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Jenseits von Cloudflare: Datacenter für Raubkopien – The hall of shame

Im Februar hat dieser Blog die Bedeutung von Cloudflare für die Internetpiraterie dargestellt.

Basis waren die TOP 5.000 der noch existierenden urheberrechtsverletzenden Seiten des Google-Transparency-Reports. Diese beinhalten mehr als 2,9 Mrd. Meldungen zur Löschung aus dem Google-Suchindex, welche wiederum 79% aller gemeldeten URLs ausmachten.
Von diesen 5.000 Domains wurden diejenigen abgezogen, die bei Firmen wie Team Internet, Sedo oder GoDaddy geparkt sind. Diese Domains existieren zwar noch, werden aber aktuell nicht für Urheberrechtsverletzungen genutzt.

Es verblieben noch 3.645 Domains. Von diesen 3.645 rechtsverletzenden Seiten liefen 41,9 % über Cloudflare. Sie sind ihrerseits für 44,7 % der bei Google gemeldeten Urheberrechtsverletzungen verantwortlich.
Wo aber liegen die anderen 58,1 % der Seiten oder 55,3 % der rechtsverletzenden Dateien? Dies wird nachfolgend genauer untersucht.

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Beschwerdestellen dokumentieren unerträgliche Löschverweigerung der Internetwirtschaft

Die Jahresberichte 2018 der Beschwerdestelle von eco und der FSM informieren auch in diesem Jahr wieder über die bearbeiteten Fälle.
Im Bereich des sexuellen Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung Minderjähriger hat die eco Beschwerdestelle 2.509 Beschwerden anerkannt. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Kinderpornografie; fast 11 % sind Jugendpornographie, Posendarstellungen dagegen die Ausnahme.

Dabei bilden die 2.509 Beschwerden allerdings nicht das ganze Problem ab. Die FSM verweist auf weitere 1.069 Beschwerden, die als Missbrauchsdarstellungen von Kindern und Jugendlichen anerkannt wurden. Das BKA führte für 2017 insgesamt 5.977 Meldungen auf. Im deutlich kleineren Österreich hat die Meldestelle Stopline 2018 insgesamt sogar 2.844 als sexuellen Missbrauchs eingestufte Meldungen der Bürger bearbeitet.

Löschen dauert
Wie in der Vergangenheit informiert der Jahresbericht der eco Beschwerdestelle auch über die Dauer bis zur Löschung der Inhalte. Beschwerdestellen dokumentieren unerträgliche Löschverweigerung der Internetwirtschaft weiterlesen

Kryptomining: Coinhive gibt auf

Der oft als Kryptojacker genutzte Dienst Coinhive gibt auf. Es lohnt sich angeblich nicht mehr.
Etwa zeitgleich hat der Verband Eco Regeln für solche Geschäftsmodelle veröffentlicht: Transparenz, Opt-In und Abbruchsmöglichkeit.
Die Coinhive-Betreiber waren mit einem solchen legal genutzten Geschäftsmodel aber nicht erfolgreich.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Schluss-mit-Krypto-Mining-im-Browser-Coinhive-stellt-Betrieb-ein-4322936.html

https://www.heise.de/newsticker/meldung/eco-Verband-stellt-Regeln-fuer-akzeptables-Krypto-Mining-im-Browser-auf-4323230.html

Cloudflare – The bad, the worse and the ugly?

In den USA kündigt sich der Börsengang eines großen Technologieunternehmens an. Cloudflare aus San Francisco will im ersten Halbjahr mit der Unterstützung der Investmentbank Goldman Sachs an der Börse fast 3,5 Mrd. Dollar einsammeln.

Es liegen allerdings schwere Schatten über Cloudflare. Die Bandbreite seiner Kunden reicht nämlich von Kreditkartenbetrügern und Spammern über Seiten, die Urheberrechtsverletzungen als Geschäftsmodell betreiben, bis hin zu Terrorseiten.
Sogar US Embargos werden unterlaufen. Cloudflare – The bad, the worse and the ugly? weiterlesen

Cloudflare: The bad, the worse and the ugly?

In the US, a large technology company is about to go public. Cloudflare, a San Francisco-based company, wants to collect nearly $3.5 billion on the stock exchange in the first half of the year with the support of the investment bank Goldman Sachs. But there are dark shadows over Cloudflare. The spectrum of its customers ranges from credit card fraudsters and spammers, to sites that engage in copyright infringement as a business model, to terrorist sites. Even US embargos are undermined. Cloudflare: The bad, the worse and the ugly? weiterlesen

Studie zu Pirateriehostern und deren Datacentern

Britische Forscher haben in 2017 die „symbiotische Beziehung“ von Piraterieportalen und Hostern untersucht. 33 Hoster für drei in Großbritannien wichtigen Piraterieportalseiten wurden untersucht. Dabei zeigte sich, dass 15 der Hoster mit insgesamt 58% der Videos bei nur zwei Datacentern/Rechenzentren lagen, nämlich auf Servern von M247 in Rumänien und von Cogent/LeaseWeb in den Niederlanden.

Die Untersuchung zu den Löschzeiten ist aufgrund methodischer Gegebenheiten nur bezüglich einer Monatsfrist aussagekräftig:
• Openload.co, Estream.to und Streamin.to haben 25 % der gemeldeten Rechtsverletzungen nicht binnen eines Monats entfernt.
• Bei Vidzi.tv und TheVideo.me wurden sogar 70 % der gemeldeten Videos nicht binnen eines Monats gelöscht.

Darüber hinaus entwickeln die Forscher verschiedene Methodiken, um weitere Zusammenhänge der Angebote zu ermitteln.

https://qmro.qmul.ac.uk/xmlui/handle/123456789/36524

Ergänzung:
Auffallend ist, dass auch bei dieser Studie festgestellt werden muss, dass die wichtigsten Datacenter/Rechenzentren für die Verbreitung illegaler Inhalte Mitglied bei eco, dem Verband der Internetwirtschaft sind.

Vgl.:
http://webschauder.de/eco-internetverband-auch-fuer-piraterie-dienstleister/

http://webschauder.de/spielfilme-2014-wieder-dominiert-illegal-50-des-angebots-ueber-eco-mitglieder/

ECO dokumentiert Löschversagen

Der Verband der Internetwirtschaft, Eco, glaubt immer noch an die Ideologie „Löschen statt Sperren“.
Obwohl die Löschung bei 22 % aller Fälle versagt, behauptet Eco im Jahresbericht der Beschwerdestelle: „Die Selbstregulierungsmechanismen der Internetwirtschaft zur Bekämpfung unerwünschter und rechtswidriger Inhalte im Internet funktionieren auf nationaler und internationaler Ebene sehr gut.“

Noch katastrophaler sind die Ergebnisse, wenn man Löschzeiten berücksichtigt. Über 30 Prozent aller deutschen Fälle von Kinderpornographie werden nicht binnen 2 Tagen gelöscht. Bei Fällen von Kinderpornographie im Ausland werden über 25 Prozent nicht binnen einer Woche gelöscht.

https://www.eco.de/wp-content/blogs.dir/20170228_jahresbericht_beschwerdestelle_deutsche-version_fin.pdf

Usenet inzwischen wichtig(st)er Verbreitungsweg für Kinderpornographie

Nach einem Bericht von eco ist die Anzahl der Meldungen von Kinder- und Jugendpornographie stark gestiegen. Im ersten Halbjahr 2016 gab es mit 27.604 Meldungen fast so viele Meldungen wie im Jahr 2015 (30.433). (In den Meldungen sind auch 3 % Posingdarstellungen.)
Diese Inhalte machen mit einem Anteil von 75% auch den Großteil aller berechtigten Beschwerden aus (Vorjahr 87%).

Dabei wird deutlich, dass das Usenet inzwischen zu dem Verbreitungsweg geworden ist, bei die meisten Beschwerden erfolgen. 94,8 % der Meldungen beziehen sich auf das Usenet (Vorjahr 93,6%). Zweitwichtigster Verbreitungsweg sind Internetseiten (www) mit 3,8% der Meldungen (Vorjahr 5,6 %).

Eco, Internetverband auch für Piraterie Dienstleister

Eco, nach eigenen Angaben der größte europäische Verband für die Internetwirtschaft, kämpft vehement gegen jegliche rechtliche Verantwortung der Internetprovider. Wer in die Mitgliederliste schaut, weiß wieso. Zu den eco-Mitgliedern gehören die wichtigsten Dienstleister der Piraterie:

  • Cloudflare (auch crimeflare genannt), USA: Content Delivery Network über welches beispielsweise 9 der Top 10 Portale für Sharehoster laufen.
  • Cyando, Schweiz: Betreiber des wohl wichtigsten Sharehostingangebots Uploaded, leistet laut Landgericht München Beihilfe bei Urheberrechtsverletzungen.
  • Dancom, Belize: Content-Delivers Network / Hoster für das wichtigste Videohosterportal bs.to.
  • OVH, Frankreich: Hier liegen drei der 10 wichtigsten Sharehoster, nämlich Zippyshare.com, filer.net und megacache.net.
  • Voxility, Rumänien: Hoster für den wichtigsten Videohoster streamcloud.eu.
  • M247, Großbritannien: Über aus breites Angebot mit Top 5 Sharehosterportal movie-blog.org, Top 10 Videohostern thevideo.me und openload.co sowie PromptFile.com und VidBull.com.
  • Leaseweb, Niederlande: Hoster für den Top 5 Videohoster shared.sx.

Dazu kommen weitere Mitglieder die piraterienahen Hostern Speicherplatz und Internetanbindung ermöglichen, zum Beispiel:

  • Akami mit cyberlocker.ch und UltraMegabit.com.
  • Hetzner GmbH mit fileshark.pl.
  • Link11 mit easybytez.com.
  • Nforce mit uploadable.ch und FileParadox.in.
  • Plusserver mit Uploadbaz.com.
  • Serverius mit OzOfiles.com.

Eco, an association with quite a few piracy providers

Eco, the largest Internet industry association in Europe, stands for free Internet and liability exemptions for Internet providers. Why?
All you have to do is take a look into their membership list and you will find a great deal of acquaintances who distribute pirated movies to customers in Germany and other markets:

  • Cloudflare (also called crimeflare), USA: Content delivery network which is used by 9 out of the top 10 portals for file-hosters.
  • Cyando, Switzerland: Owner of the most important filehoster Uploaded. According to the regional Court of Munich, Uploaded is aiding and abetting copyright infringers.
  • Dancom, Belize: Content delivery network / data center for the most important portal for videohosting (bs.to).
  • OVH, France: Data center for 3 of the 10 most important filehosters (zippyshare.com, filer.net and megacache.net).
  • Voxility, Romania: Data center for the most important videohoster streamcloud.eu.
  • M247, UK: Data center for movie-blog.org, a top 5 filehoster portal and thevideo.me a top 10 videohoster and other videohosters such as openload.co, promptfile.com and vidbull.com.
  • Leaseweb, Netherland: Data center for the top 5 videohoster shared.sx.

Additionally there are other members, who offer dataspace and Internet connection for hosters with thousands of copyright infringing movies, e.g.:

  • Akami with cyberlocker.ch and ultramegabit.com.
  • Hetzner with fileshark.pl.
  • Link11 with easybytez.com.
  • Nforce with uploadable.ch and fileparadox.in.
  • Plusserver with uploadbaz.com.
  • Serverius with OzOfiles.com.

Eco vertritt Pirateriedienstleister – Eco-Vorschläge zur Bekämpfung der Piraterie in Bundestagsantrag

Im Entschließungsantrag zur Änderung des Telemediengesetzes hat der Gesetzgeber eine Formulierung aufgenommen, die ursprünglich aus einem Gutachten für eco stammt. In diesem Verband sind wesentliche Dienstleister der Piraterie organisiert, wie zum Beispiel das Content Delivery Network Cloudflare oder Hostinganbieter Cyando, OVH, M247, Hetzner oder Link11.
Diese können nun statt der im Koalitionsvertrag vorgesehenen stärkeren Haftung weiterhin Urheberrechtsverletzern ihre Dienste anbieten, bis sie es verboten bekommen. Auch mit der von eco vorgeschlagenen Regelung könnten Sie die Gewinne aus Pirateriedienstleistungen behalten und müssten nicht für die angerichteten Schäden aufkommen.

Den kompletten Beitrag inklusive weiterer Beispiele von eco-Mitgliedern, die tief im Pirateriegeschäft verstrickt sind, finden Sie bei Blickpunkt Film: http://www.mediabiz.de/video/news/gastkommentar-lobbyerfolg-fuer-pirateriedienstleister/408304

Cloudflare ermöglicht Umgehung britischer Sperren

Mehrere in Großbritannien per Gerichtsbeschluss gesperrte Seiten sind wohl wieder erreichbar. Der Betreiber eines Pirate Bay Proxys erklärt dies auf Torrentfreak folgendermaßen:
“I believe it’s because of how CloudFlare works, Simply put when you enable HTTPS Strict on CloudFlare they remove the HTTP Header from the request during HTTPS Connections, thus when they try to inspect the header to a list of ‘banned’ websites it won’t register,”

Eco-Mitglied Cloudflare ist für seinen lockeren Umgang mit Sicherheitszertifikaten bekannt, so schreibt PSW
„CloudFlare ist nicht der einzige Service, der Cyberkriminellen geradezu einlädt – wenngleich es bei anderen Anbietern ein wenig komplizierter wird, da die Registrierung umfangreicher ausfällt.“

http://torrentfreak.com/secure-pirate-bay-unblocked-by-most-uk-isps-150316/

www.psw-group.de/blog/cloudflare-ssl-zertifikate-fuer-phishing-missbraucht/1810

www.eco.de/2014/mitglieder/cloudflare-inc.html

Vgl. auch: www.crimeflare.com/cfssl.html