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Ermittlungen wegen widerrechtlicher Verbreitung von E-Books

CounterFights Anti-Piracy informiert, dass wegen der widerrechtlichen gewerblichen Verwertung von E-Books Hausdurchsuchungen gegen Beschuldigte in Deutschland und Österreich durchgeführt wurden. Den Tatverdächtigen wird vorgeworfen, über zehntausend E-Books von belletristischen Werken widerrechtlich verbreitet zu haben. Die E-Book Kopien wurden über die Filehoster uploaded.net, rapidgator.net und share-online.biz zum Herunterladen zur Verfügung gestellt. Die Tatverdächtigen haben mittels der Vergütungen aus Partnerprogrammen mutmaßlich bis zu mehrere Tausend Euro monatlich verdient.

Am 29. Oktober 2019 wurde eine Hausdurchsuchung bei einem Beschuldigten in Wien durchgeführt.

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Lul.to – Ermittlungen beendet – Anklage erhoben

Nach Informationen des BR wurde jetzt Anklage gegen die drei Betreiber der im Juni 2017 geschlossenen illegalen Downloadseite „Lul.to“ erhoben.
Den Angeklagten wird vorgeworfen, von 2013 bis 2017 die illegale Plattform „Lesen und Lauschen“ (LuL.to) betrieben zu haben, auf der E-Books und Hörbücher für Centbeträge verkauft wurden.
Laut Staatsanwaltschaft geht es um 35.569 Fälle des gewerbs- und bandenmäßigen Computerbetrugs sowie 144.871 Fälle der gewerbsmäßigen unerlaubten Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke.
Bei Hausdurchsuchungen wurden mehr als zwölf Millionen Euro sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die hohen Einnahmen auch aus dem Betrieb von „Hansa Market“, dem damals zweitgrößten illegalen Darknet-Handelsplatz stammen.

BREIN schließt Facebook-Gruppe für illegale E-Books

Brein hat eine geschlossene Facebook-Gruppe zur Aufgabe gezwungen, in der mehr als 3.000 Mitglieder über 8.000 E-Books zum Download zur Verfügung stellten.
Aufgrund der gesammelten Beweise erhielt BREIN einen ex parte Gerichtsbeschluss. Daraufhin unterschrieben die vier Administratoren Unterlassungserklärungen, die sie zudem zu Strafzahlungen verpflichteten, die inzwischen zu Zahlungen von mehr als 6.000 Euro führten.
https://stichtingbrein.nl/brein-rolt-geheim-facebook-genootschap-op/

Polizei nimmt das illegale E-Book-Portal lul.to vom Netz

Die Zentralstelle Cybercrime Bayern und das sächsische CyberCrimeCompetenceCenter haben die Domain www.LuL.to übernommen und gesperrt.

LuL.to“ war ein großes illegales Online-Portal für E-Books, Hörbücher sowie Zeitungen und Zeitschriften, die dort für wenige Cent an mehr als 30.000 Kunden verkauft wurden.

Das Angebot auf der Internetseite www.LuL.to umfasste mehr als 200.000 Titel, darunter alleine ca. 160.000 deutschsprachige E-Books und 28.000 Hörbücher.

Gegen drei Beschuldigte konnten Haftbefehle vollzogen werden. Sie befinden sich in Untersuchungshaft. Sichergestellt wurden u.a. 24 Bitcoins (ca. 55.000 Euro), rund 100.000 Euro Bankguthaben, ca. 10.000 Euro Bargeld sowie ein hochwertiges Motorrad. Die umfangreichen Ermittlungen dauern an.

Die GVU hatte im Februar 2015 gegen die Betreiber dieses Portals Strafantrag gestellt und das Verfahren unterstützt.

https://www.justiz.bayern.de/sta/staolg/ba/presse/archiv/2017/05808/index.php

http://www.gvu.de/breaking-news-lul-to-ist-down/3531

Großbritannien: Illegale Sportstreaming- und E-Book-Angebote gesperrt

Der britische High Court hat sechs britische Zugangsprovider dazu verpflichtet, drei illegale Sportstreaming-Angebote zu sperren. Antragsteller waren der englische Fußballverband sowie die Vertreter der Premier League.
Zu einer der Seiten lag auch eine Beschwerde bei der  Registrierungsstelle für „.eu“-Domains (EURid) vor. Trotz der Rechtsverstöße hat EURid die Seite aber wieder freigegeben.

Bereits einige Tage vor den Sperrungsverfügungen in Sachen Sportstreaming waren die Provider gerichtlich dazu verpflichtet worden, sieben illegale E-Book-Angebote zu sperren. Antragsteller in diesem Fall war der britische Verlegerverband.

http://torrentfreak.com/uk-piracy-blocklist-expands-with-sports-streaming-sites-150531/

http://torrentfreak.com/high-court-orders-uk-isps-to-block-ebook-sites-150527/

Urteil: Gebrauchtverkauf von E-Books bleibt untersagt

Anbieter von E-Books und Hörbuch-Downloads können in den AGBs den Weiterverkauf dieser Produkte untersagen.
Diese Rechtsprechung des OLG Hamm wurde nun auch vom Verbraucherzentrale Bundesverband anerkannt, der seine Nichtzulassungsbeschwerde vor dem BGH zurückzog. Das Urteil des Oberlandesgerichts Hamm vom Mai 2014 ist somit rechtskräftig. Urteil: Gebrauchtverkauf von E-Books bleibt untersagt weiterlesen

Buchpiraterie: Bezahlung je Titel

Tarnkappe.info vermutet, dass das Buchpiraterieangebot lul.to nun Provisionen für „verkaufte“ Titel anbietet. Der Preis kann dabei wohl vom Uploader, der auch der Autor sein kann, selber festgelegt werden. Angeblich erhält er die Hälfte des „Verkauf“-Preises. Über bitcoins kann die Auszahlung gefahrlos erfolgen. Allerdings werden Preisvorschläge in Höhe des regulären Verkaufspreises abgelehnt.

http://tarnkappe.info/meinung-buchpiraterie-auf-provisionsbasis/

“Uns interessiert die Rechtsauffassung deutscher Verlage nicht.”

Der Berliner Tagesspiegel hat unter dem Titel „Bücher stehlen als Geschäftsmodell“ ein Interview mit einer anonymen Person hinter der illegalen Buch-Plattform boox.to geführt. Großmäulig wurden für das nächste Jahr monatlich über 10 Mio. Downloads prognostiziert.
Nach dem Interview wurde der Dienst kostenpflichtig. Kurz nach einer erneuten Gebührenfälligkeit wurde er im Dezember 2013 eingestellt. Ob wirklich eine Hackerattacke der Grund war oder ob es sich um Abzocke handelte, blieb offen.

Aus Internetreport I / 2014 – April 2014

www.tagesspiegel.de/kultur/internet-piraterie-buecher-stehlen-als-geschaeftsmodell/8690178.html
www.lesen.net/ebook-news/boox-to-und-die-alternativen-die-grosse-abzocke-9792/

Jugendliche: Illegal aber egal?

Der Börsenverein des deutschen Buchhandels hat auf der Leipziger Buchmesse 2010 insgesamt 313 Teilnehmer zwischen 12 und 19 Jahren befragt:

  • 21,9 % der Befragten haben bereits E-Books heruntergeladen, 2/3 geben als Hauptgrund die Kosten an.
  • 86,8 % der Befragten wissen, dass Filesharing unter Umständen verboten ist. Bei denen, die selber Filesharing genutzt haben, liegt der Wert bei 85,1 %.
  • 54,5 % fänden es gut, wenn Filesharer erwischt würden.

Aus Internetreport I / 2011 – Mai 2011

Börsenverein des deutschen Buchhandels, Illegal aber egal
www.boersenverein.de/sixcms/media.php/976/Illegal_aber_egal.pdf