EU-Studie: Hauptsache kostenlos oder günstiger

Im „Jugendbarometer 2016 zum Thema geistigen Eigentums“ nannten zwei Drittel der Befragten den Preis als wesentliche Triebfeder für die Nutzung illegaler Quellen.

Die von EUIPO (Amt der Europäischen Union für Geistiges Eigentum) veröffentlichte Studie untersucht, wie junge Leute (15 bis 24 Jahre) aus allen 28 EU-Mitgliedstaaten sich online in Bezug auf Rechte des geistigen Eigentums verhalten.

Danach haben 25 % der jungen Menschen in den vergangenen 12 Monaten bewusst illegale Quellen genutzt, um an mediale Inhalte aus dem Netz zu gelangen. Ausschlaggebende Gründe für die bewusste Nutzung illegaler Quellen waren (Top 3):
67% kostenlos oder preisgünstiger
38% zum privaten Gebrauch
33% schneller verfügbar

Dabei sind Filme und Serien die wichtigsten Inhalte, auf die über illegale Quellen zugegriffen wird. Von den Personen, die bewusst über illegale Quellen gegangen sind, haben (TOP 3)
85% Filme/Serien,
56% Musik und
29% Spiele bezogen.
Beim Onlinekauf von physischen Produkten sieht es ähnlich aus:
12 % haben bewusst nachgeahmte Waren online erworben. Auch hier der wichtigste Grund mit 58% „preisgünstiger“. Beliebteste Fälschungen sind Kleidung /Accessoires (46%), Schuhe (33%) und elektronische Kleingeräte (19%).

https://euipo.europa.eu/ohimportal/en/web/observatory/ip-youth-scoreboard

Deutsche Kurzfassung:
https://euipo.europa.eu/tunnel-web/secure/webdav/guest/document_library/observatory/documents/IP_youth_scoreboard_study/executiveSummary/executive_summary_de.pdf