SR-qqq7fc

Google: Fake-Löschung von Suchergebnissen

Auf Anforderungen der Rechteinhaber entfernt Google Links aus den Suchergebnissen: Gleichzeitig stellt Google aber einen Link zu einem Dokument bereit, das die gelöschten Links enthält.

Damit man nun den Klick zur Lumen-Datenbank nicht mehr machen muss, gibt es nun Browser-Erweiterung „Google Unlocked“, welche die gelöschten Suchergebnisse direkt wieder in Googles Ergebnisliste einfügt.

https://www.voxindie.org/lumen-database-still-keeps-pirate-links-alive-and-now-has-a-helper/