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Neuer Bericht von EUIPO und Europol

Die meisten kriminellen Aktivitäten im Zusammenhang mit Fälschungen werden von zunehmend professionalisierten Netzwerken der organisierten Kriminalität durchgeführt, die bei geringem Risiko hohe Gewinne erwirtschaften können.
Dies geht aus der ersten EU-weiten Bedrohungsanalyse der Kriminalität im Bereich des geistigen Eigentums hervor, die Europol und die EUIPO am 12. Juni 2019 veröffentlicht haben.

Der Bericht “New Europol/EUIPO Threat Assessment Report” betont auch, dass, obwohl die Mehrheit der Fälschungen auf dem EU-Markt außerhalb Europas hergestellt wird, die Fertigung innerhalb Europas ein zunehmender Trend ist.

Die Bedrohungsanalyse, die auf der Grundlage EU-weiter Daten und strategischer Erkenntnisse durchgeführt wird, betont auch, dass neben den traditionellen Kategorien gefälschter Kleidung, Schuhe und Luxusgüter ein zunehmender Handel mit gefälschten Produkten stattfindet, die für die menschliche Gesundheit potenziell gefährlich sind. So scheint beispielsweise der Handel mit gefälschten Arzneimitteln zur Behandlung schwerer Krankheiten zu zunehmen. Neuer Bericht von EUIPO und Europol weiterlesen

Neuer EUIPO-Statusbericht

Der von der EUIPO neu herausgegebene „Statusbericht über Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums“ bietet einen Überblick über die Forschungsarbeit der Beobachtungsstelle und ihre wichtigsten Aktivitäten.
Darüber hinaus enthält der Statusbericht eine für das Jahr 2019 aktualisierte Version der zentralen Studie zur Schätzung des Anteils nachgeahmter und unerlaubt hergestellter Waren am internationalen Handel.
https://euipo.europa.eu/ohimportal/de/web/observatory/status-reports-on-ip-infringement

Entwicklungen im Handel mit gefälschten Produkten

Eine neue Studie von OECD und EUIPO befasst sich mit einer aktualisierten quantitativen Analyse des Wertes, Umfangs und Ausmaßes des Welthandels mit nachgeahmten und unerlaubt hergestellten Waren.
Zwischen 2013 und 2016 nahm der Anteil nachgeahmter und unerlaubt hergestellter Waren am Welthandel ganz erheblich zu. Hinzu kam, dass dieser Anstieg in einer Zeit verzeichnet wurde, in der der Welthandel insgesamt vergleichsweise rückläufig war.
Somit ist die Intensität der Produkt- und Markenpiraterie im Ansteigen begriffen, was mit einem erheblichen potenziellen Risiko für geistiges Eigentum in der wissensbasierten, offenen und globalisierten Wirtschaft verbunden ist.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • 2016 könnte sich der Umfang des internationalen Handels von nachgeahmten und unerlaubt hergestellten Waren auf 509 Mio. US-Dollar (460 Mrd. EUR) belaufen. Dies entspricht einem Anteil am Welthandel von bis zu 3,3 %.
  • Die Vorgängerstudie der OECD und des EUIPO, die nach derselben Methodik erstellt wurde, gelangte zu dem Schluss, dass schätzungsweise bis zu 2,5 % des Welthandels 2013 auf nachgeahmte und unerlaubt hergestellte Waren entfielen, dies entspricht einem Wert von bis zu 461 Mrd. US-Dollar (338 Mrd. EUR).
  • 2016 beliefen sich die Einfuhren von nachgeahmten und unerlaubt hergestellten Waren in die EU auf sage und schreibe 121 Mrd. EUR (134 Mrd. US-Dollar), dies entspricht einem Anteil an den EU-Einfuhren von bis zu 6,8 % gegenüber von 5 % im Jahr 2013.
  • Am stärksten von Nachahmung und Produktpiraterie betroffen sind nach wie vor Unternehmen und Betriebe, die vornehmlich in OECD-Ländern wie den USA, Frankreich, Italien, der Schweiz, Deutschland, Japan, Korea und im Vereinigten Königreich angesiedelt sind.
    Allerdings wird auch eine wachsende Zahl von Unternehmen, die in ertragsstarken Wirtschaften außerhalb der EU, wie Singapur und Hongkong, angesiedelt sind, zur Zielscheibe.

Der Bericht stützt sich auf Daten aus fast einer halben Million Zollbeschlagnahmen internationaler Vollzugsbehörden, darunter die Weltzollorganisation, die Generaldirektion Steuern und Zollunion der Europäischen Kommission und das Ministerium für Innere Sicherheit der Vereinigten Staaten. Das Datenmaterial besteht aus Daten, die von Zollbediensteten erhoben und verarbeitet wurden.

Zum vollständige Bericht:
https://euipo.europa.eu/ohimportal/de/web/observatory/trends-in-trade-in-counterfeit-and-pirated-goods

EUIPO-OECD-Studie: Rolle von kleinen Paketen im Handel mit Produktfälschungen

Eine neue Studie zeigt, dass mehr als sechs von zehn Zollbeschlagnahmungen von gefälschten oder nachgeahmten Waren aus kleinen Paketen bestehen, die über Post- oder Kurierdienste versendet werden.
Die von der EUIPO und der OECD durchgeführten Untersuchungen zeigen, dass große Containersendungen zwar volumen- und wertmäßig den größten Anteil am gefälschten Verkehr ausmachen, die Zollbehörden aber zunehmend Päckchensendungen von gefälschten und raubkopierten Waren beschlagnahmen.
Der Bericht zeigt, dass diese Kleinsendungen in der Regel in Paketen von 10 Stück oder weniger erfolgen und dass praktisch alle Industriezweige von Kleinsendungen betroffen sind, wenn auch in unterschiedlichem Maße.
https://euipo.europa.eu/ohimportal/de/news?p_p_id=csnews_WAR_csnewsportlet&p_p_lifecycle=0&p_p_state=normal&p_p_mode=view&p_p_col_id=column-1&p_p_col_count=2&journalId=4879650&journalRelatedId=manual/

Studie zur Malware auf Piraterieseiten

Das EU-Intellectual Property Office (EUIPO) hat eine umfangreiche Studie über Malware und „potenziell unerwünschte Programme“ veröffentlicht, die über Piratenseiten verbreitetet werden.
Letztendlich wurden diese auf fast 8 % der Webseiten gefunden. Die Funde wurden zudem nach Gefährdungsstufen klassifiziert. Wie gefährlich die Bedrohung wirklich ist, hängt aber auch wesentlich von den technischen Schutzmaßnahmen des Nutzers und seinem Verhalten ab.

https://euipo.europa.eu/ohimportal/de/web/observatory/news?p_p_id=csnews_WAR_csnewsportlet&p_p_lifecycle=0&p_p_state=normal&p_p_mode=view&p_p_col_id=column-1&p_p_col_count=2&journalId=4742725&journalRelatedId=manual/

EUIPO legt Studie zur Rechtsdurchsetzung vor

Die Verletzung von Rechten an geistigem Eigentum, insbesondere im Online-Umfeld, nimmt nicht nur an Umfang, sondern auch an Komplexität zu. Um solchen Rechtsverletzungen entgegenzuwirken, stehen in den Mitgliedstaaten verschiedene Rechtsinstrumente zur Verfügung, die entweder normalerweise in der physischen Welt angewendet werden oder speziell auf das Online-Umfeld ausgerichtet sind.

Mit der aktuellen Studie “Study on legislative measures related to online IPR infringements” versucht die EUIPO einen sektorübergreifenden Überblick über die rechtlichen Möglichkeiten zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums im Internet zu geben. Dabei werden zivilrechtliche, administrative und strafrechtliche Durchsetzungsmaßnahmen betrachtet.

https://euipo.europa.eu/ohimportal/de/web/observatory/news?p_p_id=csnews_WAR_csnewsportlet&p_p_lifecycle=0&p_p_state=normal&p_p_mode=view&p_p_col_id=column-1&p_p_col_count=2&journalId=4734588&journalRelatedId=manual/

EUIPO: Produktfälschungen kosten 60 Mrd. Euro und 434.00 Arbeitsplätze

Nach aktuellen Untersuchungen des Amtes der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) entgehen 13 Wirtschaftszweigen durch betrügerische Nachahmungen jährlich Einnahmen in Höhe von 60 Mrd. EUR.
Da die rechtmäßigen Hersteller aufgrund des Angebots an gefälschten Produkten weniger produzieren und entsprechend weniger Arbeitskräfte beschäftigen, gehen in diesen Branchen somit außerdem 434 000 Arbeitsplätze unmittelbar verloren.
Nach den Schätzungen des Berichts belaufen sich die Verluste aufgrund von betrügerischer Nachahmung in den 13 Wirtschaftszweigen auf 5,9 % der jährlich in Deutschland erwirtschafteten, direkten Umsätze. Dies entspricht einem jährlichen Wert von etwa 8,3 Mrd. EUR oder 103 EUR pro Einwohner Deutschlands.
Die Untersuchung erstreckte sich auf die folgenden 13 Wirtschaftszweige: Kosmetika und Körperpflegeprodukte, Bekleidungsstücke, Schuhware und Accessoires, Sportartikel, Spielzeug und Spiele, Schmuckwaren und Uhren, Taschen und Koffer, bespielte Tonträger, Spirituosen und Wein, pharmazeutische Erzeugnisse, Pestizide, Smartphones, Batterien und Reifen.
Außerdem enthält der Bericht einen Überblick über die Maßnahmen nationaler, regionaler und internationaler Stellen, mit denen gegen Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums vorgegangen wird.

Pressemitteilung
https://euipo.europa.eu/tunnel-web/secure/webdav/guest/document_library/observatory/docs/Press_releases/Spring_campaign_Press_release_final_DE_Germany.pdf

Bericht über: https://euipo.europa.eu/ohimportal/de/news/-/action/view/4542115

OECD und EUIPO veröffentlichen Studie

Eine Studie von EUIPO und der OECD befasst sich mit den Herkunftsländern und den wichtigsten Transportwegen für Produktfälschungen:

Quelle: https://twitter.com/OECDgov/status/878151555287056384

Die komplette Studie „Mapping the Real Routes of Trade in Fake Goods“ findet sich unter
https://euipo.europa.eu/tunnel-web/secure/webdav/guest/document_library/observatory/documents/reports/Mapping_the_Real_Routes_of_Trade_in_Fake_Goods_en.pdf

https://twitter.com/OECDgov/status/878151555287056384