Schlagwort-Archive: Frankreich

Ausgangsperren führen zur steigenden Torrent Downloads

Anhand von Daten, der Seite iknowwhatyoudownload.com zeigt Torrentfreak, dass Ausgangssperren zu einer Steigerung des BitTorrent-Verkehrs führten. Je strenger die Sperre umso stärker scheinen die Auswirkungen auf die BitTorrent-Aktivitäten zu sein.

In Italien erreichten die Zahl der Downloads als auch die genutzten IP-Adressen am ersten Tag der Ausgangssperre, dem 9. März, neue Höchststände. Danach stiegen sie einige Tage lang weiter an, um sich dann zu stabilisieren. Am 8. März gab es 592.000 Downloads und 213.000 IP-Adressen. Eine Woche später lagen diese Zahlen bei bis zu 810.000 bzw. 304.000 IP-Adressen.

Auch in Spanien gab es einen ähnlichen Trend, der mit den Sperrmaßnahmen zusammenfiel. Die spanische Regierung ordnete die Sperrung am 14. März an. Genau an diesem Tag erreichten sowohl die Zahl der Downloads als auch der eindeutigen IP-Adressen neue Höchststände. Eine Woche nach Beginn der Abriegelung stiegen die gemeldeten Downloads und IP-Adressen um etwa ein Drittel.

Auch in Frankreich ist die Wirkung der landesweiten Maßnahmen deutlich sichtbar. Auch hier erreichten beide Zahlen an dem Tag, an dem die Sperre in Kraft trat, einen Jahreshöchststand und stiegen in den folgenden Tagen noch weiter an.

Weniger stark ist der Trend in Großbritannien. In den Niederlanden und in Schweden gibt es keine großen Änderungen.

https://torrentfreak.com/covid-19-lockdowns-directly-impacted-torrent-download-numbers-in-several-countries-200413/

Frankreich: Einschränkung für Amazon wegen mangelndem Schutz

Ein Pariser Gericht hat entschieden, dass Amazon die meisten Versand- und Lageraktivitäten einstellen muss. Nur noch Bestellungen von Lebensmitteln, Hygiene- und Medizinprodukten dürfen angenommen und versandt werden.
Grund dafür ist, dass Amazon angesichts der Coronavirus-Pandemie seine Verpflichtung in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit der Angestellten in den Lagerhäusern nicht angemessen beachtet.

https://fashionunited.de/nachrichten/business/amazon-muss-in-frankreich-bei-schutzmassnahmen-nachbessern/2020041435246

Frankreich: CNIL-Strafe gegen Google aufgehoben

Das oberste Verwaltungsgericht in Frankreich hat entschieden, dass Google eine Strafe in Höhe von 100.000 Euro nicht zahlen muss. Die Strafe war von der Datenschutzbehörde CNIL verhängt worden, da Google nicht den gerichtlich auferlegten weltweiten Löschungen von Links nachgekommen war.
Das Gericht gab als Begründung an, dass CNIL nach französischem Recht nicht dazu befugt sei, eine weltweite Löschung von Suchergebnissen zu verlangen; zulässig wäre nur eine europaweite Löschung von Links.

https://www.golem.de/news/recht-auf-vergessenwerden-franzoesisches-gericht-kassiert-strafe-gegen-google-2003-147563.html

Frankreich: ISPs sperren Dutzende von Piratenseiten

Wie erst jetzt bekannt wurde, hat ein Pariser Gericht, auf Antrag der Filmwirtschaft, am 16. Januar 2020 entschieden, dass mehrere ISPs, darunter Bouygues Télécom, Free, Orange und SFR, den Zugang zu 36 Piraterieseiten mit insgesamt 79 Domains für 18 Monate sperren müssen.
Bei der überwiegenden Mehrheit handelt es sich offenbar um Streamingseiten mit den zusätzlichen Torrent-Indizes YTS und EZTV.
https://torrentfreak.com/french-isps-block-dozens-of-pirate-sites-following-movie-industry-action-200305/

Frankreich: Hadopi hat am Anfang den digitalen Musikverkauf gestärkt

Um den Einfluss von Hadopi auf den Musikkonsum zu messen, analysierte Ruben Savelkoul von der Katholieke Universiteit Leuven den Musikverkauf in Frankreich in den Jahren nach der Einführung des Gesetzes und verglich diese Daten mit dem Verkauf in Belgien und den Niederlanden.
Die Ergebnisse, die in dem Artikel „Superstars vs. The Long Tail“ veröffentlicht wurden, zeigen dass Hadopi im Vergleich zu den beiden Kontrollländern einen positiven Einfluss auf den Umsatz mit digitalen Musikstücken in Frankreich hatte. Dieser Effekt war am stärksten für populäre Künstler.
Darüber hinaus deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die Wirkung von Hadopi auf den Umsatz mit der Zeit abnahm, mit Ausnahme von größeren Künstlern. „Der Effekt ist für Superstars stärker, was darauf hindeutet, dass kleinere oder Nischenkünstler durch illegales Herunterladen an Aufmerksamkeit gewinnen und den negativen Substitutionseffekt auf den Umsatz teilweise kompensieren“.
Der Autor warnt davor, die Ergebnisse zu verallgemeinern. Sie decken nur einen relativ kurzen Zeitraum von wenigen Jahren ab. Auf lange Sicht kann die Wirkung unterschiedlich sein.

https://torrentfreak.com/french-anti-piracy-law-decreased-music-consumption-variety-research-suggests-191215/

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0167624519300782

Frankreich: Erste Sperrverfügung zu File-Hoster

Ein Pariser Gericht hat fünf französische Internet-Provider angewiesen, den Zugang zu dreizehn Webseiten zu sperren, die auf illegale Inhalte verweisen. Darunter mehrere Bit-Torrentseiten und Filehoster.
Die betroffenen Filehoster agieren anonym, sind hinter Cloudflare versteckt und man hat dort sehr viele illegale Datensätze gefunden. Deshalb spielte es in dem Verfahren auch keine Rolle mehr, ob diese Seiten ganz oder teilweise der illegalen Verbreitung von Inhalten gewidmet sind.
Nach Angaben der finnischen Anti-Piraterie-Gruppe TTVK ist das Urteil einzigartig, da es der erste Gerichtsbeschluss ist, der ISPs verpflichtet, einen File-Hosting-Dienst in Europa zu blockieren.

https://www.nextinpact.com/news/108436-les-producteurs-musique-font-bloquer-plusieurs-sites-dont-cyberlockers.htm

https://torrentfreak.com/french-court-orders-isps-to-block-torrent-sites-and-file-hosters-191122/

Frankreich: Hadopi-Zwischenbericht

Die für die Durchsetzung der Anti-Piraterie in Frankreich zuständige Regierungsbehörde hat mitgeteilt, dass zwischen Januar und August 2019 mehr als 644.000 Warnhinweise versendet wurden, davon 479.177 an Ersttäter und 165.683 an Wiederholungstäter.
1.149 Fälle wurden an den Staatsanwalt überweisen (Vorjahr 1.045).

Dies führte zu 86 Verurteilungen (Vorjahr 83). Darunter 31 Verurteilungen wegen grober Fahrlässigkeit, die durchschnittlich 350 € kosten zzgl. 300 € Schadensersatz. In 47 Fällen gab es Strafbefehle mit Bußgeldern von 150 € bis 1.000 €.

Bei weiteren 301 Fällen gab es alternative Maßnahmen zur Strafverfolgung. Darunter 64 Vergleiche mit Geldbußen von 100 € bis für 500 €. 199-mal wurde nur an die Rechtslage erinnert.

https://hadopi.fr/sites/default/files/sites/default/files/ckeditor_files/HADOPI_REPONSE%20GRADUEE_N8_BD.pdf

Facebook will Frankreich Daten zu Hassposts liefern

Nach mehreren Gesprächen zwischen Mark Zuckerberg und Emmanuel Macron hat sich Facebook bereit erklärt zukünftig Identitäts-Daten auch für den Kampf gegen Hetze und Fake-News herauszugeben. Bisher hat Frankreich Daten nur bei Terrorverdacht geliefert.
Für Deutschland gilt dies nicht. Der Richterbund hatte dies noch vor wenigen Tagen bemängelt. Facebook verweist die deutschen Behörden nur auf ein aussichtsloses ein Rechtshilfeersuchen.

https://futurezone.at/netzpolitik/frankreich-facebook-gibt-daten-von-hasspostern-weiter/400534012

http://www.digitalfernsehen.de/Richterbund-will-Gesetz-gegen-Hass-im-Netz-nachbessern.179442.0.html

Frankreich: 24% der Internetnutzer streamen illegales Live-TV

Eine neue Studie, die Hadopi in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen IFOP durchgeführt hat, zeigt, dass 24% der französischen Internetnutzer illegal Live-TV-Inhalte streamen.

Die beliebteste Videoquelle bei den Befragten sind Live-Streaming-Seiten (17%), gefolgt von sozialen Netzwerken (14%) und spezielle IPTV-Diensten und Apps (5%).
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