Hoster RapidVideo blockiert Piraterieportale

RapidVideo sperrt momentan Piraterieportale wie kinox.to oder movie4k.to und speist die Nutzer mit einem Warnhinweis ab. Rapidvideo will sich damit gegen den Druck der Uploader wehren, die wieder eine Bezahlung per View wünschen.

„Diese Einflussnahme der Uploader wollen wir nicht länger hinnehmen. Wir stellen uns damit aktiv gegen die unzähligen Urheberrechtsverletzungen, die von einigen deutschen Uploadern ausgehen. Mit dieser Entscheidung schließen wir uns der Strategie von Vodafone und anderen Internet-Anbietern an, um rechtsverletzende Kinoportale systematisch zu sperren“
so, Alex Bytes, CEO von RapidVideo gegenüber Tarnkappe.

Angeblich will sich RapidVideo in Zukunft als legaler Anbieter positionieren. Wieso die Sperre dann aber nur „vorläufig“ ist und man weiterhin eine Verlinkung von anderen Piraterieportalen zulässt bleibt offen.

https://tarnkappe.info/rapidvideo-blockiert-kinox-to-movie4k-s-to-co/

Frankreich: 24% der Internetnutzer streamen illegales Live-TV

Eine neue Studie, die Hadopi in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen IFOP durchgeführt hat, zeigt, dass 24% der französischen Internetnutzer illegal Live-TV-Inhalte streamen.

Die beliebteste Videoquelle bei den Befragten sind Live-Streaming-Seiten (17%), gefolgt von sozialen Netzwerken (14%) und spezielle IPTV-Diensten und Apps (5%).
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Fake-Shop-Betreiber verhaftet

Einen Schlag gegen mutmaßliche Online-Betrüger, der aus ermittlungs-taktischen Gründen erst jetzt öffentlich gemacht werden kann, ist den Staatsanwälten der bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg errichteten Zentralstelle Cybercrime Bayern und den Beamten der Kriminalpolizei Nürnberg bereits im März gelungen: Zwei junge Männer konnten in Berlin festgenommen werden. Einer befindet sich seit Mitte März in Untersuchungshaft.
Sie sind dringend tatverdächtig, mit betrügerisch erlangten Bankkonten und falschen Internetseiten mehrere Hunderttausend Euro erlangt zu haben. Die Zahl der Geschädigten ist abschließend noch nicht bekannt, nach derzeitigem Ermittlungsstand ist aber von mehreren hundert Personen auszugehen.
Die Beschuldigten betrieben mehrere Internetseiten, auf denen sich unbedarfte Personen als Produkttester bewerben konnten, um einen kleinen Nebenverdienst zu erzielen. Nach einer kurzen vertrauensbildenden Umfrage sollten die „Produkttester“ über eine heruntergeladene App die Online-Verifizierung bei einer Bank testen – so jedenfalls wurde es den Teilnehmern eingeredet. In Wirklichkeit aber hatte der jeweilige Tester unwissentlich ein Konto auf seinen Namen eröffnet, auf das er nach Abschluss des Tests jedoch keinen Zugriff hatte.
Die Beschuldigten nutzten die Konten dann für einen betrügerischen Online-Handel in dem nicht existierenden Waren per Vorkasse „verkauft“ wurden.

https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/generalstaatsanwaltschaft/bamberg/presse/2019/9.php

1XBET: Sportwettenwerbung nutzt Piraterie

1XBET „International Presenting Partner“ der italienischen Fußballliga nutzt Piraterie als Werbeträger. Werbung des Gamblinganbieters russischen Ursprungs taucht sowohl in Dateinamen als auch in Filmen auf, die über Piraterieplattformen wie ThePiratebay vertrieben werden. Ob diese Kopien im Auftrag von 1XBet oder von Affiliiates erstellt werden, ist bisher unklar.

https://torrentfreak.com/1xbet-the-bizarre-cam-brand-that-movie-pirates-love-to-hate-190526/

Musikindustrie schaltet DBR.ee ab

Die Musik-Piraterieseite DBR.ee wurde von dem Betreiber vom Netz genommen, nachdem er von der Musikwirtschaft kontaktiert wurde. Der Schließung der in Kanada gehostetet Seiten vorangegangen war ein Auskunftsbegehren an Cloudflare bei einem US-Bundesgericht. Ob dieses zur Ermittlung des Betreibers beigetragen wurde von der IFPI nicht offengelegt.

https://torrentfreak.com/dbr-ee-shut-down-by-music-industry-groups-190528/

Ministerielle Nachhilfe für die Denic

Die Verbraucherschutzministerien der Länder wollen verstärkt gegen Fake-Shops im Internet vorgehen. Nach Informationen von NDR und Süddeutscher Zeitung sprechen sich die Ministerien dafür aus, dass die Anmeldung von Internetseiten mit einer de-Domain künftig nur mit einer Identitätsprüfung möglich sein soll.

Über von der Denic vergebene de-Domains laufen die meisten Fake-Shops. Da die Denic sich weigert, hier aktiv zu werden, muss nun der Gesetzgeber eingreifen.

Die Denic erläutert auch heute noch, dass sie nichts unternehmen kann. Vielleicht erfährt sie ja jetzt durch die Presse, dass man die Daten der Anmelder überprüfen könnte.

https://www.denic.de/aktuelles/informationen-zu-fake-shops/, Abruf 24.05.2019.

 

https://www.presseportal.de/pm/6561/4278996

Vgl. auch: https://webschauder.de/die-denic-und-fakeshops-sorry-aber-da-kann-man-echt-nichts-machen/

Diskussion über Fakenews ist gefährlicher als die falschen Nachrichten!

Zwei Studien haben die Bedeutung von Fake-News mit völlig unterschiedlichen Ergebnissen untersucht.

Die Spenden und Crowdfunding finanzierte Organisation Avaaz hat in der Studie FAR RIGHT NETWORKS OF DECEPTION über 500 verdächtige Seiten und Gruppen auf Facebook gefunden, denen fast 32 Millionen Menschen folgten, die in den letzten 3 Monaten über 67 Millionen Kommentare, Likes und Shares generierten.
Zu Deutschland stellt die Studie fest, dass gefälschte Konten und Seiten die Reichweite der AfD erhöhen und Desinformationen über Facebook verbreiten. Man hat einen AfD-Politiker gefunden der anscheinend daran beteiligt ist (vgl. auch Artikel auf netzpolitik.org). Zudem hat man illegale Inhalte (Hakenkreuze, Holocaust-Leugner) auf Facebook gefunden.

Das Oxford Internet Institute (OII) hat nach einer kleinen Studie allerdings eine ganz andere Botschaft: „Desinformation in sozialen Netzwerken wird nicht so heiß gegessen, wie sie gekocht wird“. Zumindest sei die Europawahl offenbar „weder als Ziel, noch als Inhalt wahnsinnig attraktiv“ für Desinformationen. „Einzelne virale Storys, die sehr viele Menschen erreichen, könnten eine Wirkung haben“, doch die eigentliche Gefahr bestehe auf einem „Meta-Level“, nämlich in der überhitzten Debatte über die Macht von Desinformation.

Also bloß nicht mehr darüber diskutieren, sagt das OII, finanziert u.a. von Google, Facebook und OSF.

OII-Supporters

Facebook nutzt Sponsoring als Druckmittel in Expertengruppe

Nach Angaben von vier Mitgliedern einer hochrangigen EU-Expertengruppe gegen Desinformation soll Facebook durch mündliche Drohungen in den Pausen der Verhandlungen Mitglieder der Gruppe davon abgebracht haben, härtere Maßnahmen gegen die zunehmenden Desinformationen im Netz zu entwickeln.
So soll Facebook bei zu harter Regulierung damit gedroht haben, die Unterstützung für journalistische und akademische Projekte einzustellen.

Die Gruppe gegen Desinformation war mit insgesamt 39 Experten besetzt, davon mindestens zehn Personen, die von den Plattformen direkt oder indirekt Geld erhalten.
Insoweit verwundert es nicht, dass die Expertengruppe vor allem empfiehlt, die Plattformen sollten sich freiwillig und selber regulieren und Bürgerinnen und Bürger ihre Medienkompetenz stärken, um Desinformationen zu erkennen.

Facebook hat über eine Agentur mitteilen lassen, dass dies eine „bewusste Falschdarstellung“ sei.

https://www.buzzfeed.com/de/nicoschmidt/eu-europawahl-desinformation-facebook-google-social-media

OLG Celle zur Deckelung der Abmahnkosten bei P2P-Fällen

Nach Ansicht des OLG Celle ist die Deckelung der Abmahnkosten in P2P-Urheberrechtsfällen wirksam. Eine Ausnahme von dieser Deckelung kommt aber in Betracht, wenn die Verletzung vom üblichen Umfang abweiche. Dies sei dann der Fall, wenn besondere viele Rechtsverletzungen vorlägen oder die unerlaubte Veröffentlichung zeitnah zur legalen Erstveröffentlichung erfolgt. Dies sei aber nicht mehr der Fall, wenn die die Erstveröffentlichung fünf Monate vorab erfolgte.
[OLG Celle, 12.04.2019, Az.: 13 W 7/19]

https://www.dr-bahr.com/news/urheberrecht/deckelung-der-abmahnkosten-bei-p2p-urheberrechtsfaellen-wirksam.html