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Anti-Piraterie-Kampagne gegen YouTube-Ripper mit wenig Wirkung

In den letzten Monaten hat die RIAA, wegen Verletzung der Umgehungsbestimmung des DMCA, versucht, YouTube-Ripper aus den Suchergebnissen von Google zu entfernen.
Obwohl die Suchmaschine Tausende von URLs gelöscht hat, hat dies nur sehr geringe Auswirkungen, wie Torrentfreak auf Basis von Muso-Zahlen berichtet. Die anvisierten Websites bleiben in den Top-Ergebnisse für die wichtigsten Suchbegriffe.

Dies mag auch daran liegen, dass Google die passenden Suchen vorschlägt:

Google erhält weniger Meldungen von Piraterie-Links

Laut Googles Transparenzbericht hat das Unternehmen in den vergangenen 12 Monaten etwas mehr als 500 Millionen Takedown-Anfragen in Sachen Urheberrecht erhalten. Das ist ein Rückgang um 50 Prozent im Vergleich zu der Milliarde, die es vor einigen Jahren erhielt, und um 25 Prozent im Vergleich zu vor zwei Jahren.
Torrentfreak vermutet, dass Maßnahmen von Google, wie die Herabstufungen von Piraterieseiten in den Suchergebnissen, ein Grund dafür sein könnten.

https://torrentfreak.com/copyright-holders-continue-to-report-fewer-piracy-links-to-google-search-200329/

Frankreich: CNIL-Strafe gegen Google aufgehoben

Das oberste Verwaltungsgericht in Frankreich hat entschieden, dass Google eine Strafe in Höhe von 100.000 Euro nicht zahlen muss. Die Strafe war von der Datenschutzbehörde CNIL verhängt worden, da Google nicht den gerichtlich auferlegten weltweiten Löschungen von Links nachgekommen war.
Das Gericht gab als Begründung an, dass CNIL nach französischem Recht nicht dazu befugt sei, eine weltweite Löschung von Suchergebnissen zu verlangen; zulässig wäre nur eine europaweite Löschung von Links.

https://www.golem.de/news/recht-auf-vergessenwerden-franzoesisches-gericht-kassiert-strafe-gegen-google-2003-147563.html

Australien: Rechteinhaber und Filmverbände contra Google und Facebook

Creative Content Australia drängt die australische Regierung, Online-Plattformen dazu zu zwingen, die Verlinkung zu Piraterieseiten einzustellen, da Dienste wie Google und Facebook den Zugang zu illegalen Websites, die den Rechteinhabern schaden, ermöglichen.
https://torrentfreak.com/rightsholders-want-google-and-facebook-to-scrub-links-to-pirate-sites-200224/

Ferienwohnungsvermittler contra Google

Über 30 Branchenverbände und Unternehmen aus dem Bereich der Ferienwohnungsvermittlung weisen die EU-Kommission daraufhin, dass sie gerade einen Versuch von Google beobachten, die beherrschende Stellung auf dem Markt für allgemeine Internetsuchdienste durch die Begünstigung eines eigenen Dienstes in den allgemeinen Suchergebnisseiten auf den separaten Markt für Ferienwohnungsvermittlungsdienste auszudehnen.
Die wettbewerbsrechtlichen Bedenken begründen sich darin, dass Google seinen neuen Dienst in einer optisch ansprechenden OneBox ganz oben in seinen allgemeinen Suchergebnisseiten darstellt – eine Platzierung und Gestaltung, die Google sich ausschließlich für seinen eigenen spezialisierten Suchdienst vorbehält:

http://www.wilde.de/Anlage/Reisebranche-zeigt-sich-besorgt-ueber-die-Bevorzugung-von-Google-Vacation-Rentals-Ferienhaussuche_10-02-2020.pdf

Anzeige in Irland: Google heimliche Datensammlung

Brave, ein Konkurrent Google Chrome hat wohl der irischen Datenschutzbehörde einen konkreten Beweis vorgelegt, „dass das Ad-System von Google personenbezogene Daten übermittelt hat“.

Mit Hilfe von versteckten Webseiten soll Google personenbezogene Daten ausspähen, die dann auf Googles auktionsbasierten Marktplatz für Werbungen „Authorized Buyers“ (früher DoubleClick) gehandelt werden.

„Das Werbesystem von Google DoubleClick/Autorized Buyers ist auf über 8,4 Millionen Websites aktiv. Es überträgt personenbezogene Daten über Besucher dieser Websites an mehr als 2.000 Unternehmen, Hunderte von Milliarden Mal am Tag“, sagte Dr. Johnny Ryan von Brave.

Was dann weiter mit den Daten, die personenbezogene Angaben „wie Rasse, Gesundheit und politische Orientierung der Nutzer“ enthalten, passiert ist unklar.

https://www.euractiv.de/section/digitale-agenda/news/neue-beweise-belasten-google/

Falsche Wartezeiten – Google lenkt ein

Da Google lange Wartezeiten trotz freier Tische meldete und sich lange weigerte dies zu korrigieren, hatte ein Wirt am Tegernsee Google verklagt. Neben den geschäftsschädigenden Angaben ging es in dem Rechtsstreit zudem um die Frage, ob Google Deutschland oder USA zu verklagen wäre.
Dies hat sich nun erledigt. Kurz vor dem Verhandlungstermin beim LG München hat Google den Unterlassungsanspruch anerkannt.

https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/braeustueberl-gegen-google-wirt-gewinnt-gegen-weltkonzern-a-1283967.html

Bulgarien: CyberCrime Unit schließt mehr als 40 Piraterieseiten

Die Cybercrime Specialized Unit beim Staatssicherheitsdienst von Bulgarien hat nach eigenen Angaben einen Mann verhaftet, der für den Betrieb von mehr als 40 Piraterie-Streaming-Seiten verantwortlich sein soll.
Finanziert hat der Mann dies durch Google-Werbung.
Die meisten Seiten wurden bei einem der größten Cloud-Service-Provider in den USA gehostet.
https://torrentfreak.com/bulgaria-cybercrime-unit-arrests-man-for-running-dozens-of-pirate-sites-190810/