Archiv der Kategorie: Maßnahmen

USA: Nutzer illegaler IPTV-Dienste sollen zahlen

NagraStar verlangt Zahlungen von Personen, die illegale IPTV-Dienste nutzen, um Zugang zu DISH- und Bell-TV-Programmen zu erhalten. Die Nutzerdaten stammen von erwischten Anbietern illegaler IPTV-Dienste.
Abonnenten erhalten in der Regel ein Vergleichsangebot von 3.500 US-Dollar, während Wiederverkäufer von nicht autorisierten IPTV-Abos 7.500 US-Dollar zahlen sollen. Vergleichsverhandlungen scheinen möglich. Wer nicht reagiert muss mit weiteren rechtlichen Schritten rechnen.

https://torrentfreak.com/dish-and-bell-iptv-pirates-are-pressed-to-settle-or-face-legal-action-190612/

Verbraucherschützer klagen gegen Googles Datenverkauf

Verbraucherschützer haben in neun europäischen Ländern Klagen gegen Google eingereicht, da Google persönliche Daten von Nutzern in Echtzeit an Werbefirmen verkauft, damit diese gezielt Werbung schalten könnten. Damit verstößt das Unternehmen gegen Vorschriften zum Datenschutz.
Die Klagen wurden eingereicht in Deutschland, Frankreich, Belgien, Bulgarien, Estland, Ungarn, Italien, Slowenien und der Tschechischen Republik.
https://de.reuters.com/article/usa-google-klagen-idDEKCN1T51LH

Fake-Shop-Betreiber verhaftet

Einen Schlag gegen mutmaßliche Online-Betrüger, der aus ermittlungs-taktischen Gründen erst jetzt öffentlich gemacht werden kann, ist den Staatsanwälten der bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg errichteten Zentralstelle Cybercrime Bayern und den Beamten der Kriminalpolizei Nürnberg bereits im März gelungen: Zwei junge Männer konnten in Berlin festgenommen werden. Einer befindet sich seit Mitte März in Untersuchungshaft.
Sie sind dringend tatverdächtig, mit betrügerisch erlangten Bankkonten und falschen Internetseiten mehrere Hunderttausend Euro erlangt zu haben. Die Zahl der Geschädigten ist abschließend noch nicht bekannt, nach derzeitigem Ermittlungsstand ist aber von mehreren hundert Personen auszugehen.
Die Beschuldigten betrieben mehrere Internetseiten, auf denen sich unbedarfte Personen als Produkttester bewerben konnten, um einen kleinen Nebenverdienst zu erzielen. Nach einer kurzen vertrauensbildenden Umfrage sollten die „Produkttester“ über eine heruntergeladene App die Online-Verifizierung bei einer Bank testen – so jedenfalls wurde es den Teilnehmern eingeredet. In Wirklichkeit aber hatte der jeweilige Tester unwissentlich ein Konto auf seinen Namen eröffnet, auf das er nach Abschluss des Tests jedoch keinen Zugriff hatte.
Die Beschuldigten nutzten die Konten dann für einen betrügerischen Online-Handel in dem nicht existierenden Waren per Vorkasse „verkauft“ wurden.

https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/generalstaatsanwaltschaft/bamberg/presse/2019/9.php

Musikindustrie schaltet DBR.ee ab

Die Musik-Piraterieseite DBR.ee wurde von dem Betreiber vom Netz genommen, nachdem er von der Musikwirtschaft kontaktiert wurde. Der Schließung der in Kanada gehostetet Seiten vorangegangen war ein Auskunftsbegehren an Cloudflare bei einem US-Bundesgericht. Ob dieses zur Ermittlung des Betreibers beigetragen wurde von der IFPI nicht offengelegt.

https://torrentfreak.com/dbr-ee-shut-down-by-music-industry-groups-190528/

Ministerielle Nachhilfe für die Denic

Die Verbraucherschutzministerien der Länder wollen verstärkt gegen Fake-Shops im Internet vorgehen. Nach Informationen von NDR und Süddeutscher Zeitung sprechen sich die Ministerien dafür aus, dass die Anmeldung von Internetseiten mit einer de-Domain künftig nur mit einer Identitätsprüfung möglich sein soll.

Über von der Denic vergebene de-Domains laufen die meisten Fake-Shops. Da die Denic sich weigert, hier aktiv zu werden, muss nun der Gesetzgeber eingreifen.

Die Denic erläutert auch heute noch, dass sie nichts unternehmen kann. Vielleicht erfährt sie ja jetzt durch die Presse, dass man die Daten der Anmelder überprüfen könnte.

https://www.denic.de/aktuelles/informationen-zu-fake-shops/, Abruf 24.05.2019.

 

https://www.presseportal.de/pm/6561/4278996

Vgl. auch: https://webschauder.de/die-denic-und-fakeshops-sorry-aber-da-kann-man-echt-nichts-machen/

USA: Illegaler IPTV-Dienst abgeschaltet

Die Alliance for Creativity and Entertainment (ACE) hat den IPTV-Anbieter OneStepTV.com geschlossen. One Step TV war im Jahr 2018 gestartet und wuchs auf rund 600 TV-Sender und 20.000 VOD-Inhaltean, die für 25 Dollar pro Monat oder weniger zu abonnieren waren.
Die Domain ist beschlagnahmt und informiert über die Schließung durch die ACE.
https://torrentfreak.com/mpaa-ace-shut-down-pirate-iptv-service-seize-domain-190517/

USA: RIAA verlangt Auskunft von Namecheap

Die RIAA versucht, den Betreiber der YouTube-Ripping-Seite YouTubNow zu überführen. Die beliebte Plattform erhält rund 15 Millionen Besuche pro Monat und verletzt die Urheberrechte von RIAA-Mitgliedern.
Die Musikindustriegruppe reichte deshalb in der letzten Woche eine DMCA-Vorladung an den Domain-Registrar der Website (NameCheap) bei einem Bundesgericht in Columbia ein.
„Wir glauben, dass Ihr Dienst[YouTubNow.com] in seinem Netzwerk hostet“, heißt es in einem nachfolgenden RIAA-Brief an NameCheap.
Die RIAA fordert nicht nur den Namen des Betreibers, die physische Adresse, die IP-Adresse, die Telefonnummer, die E-Mail-Adresse, die Zahlungsinformationen, die Kontoaktualisierungen und die Kontohistorie an, sondern schlägt auch vor, dass eine Kündigung der Domain des Dienstes in Ordnung sein könnte.
Nach Cloudflare und NoFile ist dies wohl die dritte DMCA-Vorladung, die die RIAA in den letzten Wochen gegen vermeintlich illegale Seiten erhalten hat.
https://torrentfreak.com/riaa-obtains-subpoena-to-unmask-youtube-ripping-site-operator-190515/

Österreich: Airbnb erhält Strafbescheid

Weil Airbnb seiner Meldepflicht nach dem Wiener Tourismusförderungsgesetz nicht nachkommt, hat die Stadt Wien nun einen Strafbescheid verschickt, gegen den Airbnb bereits Einspruch erhoben hat.
Pro Verstoß droht Airbnb eine Erststrafe in der Höhe von 35 Euro. Bei 7.000 bis 8.000 Wohnungen ergäbe dies eine Gesamtsumme von bis zu 280.000 Euro.
Die Stadt will die Anschriften wegen der Ortstaxe. Das Angebot von Airbnb, die Taxe einzuziehen und weiterzugeben hat die Stadt nicht akzeptiert. Airbnb behauptet die Adressen aus Datenschutzgründen nicht weitergeben zu können.

https://derstandard.at/2000103273338/Airbnb-Wien-hat-Strafbescheid-geschickt-Plattform-Einspruch-erhoben

USA: 4 Mio. US$ aus Filmpiraterie beschlagnahmt

Die Regierung der Vereinigten Staaten hat im Rahmen einer Untersuchung zur Piraterie mit Filmen und Fernsehsendungen, die von Homeland Security Investigations und dem MPAA durchgeführt wurde, vier Millionen US$ an Bargeld und Kryptowährungen sichergestellt.
Diese hatte der Betreiber seit 2014 über seine kostenpflichtigen Streamingseiten (Noobroom.com, Noobroom7.com etc.) generiert.
Die von einem Bezirksgericht in Oregon entschiedene Beschlagnahme erfolgte, wegen Verschwörung zur Begehung von Urheberrechtsverletzungen und Geldwäsche.
Insbesondere das benutzte PayPal-Konto hat wohl zur Entdeckung des Täters beigetragen. Weitere Details zu den Zahlungsvorgängen im Artikel von Torrentfreak:
https://torrentfreak.com/us-govt-seizes-millions-in-cash-crypto-in-movie-piracy-case-190514/