Schweden: Erpressung wegen Pornokonsums

Sechs Personen stehen momentan im schwedischen Malmö vor Gericht, da sie Pornographie im Internet angeboten haben und dann 4.000 Nutzer ihrer Seiten erpresst haben. Angeblich hätten die Nutzer die pornographischen Filme illegal heruntegeladen und sollten nun eine Strafe zahlen. Mit dieser Masche sollen die Angeklagten über 200.000 € eingenommen haben. Da sich aber auch 1.000 Betroffene an die Polizei wandten, war dieses Geschäftsmodell nur von begrenzter Dauer.

http://sverigesradio.se/sida/artikel.aspx?programid=105&artikel=6072177

http://torrentfreak.com/men-tried-for-extortion-after-porn-download-threats-150124/

 

Internetpiraterie: Registrare stärker im Focus

In der Regel wird eine Internetseite über ihren Namen und nicht über ihre IP-Adresse besucht. Die Anmeldung der Namen der Internetseiten bzw. der Internetadresse (URL) obliegt den Registraren.

Da auch illegale Internetseiten in der Regel über ihre URL besucht werden, ist es nicht verwunderlich, dass Registrare stärker in den Kampf gegen illegale Angebote im Netz einbezogen werden. Internetpiraterie: Registrare stärker im Focus weiterlesen

Abmahnungen wegen Popcorn Time „Streaming“

Popcorn Time streamt Filme, deren Daten aus P2P-Netzen stammen. Jeder Nutzer der „Tauschbörse“ leitet dabei seine bereits empfangenen Daten an andere Nutzer weiter. Insoweit ist er auch Uploader und muss mit Abmahnungen rechnen.

Dies scheint auch immer öfter zu geschehen, wie golem.de heute berichtet. Wundern sollte es niemanden, warnt doch die Seite selber vor Urheberrechtsverletzungen durch ihren Dienst:

popcorn

www.golem.de/news/streaming-anwaelte-verzeichnen-viele-abmahnung-zu-popcorn-time-1501-111793.html

Free-Wifi-Trick: Auch Profis fallen rein

Gustav Nipe, der Vorsitzende der schwedischen Piraten-Jugend-Organisation, bot auf einer Sicherheitskonferenz in Schweden ein offenes WLAN-Netz mit dem Namen „OpenGuest“ an. So gelang es ihm an den Datenverkehr von etwa 100 Politikern, Militär-Angehörigen und Journalisten heranzukommen.

www.heise.de/security/meldung/l-f-Politiker-Militaers-und-Journalisten-fallen-auf-Free-Wifi-Trick-rein-2518339.html?wt_mc=nl.heisec-summary.2015-01-19

 

Zwangstrennung für infizierte Rechner

Im Rahmen des Forums zu Cyber-Sicherheit forderte der Chef des Bundesamtes für Sicherheit, Michael Hange, mehr Engagement für die Cybersicherheit.

Deutschlandweit seien rund eine Million PCs Bestandteil sogenannter Bot-Netze. Selbst wenn von solchen infizierten Rechnern Attacken laufen, würden deren Besitzer teilweise Warnungen der Provider ignorieren. Hange forderte deshalb mit Trojanern und anderen Schadprogrammen infizierte Rechner durch die Internet-Provider zwangsweise vom Netz zu nehmen.

www.heise.de/newsticker/meldung/BSI-Chef-Wirtschaft-muss-mehr-fuer-Cyber-Sicherheit-tun-2517675.html

Oboom: Uploader betrogen?

Der Sharehoster oboom hat anscheinend seine Uploader seit mehreren Monaten nicht mehr bezahlt. Damit dürfte für einige Uploader der Versuch, mit Inhalten an denen sie keine Rechte haben Geld zu verdienen, gescheitert sein.

Zwei Raubkopierportale, die Blogs hd-load.org und xvid-load.org, verlinken inzwischen nicht mehr auf oboom. Damit dürfte es für oboom schwerer geworden sein, Geld von Premiumkunden zu erhalten aus denen die Uploader bezahlt werden.

Für die Premiumkunden selber stehen nicht mehr so viele illegale Inhalte zur Verfügung und es besteht die Gefahr, dass auch sie – insbesondere bei Jahresabos – ihre Geldleistung abschreiben müssen.

https://tarnkappe.info/oboom-com-vor-dem-aus/

 

Drogen und Mobilfunk sind die Schwerpunkte der Überwachung der Telekommunikation

Das Bundesamt für Justiz hat am 7.1.2015 die Statistiken zur Telekommunikationsüberwachung für 2013 veröffentlicht. Daraus ergibt sich, dass die von den Gerichten und Staatsanwaltschaften angeordnete Überwachung und Aufzeichnung der Telekommunikation überwiegend den Mobilfunkverkehr betrifft:
70,3 % Mobilfunk
18,0 % Internet
11,7 % Festnetztelekommunikation

Insgesamt gab es 22.917 Erst- und Verlängerungsanordnungen in 5.669 Verfahren. Dies entspricht in etwa den Wert des Vorjahres.

Zu den wichtigsten Anordnungsbereichen (> 1.000 Anordnungen) gehören:
10.771 * Betäubungsmittelgesetz
2.047 * Bandendiebstahl
1.863 * Mord und Totschlag
1.745 * Betrug und Computerbetrug
1.548 * Raub und Erpressung

Am unteren Ende der Aufstellung (< 50 Fälle) befinden sich:
48 * Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornographischer Schriften
24 * Kriegsverbrechen
15 * Straftaten nach dem Außenwirtschaftsgesetz
11 * Bankrott
Weniger als je 5 Anordnungen gab es zu den Bereichen Abgeordnetenbestechung, Straftaten gegen die Landesverteidigung, Verleitung zur missbräuchlichen Asylantragstellung oder den Straftaten nach dem Grundstoffüberwachungsgesetz.

Pressemitteilung:
www.bundesjustizamt.de/DE/Presse/Archiv/2015/20150107.html

Statistiken:
www.bundesjustizamt.de/DE/Themen/Buergerdienste/Justizstatistik/Telekommunikation/Telekommunikationsueberwachung_node.html

 

AG München: Teilnahme an ausländischem Online-Glücksspiel ist strafbar

Das AG München hat einen Spieler, der an einem ausländischen Online-Glücksspiels  teilgenommen hat, wegen „Teilnahme an einem unerlaubten Glücksspiel“ zu einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen verurteilt. Auch ein „Gewinn“ von über 60.000 € verfällt.

[AG München, Urteil vom 26.09.2014; Az.: 1115 Cs 254 Js 176411/13]

www.gluecksspiel-und-recht.de/urteile/Mitspielen-bei-Online-Black-Jack-ist-strafbares-Gluecksspiel-Amtsgericht-M%C3%BCnchen-20140926/

 

345 Mio. Löschungen bei Google – nur die Spitze des Eisbergs

Laut Berechnungen von torrentfreak hat Google 2014 insgesamt 345 Millionen Links zu urheberrechtlich geschützten Inhalten aus den Suchergebnissen gelöscht, eine Steigerung von 75 % zum Vorjahr.

Die meisten Löschungen erfolgten bei den Filehostern 4shared.com, rapidgator.net und uploaded.net, jeweils über fünf Millionen Links. 345 Mio. Löschungen bei Google – nur die Spitze des Eisbergs weiterlesen

Kanada: Warnhinweise eingeführt

In Kanada können Rechteinhaber seit dem 2.1. diesen Jahres Personen, die sie bei Urheberrechtsverletzungen im Internet  (Tauschbörsen) erwischt haben, Warnhinweise zukommen lassen. Dazu müssen sie dem Provider die ermittelte IP zukommen lassen damit dieser dann eine entsprechende Warnung an den Anschlussinhaber sendet.

Provider müssen diese Vorgänge 12 Monate speichern und für die zivilrechtliche Verfolgung Akteneinsicht gewähren.

Zusätzlich sind VPNs gezwungen 6 Monate lang ihre Daten zu speichern, damit auch über VPNs begangene Urheberechtsverletzungen nach diesem Schema bearbeitet werden können.
http://torrentfreak.com/canadian-isps-vpns-now-alert-pirating-customers-150102/
www.heise.de/newsticker/meldung/Kanadische-Provider-muessen-Warnhinweise-an-Copyright-Suender-schicken-2508523.html

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