Archiv der Kategorie: Martktforschung

Niederlande: Glücksspiel bei Minderjährigen

Die niederländische Glücksspielaufsicht KSA (Kansspelautoriteit) hat eine Studie zum Thema Glücksspiel von Minderjährigen und jungen Erwachsenen veröffentlicht.

Danach haben 23 % der 16- bis 17-Jährigen zwischen April 2018 und April 2019 an Glücksspielen teilgenommen. 11 % der Minderjährigen haben mindestens einmal Rubbellose gekauft, 8 % am Spielautomaten gespielt und 5 % Sportwetten abgegeben.

https://www.casinoonline.de/nachrichten/niederlande-untersuchen-gluecksspiel-unter-jugendlichen-41229/

Aufmerksamkeit in den sozialen Medien fördert Piraterie

Eine neue im Journal of Internet Electronic Commerce Research veröffentlichte Studie zeigt, dass Aufmerksamkeit in den sozialen Medien Piraterie fördert. Je mehr Menschen in sozialen Medien über Fernsehsendungen sprechen, desto mehr Menschen laden sie herunter.
Hingegen bieten traditionelle Messungen der TV-Popularität keine Vorhersage, wie gut sich eine TV-Sendung auf Piraterieseiten schlägt.
https://torrentfreak.com/social-media-buzz-boosts-tv-piracy-research-finds-200625/

Dänemark: Pirateriestudie der Handelskammer

Die dänische Handelskammer hat eine Studie zur Piraterie veröffentlicht. Aus den Ergebnissen:

  • 12% der Bevölkerung haben in den letzten 12 Monaten illegale Inhalte heruntergeladen oder gestreamt (2018: 10%); darunter Streaming 9 % und Download 7 %.
  • 41% der jüngeren Menschen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren gaben illegales Herunterladen und Streaming zu (2018: 28%).
  • Die wichtigsten Arten von Inhalten, die illegal konsumiert wurden, waren Filme und Fernsehsendungen, wobei 85% der Piraterienkonsumenten diese nutzten (2018: 81%).
    Der Konsum von Musik aus nicht lizenzierten Quellen ist erheblich zurückgegangen, von 32% im Jahr 2018 auf 22% im Jahr 2020.
    Piraterie von Sportveranstaltungen wurde von 14% der Pirateriekonsumenten aufgeführt.
    Die Piraterie von E-Books hat in den letzten zwei Jahren, von 10% auf 13% leicht zugenommen.

https://torrentfreak.com/41-of-young-danes-illegally-stream-or-download-digital-content-200623/

Problem Schüler-Chats

Das baden-württembergische Innenministerium hat mitgeteilt, dass in Schüler-Chat-Gruppen und unter Jugendlichen immer häufiger kinder- und jugendpornografisches Material geteilt wird. Die Zahl der Tatverdächtigen unter 21 Jahren hat bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung im vergangenen Jahr um 45,6 Prozent auf 2063 zugelegt.

https://www.heise.de/news/Immer-mehr-Pornovideos-in-Schueler-Chats-Polizei-warnt-vor-Folgen-4779447.html

Studie zur Sportpiraterie

Synamedia, ein Videosoftwareanbieter, hat die Studie „Charting Global Sports Piracy“ vorgestellt, die auf einer von Ampere Analysis durchgeführten 10-Länder-Studie mit über 6.000 Sportfans beruht.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass zwar 89% der Sportfans über einen Pay-TV- oder Abonnement-OTT-Dienst verfügen, dass jedoch mehr als die Hälfte (51%) nach wie vor mindestens einmal im Monat Piraterie-Sportdienste sehen.
Darüber hinaus sehen 42% derjenigen, die regelmäßig illegale Sportinhalte sehen, täglich Sport. Das sind mehr als 60% mehr als der durchschnittliche Sportfan.

https://www.synamedia.com/press/synamedia-unveils-first-global-research-to-define-fans-by-attitudes-to-sports-piracy/

Politisch motivierte Straftaten im Internet

Im vergangenen Jahr sind laut Bundesregierung 2.778 politisch motivierte Beleidigungs-, Bedrohungs- beziehungsweise Propagandadelikte in sozialen Netzwerken registriert worden.

Davon entfallen 1.831 Taten auf die politisch rechts motivierte Kriminalität und 332 auf die politisch links motivierte Kriminalität, wie aus der Antwort der Bundesregierung (19/19408) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/18801) hervorgeht. Danach wurden 112 Taten dem Phänomenbereich „Politisch motivierte Kriminalität (PMK) -ausländische Ideologie-“ zugeordnet und 74 Taten der „PMK-religiöse Ideologie-„, während 429 Taten auf den Phänomenbereich „PMK-nicht zuzuordnen-.“ entfielen. Die hauptsächlich betroffenen Deliktskategorien sind den Angaben zufolge „Nötigung/Bedrohung“, „Propagandadelikte“, „Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“, „Volksverhetzung“ und „andere Straftaten“.

Wie die Bundesregierung ferner ausführt, wurden vergangenes Jahr 5.677 politisch motivierte Straftaten mit dem Untertatmittel „Internet“ festgestellt. Davon entfallen laut Vorlage 3.751 Taten auf die politisch rechts motivierte und 620 Taten auf die politisch links motivierte Kriminalität, 136 Taten auf die „PMK-ausländische Ideologie-„, 122 Taten auf die „PMK-religiöse Ideologie-“ sowie 1.048 Taten auf den Phänomenbereich „PMK-nicht zuzuordnen-„.

Quelle: hib – heute im bundestag Nr. 564
https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/194/1919408.pdf

 

US Copyright Office: Safe Harbour unausgewogen

Das U.S. Copyright Office hat einen Bericht („Section 512 of title 17“) veröffentlicht der die US-Safe Harbour-Regeln untersucht.
Die Behörde kommt zu dem Schluss, dass das Funktionieren des Safe-Harbor-Systems nach Abschnitt 512 heute unausgewogen ist. 
Der Bericht hebt dabei auch Bereiche hervor, in denen die gegenwärtige Umsetzung von Abschnitt 512 nicht mit den ursprünglichen Absichten des Kongresses übereinstimmt, darunter: Qualifikationen für die Eignung des Dienstleistungsanbieters für den sicheren Hafen; Richtlinien für Wiederholungstäter; Standards für Wissensanforderungen; Spezifizität innerhalb der Aufnahmewarnungen; nicht standardisierte Warnanforderungen; Vorladungen und einstweilige Verfügungen.
Obwohl das Amt keine umfassenden Änderungen an Abschnitt 512 empfiehlt, weist der Bericht auf diese und andere Bereiche hin, in denen der Kongress möglicherweise eine Gesetzgebung zur Wiederherstellung des ursprünglichen Gleichgewichts zwischen Rechteinhabern und Online-Dienstanbietern in Erwägung ziehen möchte.

VO verweist auf zunehmende App-Piraterie

In einem Text zur allgemeinen Piraterielage verweist Christine Maury Panis von Viaccess Orca auf eine aktuelle Studie von ABI Research nach welcher der Verlust der europäischen Industrie durch Videopiraterie annähernd 1 Milliarde Dollar pro Jahr beträgt.

Zudem weist sie auf die zunehmende Verwendung von Apps als Kanal für raubkopierte Inhalte hin. Während selbst Geräte wie Kodi-Boxen ein gewisses Maß an Wissen voraussetzen, um zu funktionieren, ganz zu schweigen von einer gewissen Absicht, auf das zur Verfügung stehende illegale Material zuzugreifen, sind die Apps, die illegale Streaming-Operationen ermöglichen, genauso einfach zu installieren und zu bedienen wie alle anderen. Klicken zum Herunterladen; klicken zum Zugriff.

https://www.viaccess-orca.com/blog/video-piracy-laws

EMEA: Bedeutung von BitTorrent steigt

Neue Sandvine Studien zeigen, dass der Internetverkehr seit Anfang des Jahres um ca. 40 % gestiegen ist. In der EMEA-Region (Europa, Naher Osten, Afrika) sind sowohl Netflix als auch Bittorrent gestiegen.
Nach YouTube und HTTP liegt der BitTorrent-Verkehr nun an dritter Stelle. Netflix liegt auf Platz vier; hat aber auch die Auflösung reduziert.
Es liegen keine gesonderten Zahlen für Europa vor.

https://www.sandvine.com/covid-internet-spotlight-report

Niederlande: Pirate Bay-Sperre funktioniert

Nach Angaben von Torrentfreak sollen neue Untersuchungen aus den Niederlanden zeigen, dass die Pirate Bay-Sperre wirkt. Etwa 80% der Befragten gehen nicht mehr auf die Seite. Diese Erfolgsquote dürfte zum Teil auf die dynamischen Sperren zurückzuführen sein, die derzeit über 181 Domains umfassen.
Was die ehemaligen Pirate Bay-Nutzer stattdessen tun, war nicht Bestandteil der Studie.

https://torrentfreak.com/most-pirate-bay-users-stay-away-from-the-site-after-isp-blockades-200509/

Dänemark: Viele Sperren, viele VPN-Nutzer

Die dänische Anti-Piraterie-Gruppe Rights Alliance hat mitgeteilt, dass sie im Jahr 2019 insgesamt 141 Piraterieseiten von lokalen ISPs blockieren ließ.
Die Besuche auf diesen Seiten sind im Jahr 2019 um 40% zurückgegangen. Allerdings liegt der Anteil der dänischen 15- bis 74-Jährigen, die Filme und Fernsehserien herunterladen oder streamen, seit 2016 stabil bei 10 Prozent.
Eine Erklärung dafür die verbreitetet VPN-Nutzung: 17% der dänischen Internetnutzer verwenden ein VPN; bei denjenigen, die selber zugeben Piraterie zu betreiben, sind es 44%.

https://torrentfreak.com/denmark-blocked-141-pirate-sites-in-2019-but-pirates-are-bypassing-the-system-200503/