Archiv der Kategorie: Jugend(schutz)

GB: Terror-Propaganda wird gefiltert

Die vier großen Internet Service Provider in Großbritannien – BT, Virgin, Sky und Talk Talk – haben sich verpflichtet, terroristische und extremistische Inhalte in die von den Unternehmen bereitgestellten Jugendschutzfiltern aufzunehmen.

Zudem soll ein Button den Kunden die einfache Meldung extremistischer Inhalte ermöglichen. Dies wohl in Ergänzung der Arbeit der britischen Counter Terrorism Internet Referral Unit (CITRU), die seit Dezember 2013 in 34.000 Fällen die Entfernung von extremistischen Inhalten eingeleitet hat.

www.theguardian.com/technology/2014/nov/14/uk-isps-to-introduce-jihadi-and-terror-content-reporting-button

Sweeties Kampf gegen Webcam-Prostitution von Kindern

Mitarbeiter der Kinderschutzorganisation Terre des Hommes haben mit einer virtuellen 10jährigen Philippin 1.000 Personen aus 65 Ländern ermittelt, die mit dieser vermeintlich Minderjährigen Webcam-Sex haben wollten.

Die entsprechenden Ermittlungsergebnisse wurden vor knapp einem Jahr den nationalen Behörden übergeben. Inzwischen gibt es eine erste bekannt gewordene Verurteilung in Australien. Sweeties Kampf gegen Webcam-Prostitution von Kindern weiterlesen

VG Köln: Bundesprüfstelle muss indizierte Medien herausgeben

Ein Privatsammler hat über ein Urteil des Verwaltungsgerichts Köln erreicht, dass die Bundesprüfstelle ihm eine Kopie eines indizierten Sexfilms herausgeben muss. Basis der Entscheidung ist die richterliche Interpretation des Informationsfreiheitsgesetzes, nach der eine „amtliche Information“ herausgegeben werden müsse.

„Bei Zugrundelegung der Auffassung des Gerichts sind diese Medien nun sämtlichst von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien auf Antrag rechtsextremistisch orientierter oder pädophil geneigter Antragsteller zu kopieren und auszuhändigen. Sollten indizierte Pornos, pädophil-orientierte Posendarstellungen Minderjähriger, antisemitische und NS-glorifizierende Medien vergriffen sein, böte sich für Interessierte nach dem Urteil also stets der Rückgriff auf die „Kopieranstalt“ der Bundesprüfstelle an – und dies selbstverständlich kostengünstiger als im vormaligen Handel“, so Prof. Dr. Marc Liesching, der die Bundesprüfstelle in dem Verfahren vertritt.

Verwaltungsgericht Köln: Urteil vom 22.9.2014, Az. 13 K 4674/13 – nicht rechtskräftig

http://blog.beck.de/2014/09/26/vg-k-ln-pornosammler-haben-anspruch-auf-kopien-vergriffener-sexfilme-gegen-die-bundespr-fstelle

www.tagesspiegel.de/politik/informationsfreiheit-urteil-macht-jugendschutzbehoerde-zum-porno-versand/10771480.html

 

Cybermobbing bei Kindern und Jugendlichen

Jeder siebte Jugendliche (14 Prozent) im Alter von 10 bis 18 Jahren ist im Internet gemobbt worden. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage von BITKOM hervor. In absoluten Zahlen entspricht das rund einer Million Fälle.

In den unterschiedlichen Altersgruppen variieren die Werte für Opfer von Cybermobbing oder Beleidigungen:

  • 10- bis 12-Jährige:      9 Prozent
  • 13- bis 15-Jährige:      16 Prozent
  • 16- bis 18-Jährige:      15 Prozent.

Mädchen sind mit einem Anteil von 15 Prozent etwas häufiger betroffen als Jungen mit 13 Prozent.

Weitere negative Erfahrungen im Zusammenhang mit Mobbing im Internet:

  • 10 Prozent der Jugendlichen von 10 bis 18 Jahren geben an, dass über sie im Internet Lügen verbreitet worden sind. Bei den 16- bis 18-Jährigen liegt der Anteil sogar bei 16 Prozent.
  • 4 Prozent der 10- bis 18-Jährigen sagen, dass jemand peinliche Fotos von ihnen im Internet veröffentlicht hat (16 bis 18 Jahre: 9 Prozent).

www.bitkom.org/de/presse/8477_80358.aspx

jugendschutz.net berichtet über „Rechtextremismus online“

Mit „Rechtextremismus online“ hat jugendschutz.net gestern einen Bericht über Recherchen und Maßnahmen im Bereich Rechtsextremismus vorgelegt.

Verbreitung

  • Das Social Web ist für den modernen Rechtsextremismus das wichtigste Mittel, um Jugendliche anzusprechen und mit menschenverachtenden Ideologien zu beeinflussen. 2013 waren etwa 70 % aller durch jugendschutz.net gesichteten 5.507 Webangebote dort zu finden.
  • Teilen und Liken bringen zehntausende Zugriffe: Der Verbreitungsgrad der Propaganda im Social Web ist immens: Das Prinzip des Teilens und gegenseitigen Verknüpfens von Beiträgen führt häufig dazu, dass rechtsextreme Inhalte tausende Zugriffe oder „Gefällt-mir“-Bekundungen erhalten.
  • Der Verbreitungsgrad von Szeneartikeln im Netz wächst: jugend-schutz.net verzeichnete 185 Websites von Versandhändlern (2012: 145) sowie mehr Angebote von Merchandiseprodukten über das Social Web (63 Angebote, 2012: 14). Einige rechtsextreme Händler (z.B. Opos, PC-Records) haben ihr Marketing für Neuerscheinungen und die Bereitstellung von Hörproben von Facebook auf die russische Plattform VK verlagert.

jugendschutz.net berichtet über „Rechtextremismus online“ weiterlesen

Schadet Pornographie?

Zur Streitfrage, ob Pornographie Kindern und Jugendlichen schadet, gibt es sehr unterschiedliche Ansichten. Über den dahinterstehenden wissenschaftlichen Streit berichtet der Zeit-Artikel: „Dialektik der Aufklärung“, der die „Verharmloser“ einer „Hamburger Schule“ zuordnet, deren Ergebnisse und liberalen Ansicht von vielen Forschern in Zweifel gezogen werden.

www.zeit.de/2014/26/pornografie-jugendliche-aufklaerung

Interview mit Prof. Liesching zum Jugendmedienschutz

Prof. Dr. Marc Liesching erläutert FSM-Geschäftsführer Otto Vollmers seine Kritik an den aktuellen JMStV-Vorschlägen und seine Ideen für einen modernen Jugendschutz im Internet.

Themenspektrum des einstündigen Gesprächs: Konvergenz, Widersprüche im System, Gefährdungsstufen des Jugendmedienschutzes, Versagen der Medienaufsicht etc.

www.youtube.com/watch?v=x10DmKrtBPw&feature=youtu.be

Irland: Angst vor dem bösen Mann

Der irische Providerverband und Hotline.ie haben untersucht, was im Internet aus Sicht der Eltern für ihre Kinder besonders gefährlich ist.
Dabei eindeutig auf Position eins, die Angst, dass die Kinder gefährliche Menschen im Internet treffen könnten. Danach kommen Pornographie und unsoziales Verhalten/Cyberbulling .
Eines der weiteren Ergebnisse: 30 % kümmern sich gar nicht um das was ihr Kind im Netz treibt.


www.irishexaminer.com/technology/children-meeting-strangers-online-parents-main-fear-273168.html