Russland: Piraterieeinnahmen sinken

Nach Angaben des Cybersicherheitsunternehmen Group-IB sollen 2019 die Umsätze durch Piraterie in Russland um rund 27% sinken. Dies wäre der erste Rückgang seit fünf Jahren und die Rückkehr auf das Niveau von 2016.

Die Gründe für die Abwärtsbewegung sind vielfältig. Russland hat seine Anti-Pirateriegesetze fast jedes Jahr verschärft, einschließlich der Blockierung von Websites und insbesondere der Möglichkeit, Websites mit wiederholten Verstößen und deren Proxies dauerhaft zu blockieren.

Der „tektonische Wandel“, wie das Unternehmen ihn beschreibt, ist jedoch das Ergebnis des 2018 unterzeichneten freiwilligen Memorandums zur Bekämpfung der Piraterie. Dabei haben sich Internet-Plattformen wie Yandex, Mail.ru, Rambler, Gazprom Media und Rechteinhaber auf die Einrichtung einer Datenbank mit rechtsverletzenden Inhalten geeinigt, die anzeigt, welche URLs aus den Suchergebnissen entfernt werden sollen. Derzeit sind rund 600.000 Links zu Raubkopien von Filmen und Fernsehsendungen enthalten und breit gesperrt.

Zudem hat die aktive Arbeit der Finanzbehörden gegen Buchmacher und Glücksspiel dazu geführt, dass Werbetreibende von raubkopierten Websites verdrängt wurden. Online-Casinos und Spieleplattformen machen den größten Teil des (Werbe-)Einkommens aus.

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