Silk Road: Darknet schützt nicht vor Haftstrafe

Der mutmaßlicher Silk-Road-Gründer, Ross Ulbricht, wurde von den Geschworenen in allen Anklagepunkten für schuldig gesprochen. Damit folgten die Geschworenen dem Staatsanwalt. Das Verfahren gegen Ulbricht wegen Drogenhandels, Geldwäsche und Verschwörung zum Computer-Hacling läuft vor einem Bundesgericht in New York, welches am 15. Mai das Urteil verkünden will

Hintergrundartikel in Wired:
www.wired.de/collection/latest/silk_road_ross_ulbricht_prozess_trial_drogen_drugs_darknet_fbi_urteil_strafe_haft

Piraten im Streit

Piratebay ist nun wieder unter der ursprünglichen schwedischen Domain im Netz. Allerdings scheint das Comeback nach den Beschlagnahmen der Hoster von internen Streitereien (ehemalige Admins und Pirate-Bay-Mitstreiter sollen ausgesperrt worden sein) und Ausfällen überschattet zu sein. Zudem sollen die aktuellsten Inhalte vom 9.12.2014 stammen, dem Zeitpunkt des Behördenzugriffs.

Zum Systemstreit kommt es hingegen zwischen einzelnen Sharehostern wie Uploaded und sogenannten Multihostern. Piraten im Streit weiterlesen

KJM fordert bessere Filter

Stagnation lautet das Fazit des aktuellen Filtertests, den jugendschutz.net zum neunten Mal im Auftrag der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) durchführte.

Die Programme von JusProg und Telekom zeigten zwar niedrigere Fehlerquoten als die meisten anderen Filter, die zur Ermittlung des Stands der Technik überprüft wurden, erfüllten aber noch nicht die Erwartungen der KJM. Nur bei pornografischen Websites waren die Filterquoten befriedigend, bei Gewaltdarstellungen oder Rassismus wurde jedes zweite Angebot falsch behandelt.

Davon unabhängig muss die Entwicklung von Lösungen für Social-Media-Plattformen wie YouTube oder Facebook vorangetrieben werden. Bislang können diese nur komplett blockiert oder frei geschaltet werden.

„Wir müssen die Anstrengungen verstärken, den technischen Jugendschutz zu verbessern“, fordert der KJM-Vorsitzende Schneider. „Ein Hochtechnologieland, das Milliarden für bessere Internetanbindung investiert, muss auch in der Lage sein, bestmögliche und einfach zu bedienende Schutzmechanismen zu entwickeln.“

www.kjm-online.de/service/pressemitteilungen/detailansicht/article/kjm-pressemitteilung-012015-jugendschutzfilter-halten-nicht-schritt-mit-der-internetentwicklung.html

 

 

LG München I: Schadensersatz vom Hostprovider

Nach entsprechenden Urteilen in Hamburg und Frankfurt, hat nun auch das Landgericht München 1 entschieden, dass ein Sharehoster als Gehilfe auf Schadensersatz haften kann.

Die Münchener Richter bejahen zudem die Gehilfenhaftung und damit den Schadensersatzanspruch auch für solche Dateien, für die der Sharehoster keine Hinweise von Rechteinhabern erhalten hat. Es kann vielmehr genügen, dass die Links zu den neuen Dateien auf Linksammlungen veröffentlicht wurden, die bereits Gegenstand einer früheren Meldung des Rechteinhabers waren.

Damit stellt das LG München klar, dass Schadensersatzansprüche auch dann in Betracht kommen, wenn Sharehoster die benannten Linksammlungen nicht umfassend und regelmäßig kontrollieren.

[Landgericht München 1, vom 11.07.2014, Az. 21 O 854/13]

www.raschlegal.de/news/lg-muenchen-i-praezisiert-voraussetzungen-einer-schadensersatzhaftung-des-hostproviders/

www.webschauder.de/lg-frankfurt-urteil-zu-schadensersatz-eines-sharehosters-veroeffentrlicht/

Smartphones und Tablets werden besonders selten geschützt

Preisvergleich.de hat in Zusammenarbeit mit der keyfacts Onlineforschung über 2.900 Verbraucher aus ganz Deutschland zum Thema Sicherheit im Internet befragt. Danach sind 19,2 % der Befragten schon einmal selbst Opfer von Internetbetrug, Hackerangriffen oder Datenklau geworden. Ausgerechnet Tablet und Smartphones, auf denen meist viele private Fotos, Adressen und Termine liegen, werden am wenigsten vor solchen Angriffen geschützt. So verfügen nur 39 % der Smartphones und 22 % der Tablets über ein Antivirenprogramm. http://dsl.preisvergleich.de/info/8134/sicherheit-im-internet-umfrage-2015/

Nintendo verlangt Geld für Spiele-Videos

Youtuber erwirtschaften mit Filmen, in denen sie zeigen, wie sie ein Computerspiel spielen, hohen Werbeeinnahmen. Dabei nutzen sie aber die Produkte der Spielehersteller ohne von diesen die Rechte zu einer solchen Weiterverbreitung erhalten zu haben. Nintendo bietet diesen Youtuber nun an, gegen Abgabe von 30 bis 40 % der Werbeeinnahmen, ihnen diese Rechte zu geben. www.gulli.com/news/25549-nintendo-verlangt-geld-fuer-lets-play-videos-2015-01-29

Italien: Sperranordnung für 124 Streamingseiten

Nach einer Beschwerde von Sky und danach durchgeführten Untersuchungen der Staatsanwaltschaft haben italienische Behörden gestern 124 illegale Streamingseiten von den lokalen ISPs sperren lassen. Die illegale Seiten bieten ein breites Medienspektrum, von Film, Musik und Sport an; alles aber ohne jeweils über die notwendigen Rechte zu verfügen

www.ansa.it/sito/notizie/cultura/2015/01/25/pirateria-blitz-gdf-oscurati-124-siti-illegali_3c29e4fe-9926-46d4-ab13-2c955b657f51.html

http://torrentfreak.com/italy-launches-largest-ever-pirate-site-blockade-150126/

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