Seltsames Vorgehen der Behörden gegen illegale Glücksspielwerbung in der Fußball-Bundesliga

Mehrere Fußball-Profivereine sind ins Visier der Aufsichtsbehörden geraten, weil sie für unerlaubtes Glücksspiel werben. Laut einem aktuellem Bericht der ARD-Recherche Sport läuft unter anderem gegen Borussia Dortmund ein Verfahren.

Irritierend bleibt dabei, dass zumindest die Bezirksregierung Düsseldorf glaubt, dass den Vereinen „häufig nicht bewusst ist, dass sie durch ihre Werbemaßnahmen auch die illegalen Online-Casino-Angebote der Sportwettveranstalter bewerben“.

Auch den Ansatz, dass die Vereine deutlich darauf hinweisen sollen, dass sie nur für das Sportwetten-Angebot der Unternehmen werben, bleibt aus Markensicht unverständlich.

Untersagungsverfügungen drohen erst, wenn die Vereine damit nicht aufhören oder Internetlinks weiterhin auf Seiten der Wettanbieter führen, die auch Online-Casinos im Angebot haben.

Ein Blick von WebSchauder auf die aktuellen Angebote zeigt, dass wichtige Sportwettenanbieter weiterhin in Deutschland (vielleicht mit Ausnahme eines kleinen Bundeslandes im Norden der Republik) illegal Glücksspiel im Internet anbieten.
Einige Fußballvereine, wie Borussia Mönchengladbach, Borussia Dortmund oder Fortuna Düsseldorf verzichten nicht auf die Bewerbung der Anbieter, aber scheinen (Stand 09.10.2019) zumindest die Verlinkungen zu den Angeboten entfernt zu haben; Ausnahme Bayern München.

Fortuna Düsseldorf und betway

 

Borussia Mönchengladbach und Unibet

 

Borussia Dortmund und bwin

 

Bayern München und Tipico – weiterhin mit Verlinkung