Schlagwort-Archive: Caroline De Cock

A year later: A review of the campaign against EU copyright reform

More recent findings allow a closer look at the campaigns, their backgrounds and, in particular, the key players in financing them.
About a year ago, the German protests against the reform of EU copyright law began. A group of about 120 demonstrators gathered in front of the Brandenburg Gate, but they had some bad luck with the weather; June 22 was one of the few rainy days in the otherwise very dry German summer of 2018. A year later: A review of the campaign against EU copyright reform weiterlesen

Ein Jahr danach: Ein Rückblick auf die Kampagne gegen die EU-Urheberrechtsreform

Neuere Erkenntnisse erlauben einen genaueren Blick auf die Kampagnen und deren Hintergründe, insbesondere jedoch auf die „Key Player“ der Finanzierung derselben.

Vor etwa einem Jahr nahmen die deutschen Proteste gegen die Reform des EU-Urheberrechts ihren Anfang. Eine Gruppe von etwa 120 Demonstranten versammelte sich seinerzeit vor dem Brandenburger Tor, hatte dabei allerdings etwas Pech mit dem Wetter; der 22. Juni war einer der wenigen Regentage im sonst sehr trockenen Sommer 2018.

Wie in diesem Blog dazu berichtet, gab die Diskrepanz zwischen der Größe dieser und weiterer Demonstrationen und der schieren Masse der im Juli und August 2018 bei den Abgeordneten des EU-Parlaments eingegangenen Mails und Tweets Anlass zu erheblichem Zweifel an der tatsächlichen Größe der mutmaßlichen Protestbewegung. Dass die Proteste an sich einen realen Kern hatten, wurde dabei von niemandem in Frage gestellt – auch nicht durch hier veröffentlichte Beiträge. Viel mehr wurden die seinerzeit benutzen Tools in den Vordergrund gestellt, weil es z. B. keinerlei Verifikationen gab. Ein Ansteuern der Tools mittels automatisierter Scripte war problemlos möglich, eventuell sogar erwünscht.

Dennoch scheinen derartige Fakten für Grünen-Politiker*innen wie Tabea Rössner nur geringe Relevanz zu besitzen – kaum anders lässt sich jedenfalls ihre in einer Debatte im Bundestag am 13.03.2019 geäußerte Feststellung erklären, dass in unseren Beitragen ausschließlich Bots für die Proteste verantwortlich gemacht würden. Ein Jahr danach: Ein Rückblick auf die Kampagne gegen die EU-Urheberrechtsreform weiterlesen

Tricksen – Tarnen – Täuschen

Facebook lässt aufhorchen. Kaum wurde mit dem britischen ehemaligen Vizepremierminister Nick Clegg ein neuer Head of Global Affairs vorgestellt, da folgten die ersten interessanten Aussagen des neuen Facebook Managers. Regulierung sei eigentlich gar nicht so schlecht, sagte Clegg der Financial Times. Als ehemaliges ranghoher Regierungsmitglied kann er sich das vermutlich besser vorstellen, weil er es einfach aus seiner Arbeit kennt.

Eine weitere Aussage machte Clegg zum Thema Kampagnen. Immer noch im Lichte der möglichen Beeinflussung von Wahlen durch Facebook-Werbung versprach Clegg, dass zukünftig Kampagnen deutlich gekennzeichnet werden mit z. B. dem Hinweis „Paid By“.
Facebook kommt hier der EU etwas zuvor, die momentan große Anstrengungen unternimmt, etwas gegen Desinformation zu tun. Vor allem in Hinblick auf die EU Wahl im Mai 2019.
Dazu gehört, dass Brüssel monatliche Updates von Internet-Unternehmen wie Google oder Facebook einfordert, in denen diese darstellen müssen, was sie konkret unternommen haben.

Ob diese neue Transparenz wirklich gelebt wird, daran darf man
Zweifel haben.

Der andere Weg
Einen ganz anderen Weg geht die Kampagne Saveyourinternet.eu
Wie ausführlich dargestellt, spielte die Webseite eine zentrale Rolle bei der versuchten Manipulation von EU Parlamentariern durch Mail-Lawinen und Twitter-Stürmen im Sommer 2018.
Die Webseite wurde seinerzeit durch das Lobby Unternehmen N-Square aus Belgien registriert, welches unter anderem für Google tätig ist.
Wer sich die Registrierungsdaten für die Webseite aktuell ansieht, wird feststellen, dass die Seite sich mittlerweile anonymisiert. Tricksen – Tarnen – Täuschen weiterlesen

Tricks – Camouflage – Deception

Facebook makes you sit up and take notice. The British former Deputy Prime Minister Nick Clegg, a new Head of Global Affairs for Facebook, was barely introduced when he made his first interesting public statements.
Regulation is not so bad”, Clegg told the Financial Times. As a former senior member of the government, presumably this comes naturally to Clegg because he simply knows it from his work.
Clegg made another surprising yet unsurprising statement on the subject of campaigns. In light of the possible influence of Facebook advertising on elections, Clegg promised that future campaigns on Facebook would be clearly labeled, for example, „Paid By.”

Facebook is somewhat ahead of the EU in this respect, which is currently making efforts to do something about disinformation—especially in view of the EU election in May 2019.
This includes Brussels demanding monthly updates from Internet companies such as Google or Facebook, in which they must present what they have actually done to counter disinformation by, at a minimum, providing greater transparency. We will see whether this effort to promote greater transparency is successful, and one might be forgiven for having doubts based on past performance, but evolution is an agonizingly slow process.

The other way
The Saveyourinternet.eu campaign takes a completely different approach masked in lack of transparency. As described in detail in earlier articles, the website played a central role in the attempted manipulation of EU parliamentarians by mail avalanches and Twitter storms in the summer of 2018.
The website was registered at the time by the lobby company N-Square from Belgium, which also does work for Google.
If you look at the current registration data for the website, you will see that the site is now anonymous. Tricks – Camouflage – Deception weiterlesen