Schlagwort-Archive: Frankreich

Facebook will Frankreich Daten zu Hassposts liefern

Nach mehreren Gesprächen zwischen Mark Zuckerberg und Emmanuel Macron hat sich Facebook bereit erklärt zukünftig Identitäts-Daten auch für den Kampf gegen Hetze und Fake-News herauszugeben. Bisher hat Frankreich Daten nur bei Terrorverdacht geliefert.
Für Deutschland gilt dies nicht. Der Richterbund hatte dies noch vor wenigen Tagen bemängelt. Facebook verweist die deutschen Behörden nur auf ein aussichtsloses ein Rechtshilfeersuchen.

https://futurezone.at/netzpolitik/frankreich-facebook-gibt-daten-von-hasspostern-weiter/400534012

http://www.digitalfernsehen.de/Richterbund-will-Gesetz-gegen-Hass-im-Netz-nachbessern.179442.0.html

Frankreich: 24% der Internetnutzer streamen illegales Live-TV

Eine neue Studie, die Hadopi in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen IFOP durchgeführt hat, zeigt, dass 24% der französischen Internetnutzer illegal Live-TV-Inhalte streamen.

Die beliebteste Videoquelle bei den Befragten sind Live-Streaming-Seiten (17%), gefolgt von sozialen Netzwerken (14%) und spezielle IPTV-Diensten und Apps (5%).
Frankreich: 24% der Internetnutzer streamen illegales Live-TV weiterlesen

Frankreich: Sperre von Sci-Hub und LibGen

Ein Pariser Gericht (Tribunal de Grande Instance de Paris) hat mehrere der größten französischen ISPs angewiesen, den Zugang zu den Pirateriebibliotheken LibGen und Sci-Hub zu blockieren.
Nach einer Beschwerde der akademischen Verlage Elsevier und Springer Nature wurden die Internet-Provider Bouygues, Free, Orange und SFR angewiesen, den Zugang zu den Sci-Hub- und LibGen-Seiten für das kommende Jahr zu sperren.
Der Gerichtsbeschluss betrifft insgesamt 57 Domainnamen, darunter verschiedene Spiegelseiten. Eine flexiblere Blockliste, die um neue Domains ergänzt werden könnte, wurde vom Gericht abgelehnt.
Die ISP können die Form der Sperre entscheiden und müssen deren Kosten tragen.

 

Frankreich will stärker gegen Hass im Netz vorgehen

Der französische Präsident Emmanuel Macron will stärker gegen Hass im Netz vorgehen. Zu den geplanten Maßnahmen gehören:

  • Druck auf die Betreiber von Onlineplattformen, damit sie entsprechende Inhalte löschen.
  • Eine Art Klarnamenpflicht soll dafür sorgen, dass Menschen, die sich rassistisch oder antisemitisch äußern, schnell und eindeutig identifizierbar sind.
  • Verurteilten Antisemiten soll der Zugang zu Facebook und Co verwehrt werden – „so wie wir Hooligans aus Stadien ausschließen“.

https://www.sueddeutsche.de/politik/frankreich-antisemitismus-soziale-netzwerke-sperre-1.4339704

CNIL: 50 Mio. Euro Rekordstrafe für Google

Frankreichs nationale Datenschutzbehörde, die Commission Nationale de l’Informatique et des Libertés (CNIL) hat Google wegen Verstößen gegen die DSGVO zu einer Strafe von 50 Millionen Euro verurteilt. Ausgangspunkt der Untersuchungen gegen Goggle waren zwei Beschwerden von noyb (Wien)und La Quadrature du Net (Paris).
Die Gründe für die Strafe sind: CNIL: 50 Mio. Euro Rekordstrafe für Google weiterlesen

Frankreich: Gesetze gegen Fake News

Die französische Nationalversammlung hat zwei Gesetze gegen Fake News verabschiedet, mit denen Parteien oder Kandidaten drei Monate vor einer landesweiten Wahl richterliche Eilverfahren gegen öffentlich verbreitete Unwahrheiten einreichen können. Zudem werden soziale Netzwerke zu mehr Transparenz bei der Verbreitung bezahlter Inhalte verpflichtet.

https://futurezone.at/netzpolitik/frankreich-beschliesst-gesetze-gegen-fake-news/400330617

Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Rechenzentrum liegt so nah?

Immer wieder hört man in der Diskussion um die unregulierte Distribution von geschützten Inhalten im Internet ganz erstaunliche Argumente. Eines davon lautet, dass man die parasitären Geschäftsmodelle ja ohnehin nicht verhindern könne, das Ganze wäre viel zu international (Internet halt) und gegen Server in Tonga kann man ohnehin nichts ausrichten.

Domain-Endung und Rechenzentrum – zwei Paar Schuhe

Selbstverständlich stehen in Tonga keine Server, jedenfalls keine, die Inhalte unreguliert über Datenleitungen nach Europa schaufeln. Praktisch jedes Rechenzentrum (oder Datacenter) auf der Welt kann die Daten einer solchen exotischen Domain beherbergen.
Eine .to Domain als Beispiel (Länderkennung für Tonga) bietet mehrere Vorteile. Sie liegt phonetisch dicht an Torrent und sie ist quasi anonym zu registrieren. Domainendung und tatsächliches Rechenzentrum sind also getrennt zu betrachten.
Aus der Analyse unserer Daten wissen wir aber, das Geschäft findet in Europa quasi vor der Haustür statt und das aus vielen Gründen.
Um die tatsächliche Herkunft von Piraterieseiten oder besser deren Content etwas deutlicher zu verstehen haben wir unsere Datenbank von Mitte Mai bis Mitte Juni einmal detaillierter ausgewertet und bei Bedarf weitere Analysen erstellt.

Die überaus beliebte EU
Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Rechenzentrum liegt so nah? weiterlesen

Frankreich: 2017 etwas weniger Piraterie

Laut einer von EY veröffentlichten Studie über „Piraterie in Frankreich“, sank die Zahl der Piraten zwischen 2016 und 2017 von 11,6 Millionen Menschen, die illegal Inhalte pro Monat konsumieren, auf 10,6 Millionen (-8%). Im Durchschnitt konsumierte jeder Pirat 4% weniger illegale Inhalte als 2016.
Die Zahl der Hardcore-Piraten, die in den letzten 12 Monaten keine legalen Inhalte konsumiert haben, blieb mit einem leichten Anstieg von 0,2% stabil.
Im Durchschnitt laden 6,6 Millionen Piraten Streaming-Inhalte pro Monat herunter.
94% der Piraten laden Filme illegal herunter.

Der illegale Konsum audiovisueller Inhalte verursacht für den französischen Film- und audiovisuellen Sektor Umsatzeinbußen von 1,18 Milliarden Euro, das sind 10 % weniger als 2016. Der Staat ist einer der größten Verlierer mit einem Verlust von 408 Millionen Euro im Jahr 2017 (gegenüber 430 Millionen im Jahr 2016).
https://www.ey.com/fr/fr/newsroom/news-releases/communique-de-presse-ey-piratage-de-contenus-audiovisuels-en-france

Frankreich: Kulturminister fordert Piraterie-Blacklist

Die französische Kulturministerin Françoise Nyssen hat gegenüber der Presse geäußert, dass eine nationale Blacklist gegen Piraterie eingeführt werden sollte. Die vorgeschlagene Liste sollte regelmäßig aktualisiert werden, damit ISPs, Suchmaschinen und Werbeunternehmen die Seiten blockieren können. Die Führung der Liste könnte die Hadopi-Behörde übernehmen.

https://torrentfreak.com/french-minister-of-culture-calls-for-pirate-streaming-blacklist-180423/

Frankreich: Lächerliche Strafen

Vier Männer hinter einer der erfolgreichsten Piratenseiten Frankreichs sind vom Strafgericht Rennes zu zwei- bzw. dreimonatigen Bewährungsstrafen verurteilt worden. Im Alter zwischen 29 und 36 Jahren wurden die ehemaligen Liberty-Land-Betreiber im Jahr 2011 nach einer SACEM-Untersuchung verhaftet. Dem Quartett droht allerdings nach wie vor ein massiver Schadenersatzanspruch in Höhe von 60 Millionen Euro.
https://torrentfreak.com/pirate-site-admins-receive-suspended-sentences-still-face-e60m-damages-claim-180313/

Studie zum Drogenhandel im Darknet

Wissenschaftler der University of Oxford haben im Rahmen einer Studie die wichtigsten Darknet-Handelsplätze erfasst. Danach sind wohl nur fünf Länder für 70 Prozent des Darknet-Drogenhandels verantwortlich: Führend die USA mit 27 Prozent und Großbritannien mit 22 Prozent, danach Deutschland und Australien mit je 8 Prozent und die Niederlande mit 7 Prozent.

https://tarnkappe.info/darknet-wissenschaftler-erstellen-landkarte-des-globalen-online-drogenmarktes/