Schlagwort-Archive: Datensicherheit

Hohe Sicherheitsbedenken der Internetnutzer

Nach Angaben der Statistische Bundesamts wurden 39 % der Internetnutzer ab 10 Jahren durch Sicherheitsbedenken davon abgehalten, persönliche Daten in Online-Netzwerke einzustellen.
28 % verzichteten vorsichtshalber auf die Durchführung von Online-Bankgeschäften.
Die Sicherheitsbedenken bezüglich der Weitergabe persönlicher Daten im Netz nahmen mit dem Alter zu.

www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/03/PD16_098_63931.html

Apps: Fast alle sammeln Daten – meist ohne Wissen des Nutzers

Bei einer Untersuchung von 1.211 Apps hat das GPEN (Global Privacy Enforcement Network) festgestellt, dass 75 % aller Apps mindestens einmal auf personenbezogenen Daten zugreifen. 32% wollen den Gerätestandort, 16 % die ID des Gerätes und 9 % lesen sogar die Kontakte des Nutzers aus.

Der Nutzer wird nur in 59 % der Fälle aufgeklärt. Eine nachträgliche Einschränkung des Datenzugriffs ist allenfalls bei Apple iOS möglich.

www.priv.gc.ca/media/nr-c/2014/bg_140910_e.asp

http://de.statista.com/infografik/2702/app-zugriff-auf-geraetefunktionen/

USA: Bundesgericht Speicherort für Durchsuchungsbeschluss unwichtig

Das US-Justizministerium will wegen Drogenermittlungen Daten bei Microsoft einsehen. Die gewünschten Daten sind aber nicht in den USA sondern in Dublin gespeichert. Deshalb hat Microsoft Widerspruch gegen den Durchsuchungsbefehl eingelegt. Diese Beschwerde wurde nun abgewiesen, das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Viviane Reding, hatte dazu festgestellt, der Durchsuchungsbeschluss umgehe “vorhandene formale Prozeduren, die zwischen der EU und den USA vereinbart wurden, wie das gegenseitige Rechtshilfeabkommen.”

www.sueddeutsche.de/digital/us-gerichtsentscheid-microsoft-muss-ermittlern-auch-daten-aus-europa-liefern-1.2072643

www.zdnet.de/88197426/auch-eu-kommission-unterstuetzt-microsoft-im-kampf-gegen-us-durchsuchungsbefehl/

EUGH: Richtlinie über die Vorratsspeicherung von Daten für ungültig

Der EUGH hat sich in seinem aktuellen Urteil zur Vorratsdatenspeicherung mit einer Grundrechtsabwägung beschäftigt. Dabei stellt er fest, dass Vorratsdatenspeicherung den Wesensgehalt der Grundrechte auf Achtung des Privatlebens und auf Schutz personenbezogener Daten nicht antastet, insbesondere da sie keine Kenntnisnahme des Inhalts vorsieht. Zudem gilt ihre Zielsetzung dem Gemeinwohl, nämlich der Bekämpfung schwerer Kriminalität und somit letztlich der öffentlichen Sicherheit.

Der Gerichtshof sieht jedoch den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit nicht gewahrt: EUGH: Richtlinie über die Vorratsspeicherung von Daten für ungültig weiterlesen