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A year later: A review of the campaign against EU copyright reform

More recent findings allow a closer look at the campaigns, their backgrounds and, in particular, the key players in financing them.
About a year ago, the German protests against the reform of EU copyright law began. A group of about 120 demonstrators gathered in front of the Brandenburg Gate, but they had some bad luck with the weather; June 22 was one of the few rainy days in the otherwise very dry German summer of 2018. A year later: A review of the campaign against EU copyright reform weiterlesen

Ein Jahr danach: Ein Rückblick auf die Kampagne gegen die EU-Urheberrechtsreform

Neuere Erkenntnisse erlauben einen genaueren Blick auf die Kampagnen und deren Hintergründe, insbesondere jedoch auf die „Key Player“ der Finanzierung derselben.

Vor etwa einem Jahr nahmen die deutschen Proteste gegen die Reform des EU-Urheberrechts ihren Anfang. Eine Gruppe von etwa 120 Demonstranten versammelte sich seinerzeit vor dem Brandenburger Tor, hatte dabei allerdings etwas Pech mit dem Wetter; der 22. Juni war einer der wenigen Regentage im sonst sehr trockenen Sommer 2018.

Wie in diesem Blog dazu berichtet, gab die Diskrepanz zwischen der Größe dieser und weiterer Demonstrationen und der schieren Masse der im Juli und August 2018 bei den Abgeordneten des EU-Parlaments eingegangenen Mails und Tweets Anlass zu erheblichem Zweifel an der tatsächlichen Größe der mutmaßlichen Protestbewegung. Dass die Proteste an sich einen realen Kern hatten, wurde dabei von niemandem in Frage gestellt – auch nicht durch hier veröffentlichte Beiträge. Viel mehr wurden die seinerzeit benutzen Tools in den Vordergrund gestellt, weil es z. B. keinerlei Verifikationen gab. Ein Ansteuern der Tools mittels automatisierter Scripte war problemlos möglich, eventuell sogar erwünscht.

Dennoch scheinen derartige Fakten für Grünen-Politiker*innen wie Tabea Rössner nur geringe Relevanz zu besitzen – kaum anders lässt sich jedenfalls ihre in einer Debatte im Bundestag am 13.03.2019 geäußerte Feststellung erklären, dass in unseren Beitragen ausschließlich Bots für die Proteste verantwortlich gemacht würden. Ein Jahr danach: Ein Rückblick auf die Kampagne gegen die EU-Urheberrechtsreform weiterlesen

US Tech industry calls on US government to intervene in E.U. political process to allow them to continue to exploit creators

Shortly before the supposedly last trialogue on the copyright reform of the EU, many „stakeholders“ once again took a stand—or at least, a virtual stand largely through websites such as saveyourinternet.eu whose owners and participants remain deliberately cloaked.
While the saveyourinternet.eu site was originally registered by a Belgian Google lobby company in spring 2018, it is now hidden in the registration data of EURID, without a legally valid legal notice, only with the note that it is „managed“ by the organization EDRi. According to the E-Commerce Directive this is not sufficient.

As in the summer of 2018, e-mails to members of parliament are organized there – to whom these are to be written becomes obvious, the „bad“ MEPs are all marked red and so that it is really a pain they listed with telephone numbers (Strasbourg and Brussels). This is public shaming deluxe again.
There are also text suggestions for the mails and, as usual, the creatives, who are the subject of the directive, are not mentioned themselves. The mails can then be sent in blocks of 20 in the bcc directly to all those who, in the opinion of saveyourinternet.eu, are for or against Article 13.

Illustration: Raise Your Voice & Act Against Article 13 at https://saveyourinternet.eu/fi/#Intro

We have already made it clear on WebSchauder that saveyourinternet.eu is directly or indirectly backed by the Tech Giants associations.

But this new mail wave is something like barking up the wrong tree. US Tech industry calls on US government to intervene in E.U. political process to allow them to continue to exploit creators weiterlesen

US-Regierung soll Ausbeutung der Kreativen ermöglichen

Kurz vor dem vermeintlich letzten Trilog zur Urheberrechtsreform der EU haben nochmals viele „Beteiligte“ Stellung bezogen. Teils offen mit klarer Angabe wer dahinter steht, teils mal wieder über Internetseiten wie saveyourinternet.eu, deren Inhaber und Beteiligte nicht offen dargelegt werden.
Nachdem die Seite im Frühjahr 2018 noch von einer belgischen Google Lobbyfirma registriert wurde, ist sie nun in den Registrierungsdaten von EURID verschleiert, ohne rechtsgültiges Impressum, lediglich mit dem Hinweis, dass sie von der Organisation EDRi „gemanged“ wird. Das reicht gemäß der E-Commerce Directive aber nicht aus. Die Richtlinie gilt selbstverständlich auch für Bürgerrechtsorganisationen.

Dort werden wie schon im Sommer 2018 Mails an Abgeordnete organisiert – an wen diese zu schreiben sind, das wird schnell offensichtlich, die „bösen“ MdEP sind alle rot markiert und damit es denen auch richtig weh tut mit Telefonnummer (sicherheitshalber Straßburg und Brüssel) aufgeführt. Das ist also erneut Public Shaming Deluxe. US-Regierung soll Ausbeutung der Kreativen ermöglichen weiterlesen

Nach der Manipulation ist vor der Manipulation

Am 12.09.2018 stimmte das EU Parlament für die Annahmen der EU Copyright Direktive. Der gesamten Sommer 2018 war geprägt von einer massiven Lobbyschlacht bei der die Gegner der Direktive auf das Mittel des asymmetrischen Lobbyings zurückgriffen und die EU Abgeordneten mit Mail-Lawinen und Twitter Stürmen eindeckten und eine Graswurzelbewegung imitierten.
Bereits unmittelbar nach der Abstimmungsniederlage sammelten die Gegner der Direktive ihre Kräfte und beschrieben auch, wie sie den laufenden Trilog, also die Verhandlungen zwischen dem Europarat (den Ländern), der EU Kommission und dem EU Parlaments für sich beeinflussen können.

„Dass das von Google kommt“?
Am 21.09.2018 fand in Berlin die fünfte „Das ist Netzpolitik!“ Konferenz statt. Eine der Rednerinnen war die einzige Abgeordnete der Piraten Partei im EU Parlament, Julia Reda. Sie empfahl auf der Konferenz ihren Anhängern die EU Abgeordneten anzuschreiben:

„Die müssen das Gefühl haben, dass das für ihren Wahlkreis relevant ist. Dann glauben sie auch nicht, dass das von Google kommt.“ Nach der Manipulation ist vor der Manipulation weiterlesen

After the manipulation is before the manipulation

On 12 September 2018, the EU Parliament voted on the proposed Directive on Copyright in the Digital Single Market. The entire summer of 2018 was characterized by a gigantic lobbying assault as the directive’s opponents resorted to the means of asymmetrical lobbying and bombarded EU parliamentarians with avalanches of emails and floods of tweets in a manner resembling the handiwork of a grassroots movement.
Immediately after losing the September vote, the directive’s opponents marshaled their forces to sketch out how they could influence the trilogue process of upcoming negotiations on the legislation between the Council of the European Union (the member states), the EU Commission and the EU Parliament.

“It is coming from Google”?
On 21 September 2018, the fifth “Das ist Netzpolitik!” [“This is net politics!”] conference took place in Berlin. One of the speakers was Julia Reda, the sole representative of the Pirate Party in the EU parliament. At the conference – addressing her supporters and requesting that they write to EU parliamentarians – she said:

“They need to get a sense that this is relevant for their constituencies. Then they won’t believe it is coming from Google.”
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SaveYourIncome – Zum Lobbying von Google, Netflix, Soros & Co.

Um die EU-Urheberrechtsrichtlinie, die nun vom EU-Parlament entschieden wurde, hat es harte Auseinandersetzungen gegeben. Teilweise wurden die Abgeordneten regelrecht mit E-Mails bombardiert. Der Blog WebSchauder hat darüber berichtet und aufgedeckt, wer hinter dem angeblichen Protest der Bürger steht.

Diese aktuelle Kampagne gegen die Richtlinie ähnelt der Auseinandersetzung über die Einführung gesetzlicher Regeln zur Netzneutralität, über die der dänische Consultant John Strand bereits 2016 eine hervorragende Studie erstellt hat („The Moment of Truth – A Portrait of the Fight For Hard Net Neutrality Regulation by Save the Internet and Other Internet Activists“). Die Studie beleuchtet unter anderem die wirtschaftlichen Hintergründe der Beteiligten und untersucht zudem auch US-amerikanische und indische Kampagnen. Dieser Artikel stellt Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser angeblichen Civil Society-Kampagnen dar.


Die Beteiligten

Bei beiden Themen gibt es zwei Gruppen mit diametral gegensätzlichen Interessen. Auf der einen Seite stehen immer die Tech Giants (Google, Amazon, Netflix, Mozilla, Microsoft etc.) und auf der anderen Seite einmal die Telekommunikationsunternehmen und einmal die Rechteinhaber. SaveYourIncome – Zum Lobbying von Google, Netflix, Soros & Co. weiterlesen

SaveYourIncome – Lobbying carried out by Google, Netflix, Soros & Co.

The EU Copyright Directive, which has now been adopted by the EU Parliament, has been the subject of controversy, including e-mail bombardments of members of the European Parliament. The WebSchauder blog has reported and revealed who is behind the alleged citizens‘ protest.

This current campaign against the directive is similar to the dispute over the introduction of legal rules on net neutrality. Danish consultant John Strand produced an excellent study on this subject back in 2016 („The Moment of Truth – A Portrait of the Fight For Hard Net Neutrality Regulation by Save the Internet and Other Internet Activists“). Among other things, the study investigates the economic backgrounds of the participants and also describes campaigns carried out in the USA and India.

This article presents the similarities and differences between these alleged civil society campaigns.

 

The Participants
There are two groups that have diametrically opposed interests. On the one side, there are always the tech giants (Google, Amazon, Netflix, Mozilla, Microsoft, etc.) and, on the other, the telecommunications companies or the copyright owners. SaveYourIncome – Lobbying carried out by Google, Netflix, Soros & Co. weiterlesen

Vorhang auf zur nächsten Runde

Ende Juli war in diesem Blog die Anatomie eines Politik-Hacks des EU Parlaments das Thema, anschließend wurde noch die
Organisation des Hacks und die verwendeten Tools erklärt.
Eine Zusammenfassung der beiden Artikel erschien in der
FAZ am 19.08.2018.

Dieser Artikel beleuchtet nun die aktuelle Entwicklung in dieser Sache sowie neue Erkenntnisse.
Vorhang auf zur nächsten Runde weiterlesen

Curtain up for the next round

At the end of July the topic in this blog was the anatomy of a political hack of the EU Parliament, afterwards the organization of the hack was explained. A summary of the two articles was published in the FAZ on 19.08.2018.

This article examines the current development in this matter as well as new findings.
Curtain up for the next round weiterlesen