GB: 3 Festnahmen wegen illegalem Downloadangebot

Am gestrigen Tage wurden in Großbritannien drei junge Männer festgenommen, die im Verdacht stehen eine illegale Website für den Download von Spielfilmen und TV-Shows betrieben zu haben. Das Angebot soll über 70.000 Besucher am Tage gehabt haben und deutlich bedeutender als ein wohlbekannte legales Film-Downloadangebot gewesen sein.
Die Festnahmen erfolgten durch die London Regional Asset Recovery Team (LRART), die digitale Equipment und Finanzunterlagen sicherstellen konnte. Dazu DS Neil Reynolds, LRART: “It can be difficult for people to care about copyright laws being broken but the money made from such sites is often spent on funding other crime. We are looking at how much money was made from advertising on this website and where that money went to.”

www.fact-uk.org.uk/three-men-arrested-on-suspicion-of-conspiracy-to-defraud-for-operating-illegal-website/

Online-Bankraub: Carbanak / Bitcoin

Nach Informationen der Sicherheitsfirma Kaspersky Lab hat eine Online-Bande binnen 2 Jahren 100 Banken um etwa eine Milliarde Dollar beraubt. Das Geld stammt allerdings nicht von Konten der Bankkunden. Wie die Täter vorgegangen sind beschreibt der Spiegel: www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/carbanak-so-gelang-der-milliarden-bankraub-a-1018721.html

Im Vergleich zu diesen erbeuteten Summen ist der Angriff auf die Bitcoin-Handelsplattformen Bter und Exco.in fast zu vernachlässigen. Hier wurden nur 1,5 Millionen Euro erbeutet.
Nicht nur das Verfahren der Raubzugs ist bisher offen, sondern auch in wie weit Kundengelder vom Verlust betroffen sind. Nach den Angriff wurden die Plattformen geschlossen. Wann bzw. ob die Kunden jemals wieder an ihre Gelder kommen steht noch nicht fest.

www.gulli.com/news/25623-bitcoin-plattformen-bter-und-excoin-gehackt-2015-02-16

Umfrage: Deutsche sehr besorgt um Internet-Kriminalität

Nach Angaben des Eurobarometers (Umfrage der EU-Kommission) befürchten 90 Prozent der befragten Deutschen, dass das Risiko, Opfer von Internet-Kriminalität zu werden, ansteigt. Am meisten sorgen sich die Deutschen vor schädlicher Software (61 Prozent) und Internetdiebstahl (60 Prozent), gefolgt von der Befürchtung, Email- oder Social-Media-Konten könnten gehackt werden (54 Prozent).

http://ec.europa.eu/deutschland/press/pr_releases/13073_de.htm

GB / Schweden: Polizei schließt illegale Internetseiten

Die schwedische Polizei hat durch verschiedene Maßnahmen erreicht, dass mehrere Piraterieseiten anscheinend „freiwillig“ geschlossen wurden.

Die britische Polizeieinheit PIPCU hat seit Beginn des Jahres 2000 Webseiten, die gefälschte Markenware vertrieben, geschlossen. Dazu wurden die Registrare aufgefordert die Registrierung der URL (des Namees der Seite) aufzuheben. Seit Beginn der Maßnahmen im Oktober 2013 wurden insgesamt 5500 Seiten geschlossen, die gefälschte Artikel angeboten haben.

http://torrentfreak.com/torrent-sites-shut-down-after-swedish-police-arrest-five-150213/

www.cityoflondon.police.uk/advice-and-support/fraud-and-economic-crime/pipcu/pipcu-news/Pages/PIPCU-suspends-more-than-2,000-illegal-websites-.aspx

Weltweiter Start verhindert keine Piraterie(rekorde)

Trotz weltweitem Starts wurde auch der zweite Teil der fünften Staffel von „The Walking Deads“ in hohem Maße illegal heruntergeladen. Nach Erhebungen der Piraterie-Trackingfirma Excipio landete die erste Kopie am Sonntag bereits 20 Minuten nach US-Ausstrahlung in Torrent-Netzwerken und wurde dort binnen 24 Stunden 1,29 Mio. Mal heruntergeladen. Damit erreicht diese Serie aber nicht den Rekord der viertel Staffel von „Game of Thrones“, die in den ersten 24 Stunden auf über 1,86 Mio. illegale Downloads kam; auch diese Staffel wurde zeitgleich in vielen Ländern legal angeboten.

www.mediabiz.de/video/news/the-walking-dead-auch-bei-onlinepiraten-begehrt-wie-nie/390877

www.webschauder.de/neuer-piraterierekord-bei-game-of-thrones-trotz-legalem-angebot/

Rapidshare schließt

Der Filehoster Rapidshare hat angekündigt, seinen Dienst zum 31. März 2015 zu schließen. Rapidshare, einstiger der Star der Piraterieszene, wurde nach einer Studie von GfK und OpSec vom Endverbrauchern überwiegend dazu genutzt, illegale Inhalte zu beziehen.
Nach mehreren Verfahren verordnete der BGH dem Sharehoster weitgehende Prüfpflichten, die er nach einer Überprüfung im Rahmen der Zahlungsstudie auch einhielt. Im Ergebnis wurde er für die Verbreitung von illegalen Inhalten unbrauchbar und für die Kunden uninteressant.

Hosterstudie:
www.webschauder.de/erste-studie-zur-nutzung-von-sharehostern/

Zahlungsstudie:
www.webschauder.de/studie-zeigt-bezahlsysteme-sind-lebensadern-der-share-und-videohoster/

BGH-Urteil:
www.internet-law.de/2013/09/bgh-erweitert-pruefpflichten-von-filehostern-wie-rapidshare.html

Hoster und Registrare in Industrieländern uneinsichtiger?

In Somalia wurde heute die Torrentseite KickassTorrents insoweit abgeschaltet, als das die Verbindung der Domain mit dem Namen “Kickass.so” nicht mehr auf das illegale Angebot verlinkt.

Die Piratebay-Domain „thepiratbay.se“ hingegen wird trotz massiver polizeilicher Maßnahmen weiterhin von der schwedischen Registrierungsstelle (iis.se) aufrecht erhalten.

Die Seite selber liegt auf einem Rechner von Cloudflare, einem amerikanischen Unternehmen. Der frühere moldawische Hoster der Seite, hatte seinen Dienst wegen der Urheberrechtsverletzungen aufgekündigt. Cloudflare hat anscheinend keine Probleme mit den Urheberrechtsverletzungen seines Kunden. Auch die Maßnahmen der schwedischen Polizei gegen den früheren schwedischen Hoster scheinen Cloudflare nicht zu beeindrucken.

http://torrentfreak.com/kickasstorrents-taken-domain-name-seizure-150209/

www.golem.de/news/torrent-the-pirate-bay-offiziell-in-den-usa-gehostet-1502-112206.html

Nachtrag: Inzwischen wurde bekannt, dass die schwedische Staatsanwaltschaft, die Domain „thepiratebay.se“ beschlagnahmen will, der Registrar sich aber weigert diese abzuschalten. Der Fall wird nun vor Gericht verhandelt.

 

www.golem.de/news/stastsanwalt-the-pirate-bay-soll-seine-webadresse-verlieren-1502-112324.html

Frankreich: Gesetz ermöglicht weitere Internetsperren

Ab sofort können französischen Behörden Internetseiten mit terroristischen oder kinderpornografischen Inhalte sperren lassen. Die Provider müssen die Sperre 24 Stunden nach der Aufforderung durch die Bundespolizei umsetzen. Die gesperrten Seiten sollen quartalsweise kontrolliert werden, um festzustellen, ob die Sperre weiterhin nötig ist.

www.legifrance.gouv.fr/eli/decret/2015/2/5/INTX1502813D/jo/texte

www.golem.de/news/frankreich-internetsperren-auch-fuer-terroristische-inhalte-1502-112235.html

Youtube löscht Gewaltvideos – gerne auch mehrfach

IS-Anhänger laden anscheinend regelmäßig Hinrichtungsvideos auf die Videoplattform Youtube hoch. Auf Hinweis der Nutzer löscht Youtube solche Videos.

Die TAZ weist aber daraufhin, dass diese Videos völlig unproblematisch wieder hochgeladen werden können. Grund dafür ist, dass – anders als bei Urheberrechtsverletzungen – keine Vorsorge gegen einen neuen Upload getroffen wird.

Wieso Youtube das hochentwickelte Content-ID-Verfahren nicht nutzt, bleibt offen. Die angebliche Begründung, dass je nach Kontext bewertet wird und ein Gewaltvideo welches aus zeitgeschichtlichem Kontext bedeutsam ist, nícht gelöscht wird, erklärt nur die unterschiedliche Behandlung von unterschiedlichen Videos. Wieso man es zulässt, dass ein einmal gelöschtes Video wieder hochgeladen werden kann, ist dadurch nicht erklärt.

http://taz.de/Sperren-von-Gewalt-Videos-auf-Youtube/!154159/

 

Silk Road: Darknet schützt nicht vor Haftstrafe

Der mutmaßlicher Silk-Road-Gründer, Ross Ulbricht, wurde von den Geschworenen in allen Anklagepunkten für schuldig gesprochen. Damit folgten die Geschworenen dem Staatsanwalt. Das Verfahren gegen Ulbricht wegen Drogenhandels, Geldwäsche und Verschwörung zum Computer-Hacling läuft vor einem Bundesgericht in New York, welches am 15. Mai das Urteil verkünden will

Hintergrundartikel in Wired:
www.wired.de/collection/latest/silk_road_ross_ulbricht_prozess_trial_drogen_drugs_darknet_fbi_urteil_strafe_haft

Piraten im Streit

Piratebay ist nun wieder unter der ursprünglichen schwedischen Domain im Netz. Allerdings scheint das Comeback nach den Beschlagnahmen der Hoster von internen Streitereien (ehemalige Admins und Pirate-Bay-Mitstreiter sollen ausgesperrt worden sein) und Ausfällen überschattet zu sein. Zudem sollen die aktuellsten Inhalte vom 9.12.2014 stammen, dem Zeitpunkt des Behördenzugriffs.

Zum Systemstreit kommt es hingegen zwischen einzelnen Sharehostern wie Uploaded und sogenannten Multihostern. Piraten im Streit weiterlesen

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