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Großbritannien: IP CRIME AND ENFORCEMENT REPORT 2018-19

Der aktuelle “IP CRIME AND ENFORCEMENT REPORT 2018-19” gibt einen breiten Überblick über die Tätigkeiten diverser Organisationen gegen Markenfälschungen und Piraterie. Nachfolgend einige „Highlights“ aus dem Bericht:

Schäden
„Zahlen der britischen Regierung zeigen, dass der jährliche Verlust für die britische Wirtschaft durch Fälschungen und Piraterie 9 Milliarden Pfund und 80.500 Arbeitsplätze pro Jahr beträgt.“
(PIPCU, Seite 54)

Host Provider
Weiterhin liegen die meisten illegalen Inhalte bei Rechenzentren in der EU. Die dazu veröffentlichte Grafik fasst die Herkunftsländer von illegalen Streams und die Empfängerländer von Take-Down-Hinweisen zusammen (Seite 63):


Fact: Zahlen eines illegalen IPTV-Dienstes

Fact berichtet, dass illegale IPTV-Dienste immer professioneller werden und sogar hauptamtliche Kundendienstteams bezahlen, um auf Anfragen und Beschwerden von Kunden auf der ganzen Welt zu reagieren.
Im Rahmen einer 2017 gestarteten Untersuchung eines illegalen Premium-IPTV-Dienstes wurden im Vereinigten Königreich sieben Personen festgenommen. Die Analyse forensischer und finanzieller Daten führte zur Identifizierung von sechs weiteren wichtigen Verdächtigen. Die umfangreiche Untersuchung hat Korruption und Geldwäsche aufgedeckt und auch das Wissen von FACT über die Infrastruktur, die von Kriminellen für den Betrieb eines illegalen IPTV-Dienstes genutzt wird, erweitert: Großbritannien: IP CRIME AND ENFORCEMENT REPORT 2018-19 weiterlesen

USA: 4 Mio. US$ aus Filmpiraterie beschlagnahmt

Die Regierung der Vereinigten Staaten hat im Rahmen einer Untersuchung zur Piraterie mit Filmen und Fernsehsendungen, die von Homeland Security Investigations und dem MPAA durchgeführt wurde, vier Millionen US$ an Bargeld und Kryptowährungen sichergestellt.
Diese hatte der Betreiber seit 2014 über seine kostenpflichtigen Streamingseiten (Noobroom.com, Noobroom7.com etc.) generiert.
Die von einem Bezirksgericht in Oregon entschiedene Beschlagnahme erfolgte, wegen Verschwörung zur Begehung von Urheberrechtsverletzungen und Geldwäsche.
Insbesondere das benutzte PayPal-Konto hat wohl zur Entdeckung des Täters beigetragen. Weitere Details zu den Zahlungsvorgängen im Artikel von Torrentfreak:
https://torrentfreak.com/us-govt-seizes-millions-in-cash-crypto-in-movie-piracy-case-190514/

Großbritannien: Hohe Haftstrafen wegen illegaler Verbreitung von Sport-Streams

Drei Betreiber eines Piraterie Streamingangebots wurden vom Warwick Crown Court wegen Betrugs zu insgesamt 17 Jahren Haft verurteilt.
Unter den Namen Dreambox, Dreambox TV Limited und Digital Switchover Limited hatten die drei Männer über die Webseiten dreamboxtv.co.uk und yourfootie.com mehr als 1.000 Pubs, Clubs und Privatpersonen in ganz England und Wales illegalen Zugang zum Fußball der Premier League ermöglicht. Zudem hatten sie Dritte beauftragt, illegale Streams herzustellen.
Die Verurteilten hatten durch ihre illegalen Aktivitäten mehr als 5 Millionen Pfund verdient.
https://www.fact-uk.org.uk/three-sellers-of-illegal-streaming-devices-jailed-for-a-total-of-17-years-for-defrauding-premier-league/

LG Lüneburg: iStreams – Bewährungsstrafen und Schadensersatz

Im Lüneburger Prozess um gehacktes Pay-TV sind drei der vier Angeklagten wegen bandenmäßigen Computerbetrugs zu Haftstrafen zwischen acht Monaten und zwei Jahren verurteilt worden. Die 4. große Jugendkammer des Landgerichts setzte die Strafen am Dienstag zur Bewährung aus. Einer der angeklagten jungen Männer bekam eine Verwarnung.
Vorausgegangen war eine Absprache zwischen den Prozessbeteiligten. Im Rahmen eines Täter-Opfer-Ausgleichs wurden Schadenersatzzahlungen von insgesamt 150.000 Euro vereinbart. Allein auf die beiden Hauptangeklagten entfallen davon jeweils 70.000 Euro.

Die Angeklagten hatten über das selbst eingerichtete Internetportal iStreams.to zwischen Oktober 2011 und Februar 2016 illegale Streamingdienste angeboten. Dabei sollen sie das Signal von Sky geknackt und dann günstiger unverschlüsselt angeboten haben. Rund 7.400 Internetnutzer griffen laut Staatsanwaltschaft zu und buchten insgesamt mehr als 20.000 Streaming-Pakete.
Laut Staatsanwaltschaft sollen die Angeklagten rund 250.000 Euro vereinnahmt haben, die Kammer ging am Ende von einem niedrigeren Betrag aus.
Sky hatte den Schaden durch entgangene Abonnements vor Prozessbeginn auf mehr als 3,1 Millionen Euro beziffert.

https://meedia.de/newsline-detail/sky-bewaehrungsstrafen-im-prozess-um-computerbetrug-mit-guenstigem-pay-tv/

Polen: Polizei schaltet Pirat Streaming TV ab

Die polnische Polizei hat einen Piraterie TV-Streamingdienst abgeschaltet und drei Männer festgenommen. Der Dienst hatte mehr als 160 Fernsehkanäle angeboten. Kunden konnten diese zunächst kostenlos nutzen und mussten später Abos abschließen, die den Betreibern rund 840.000 Euro einbrachten.
Ein Dutzend Computer, neun Server, Decoder und mehr als 60 Speichergeräte wurden beschlagnahmt.

https://torrentfreak.com/police-shut-down-pirate-streaming-tv-provider-three-men-arrested-180120/

Europol Operation gegen illegales IPTV

Eine von Europol geführte Operation, an der Polizeikräfte aus Zypern, Griechenland, Bulgarien und den Niederlanden beteiligt waren, hatte einen der größten illegalen IPTV-Sender der Welt zum Ziel. Neben neun Razzien wurden in Zypern drei Personen verhaftet.
Die Auslieferung der Streams vom Hauptservers in Bulgarien wurde über verschiedene Frontserver, die sich u.a. in den Niederlanden befanden, verdeckt. Der Dienst soll 500.000 Abonnenten weltweit gehabt haben und einen Jahresumsatz von rund fünf Millionen Euro erwirtschaftet haben.

https://torrentfreak.com/europol-hits-huge-500000-subscriber-pirate-iptv-operation-180111/

USA: Werbeinnahmen müssen an Rechteinhaber überwiesen werden

Ein Bundesgericht in Florida hat ein Versäumnisurteil gegen mehr als zwei Dutzend relativ kleine Piratenseiten wegen Marken- und Urheberrechtsverletzungen gefällt. Danach erhält der Medienkonzern ABS-CBN das Eigentum an den Domainnamen und die zuvor beschlagnahmten Werbeeinnahmen der Webseiten.

Die betreffenden Piraterieseiten nutzten Werbung von bekannten Netzwerken wie Google Adsense, MGID, Popads, AdsKeeper oder Bidvertiser. Keines dieser Unternehmen soll sich gegen die Sicherstellung der Gelder gewehrt haben.

https://torrentfreak.com/media-giant-can-keep-seized-ad-revenue-from-pirate-sites-180109/

Frankreich: Pirateriestreamingdienst geschlossen

Die französische Anti-Piraterie-Gruppe ALPA hat mit der Polizei in Südfrankreich den Piraterie-Dienst ARTV geschlossen und den 16jährigen Betreiber festgenommen.
Dieser warnt auf YouTube nun eventuelle Nachahmer:
https://youtu.be/xVTvSfT1uvU

Die ARTV-Website und die dazugehörige Android-Applikation boten 176 Kanäle von Canal +, M6, TF1 Group, France Télévision Group, Paramount, Disney und FOX an.
Die seit April bestehende ARTV.watch-Website hatte inzwischen 800.000 registrierte Nutzer und monatlich rund 3.000 Euro Werbeeinnahmen.
Dem Teenager drohen nun bis zu drei Jahren Gefängnis und eine Geldstrafe von 300.000 Euro.

https://torrentfreak.com/16-year-old-boy-arrested-for-running-pirate-tv-service-171211/

https://youtu.be/xVTvSfT1uvU

Heimliches Mining bei weitere Piraterieportalen

Test im Auftrag von Tarnkappe zeigen, dass auch beim Besuch der Streamingseiten KinoX.to und Movie4k.to die Prozessorlast um bis zu 43 Prozent steigt. Beide Seiten minen offenbar mittels des JavaScript Miners heimlich die neue Krypto-Währung Monero.

Laut Torrentfreak wird das gleich Script wird bei Alluc eingesetzt.

https://tarnkappe.info/javascript-miner-movie4k-kinox-missbrauchen-heimlich-nutzer-pcs/

https://torrentfreak.com/are-cryptocurrency-miners-the-future-for-pirate-sites-170921/