Internetpiraterie: Registrare stärker im Focus

In der Regel wird eine Internetseite über ihren Namen und nicht über ihre IP-Adresse besucht. Die Anmeldung der Namen der Internetseiten bzw. der Internetadresse (URL) obliegt den Registraren.

Da auch illegale Internetseiten in der Regel über ihre URL besucht werden, ist es nicht verwunderlich, dass Registrare stärker in den Kampf gegen illegale Angebote im Netz einbezogen werden.

Die britische Polizeieinheit PIPCU hat im letzten Jahr recht erfolgreich bei Angeboten von Produktfälschungen dafür gesorgt, dass die zuständigen Registrare die URLs zu einer Sondermeldung der PIPCU statt zu dem jeweiligen illegalen Angebot verlinkt haben. Bei Piraterieseiten war die Maßnahme allerdings nicht so erfolgreich.

Dass die Registrare zwar dazu verpflichtet sind, dies aber oft nicht freiwillig tun, zeigt sich in Deutschland an der Rechtssprechung des OLG Saarbrücken oder in den USA an den so genannten Fujian-Fällen.

Diese US-amerikanische Rechtssprechung will, nach Angaben von Torrentfreak, die MPAA, der Verband der amerikanischen Filmwirtschaft, in Zukunft nutzen um Registrare zu überzeugen, Torrent- oder Streamingseiten „vom Netz“ zu nehmen.

www.cityoflondon.police.uk/advice-and-support/fraud-and-economic-crime/pipcu/pipcu-news/Pages/pipcu-suspends-2500-websites.aspx

www.webschauder.de/gb-pipcu-droht-registraren/

www.webschauder.de/olg-saarbruecken-haftung-des-registrars-bestaetigt/

http://torrentfreak.com/how-hollywood-plans-to-seize-pirate-site-domain-names-150120/