KMU-BAROMETER 2019: GEISTIGES EIGENTUM

Im Jahr 2016 veröffentlichte das EUIPO das erste KMU-Barometer zu Rechten des geistigen Eigentums, um einen Einblick in die Gründe zu geben, weshalb KMU Rechte geistigen Eigentums eintragen lassen oder nicht, und welche Probleme ihnen im Zusammenhang mit Rechten geistigen Eigentums begegnen.

Im Rahmen ihrer Verpflichtung, umfangreiche Studien alle drei Jahre zu aktualisieren, beauftragte die Europäische Beobachtungsstelle für Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums das Unternehmen KPMG Spanien mit der Durchführung einer neuen Studie für das Jahr 2019 über die Einstellung von KMU zu Rechten geistigen Eigentums. Insgesamt 9.000 KMUs wurden befragt.

Themen der Studie sind:

  • Innovation – Wahrnehmung und Realität
  • Kenntnisse über Rechte geistigen Eigentums und Informationsquellen
  • Gründe für und Auswirkungen von Entscheidungen zur Eintragung von Rechten geistigen Eigentums
  • Monetarisierung von Innovationen
  • Durchsetzung

Als Hauptergebnisse werden in der Pressemitteilung herausgestellt:

Mehr als die Hälfte der KMU gibt an, dass Rechte des geistigen Eigentums sich positiv auf ihre Geschäftstätigkeit auswirken
Ein besseres Ansehen und mehr Glaubwürdigkeit, ein höherer Umsatz und Aussichten auf eine gesteigerte Marktexpansion – all das sind positive Auswirkungen, die Rechte an geistigem Eigentum für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit sich bringen.
Danach erklären 54 % der KMU mit Rechten an geistigem Eigentum, dass die Eintragung letzterer sich positiv auf ihre Geschäftstätigkeit ausgewirkt hat.
Fast vier von zehn KMU berichten jedoch, dass fehlendes Wissen über Rechte des geistigen Eigentums wie Patente, Marken und Geschmacksmuster sie daran gehindert hat, angemessenen Schutz von geistigem Eigentum zu erlangen.

Der Zugang zu Finanzierungsmitteln wird häufig als eines der größten Probleme von KMU genannt. Allerdings haben nur 21 % der KMU mit eingetragenen Rechten an geistigem Eigentum ihre Vermögenswerte professionell bewerten lassen, und noch weniger (13 %) haben versucht, über ihre Rechte an geistigem Eigentum Finanzmittel zu mobilisieren.

Nach der Studie waren die Hauptgründe für KMU, Rechte an geistigem Eigentum eintragen zu lassen, der Schutz vor Nachahmungen durch Wettbewerber (59 %), die Steigerung der Rechtssicherheit (58 %) und die Erhöhung von Ansehen und Wert des Unternehmens (36 %).
Auch neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen (17 %), mehr Beschäftigung (15 %) und höhere Rentabilität (12 %) zählen zu den positiven Auswirkungen, die Unternehmen erzielen, wenn sie den Schutz von geistigem Eigentum beantragen. Außerdem begrüßen sie die Vorteile verbesserter langfristiger Geschäftsaussichten (11 %) und den leichteren Zugang zu Finanzierungsmitteln (8 %).

Alle Unterlagen zu der Studie
GEISTIGES EIGENTUM – KMU-BAROMETER 2019
Im Auftrag des Amtes der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) von KPMG Spanien
Oktober 2019

sind erhältlich über: https://euipo.europa.eu/ohimportal/en/web/observatory/sme-scoreboard