Kinox.to und die Selimi Brüder

Das Handelsblatt berichtet über den aktuellen Sachstand bezüglich der Selimi-Brüder:

Der jüngere Bruder hatte sich im Sommer 2017 selbst gestellt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft blieb aber im Laufe der Ermittlungen nur die Steuerhinterziehung übrig. Da der 26-Jährige geholfen hat, rund 1,75 Millionen Euro für das Finanzamt zu sichern, wurde das Verfahren eingestellt.

Der ältere Bruder ist weiter auf der Flucht. Er wird als gewaltbereit eingestuft und wegen Straftaten wie räuberische Erpressung, Nötigung, Brandstiftung und Steuerhinterziehung gesucht.

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/familienunternehmer/illegale-streamingplattform-bruder-des-mutmasslichen-betreibers-von-kinox-to-kooperiert-mit-dem-finanzamt/24149604.html?ticket=ST-888349-wSgc06hUjYRcRqxiqiwG-ap4

Vodafone sperrt boerse.to

Tarnkappe informiert, dass Vodafone eine DNS-Sperre für das Piraterieportal boerse.to eingerichtet hat. Von Vodafone erfuhr Tarnkappe, dass die GEMA diese beantragt hatte und dass die Sperre ohne Gerichtsverfahren erfolgte:
„Die GEMA hat uns offiziell eine Notifizierung zugesendet und wir haben zur Vermeidung eines Rechtsstreits im Einklang mit den vom Bundesgerichtshof festgelegten Grundsätzen – nachdem wir uns zuvor vergewissert haben, dass die GEMA vorprozessual eigene Anstrengungen gegenüber den originären Rechtsverletzern unternommen hat – die DNS Sperren eingerichtet.“

https://tarnkappe.info/vodafone-gema-fuer-sperre-von-boerse-to-verantwortlich/

LG Frankfurt zum Auskunftsanspruch gegen Instagram

Das Landgericht Frankfurt hat entschieden, dass derjenige der  auf einem Instagram Fake-Account beleidigt wurde, einen Auskunftsanspruch gegen Instagram auf Mitteilung sämtlicher relevanten Daten hat.
Zu den zu beauskunftenden Daten gehören IP-Adresse, Datum und Uhrzeit (sowohl zum Upload als auch zur letzten Nutzung) und die E-Mail-Adressen.
[LG Frankfurt, 18.02.2019, Az.: 2-03 O 174/18]
https://www.online-und-recht.de/urteile/Gestattungsanspruch-nach-%C2%A7-14-Absatz-3-TMG-Landgericht-Frankfurt_aM-20190218/

Google kümmert sich nicht um Mordvideos

Unter dem Titel “Europe is on the brink of changing the internet again” berichtet CNN Business über die EU-Urheberrechtsrichtlinie und interviewt Andy Parker, den Vater der 2015 erschossenen Nachrichtenreporterin Alison Parker, zu dem nun jahrelangen Kampf, die Videos des Mordes aus dem Netz zu bekommen. Leider vergeblich, Google verweigert es, obwohl die Technologie dazu vorhanden ist.
https://edition.cnn.com/2019/03/25/tech/eu-copyright-bill/index.html?fbclid=IwAR3NQBgoo9PW9uXTn3RXsFenM7D_-qlPTC-QX2CANCl33wWl25SR-qqq7fc

Google: Fake-Löschung von Suchergebnissen

Auf Anforderungen der Rechteinhaber entfernt Google Links aus den Suchergebnissen: Gleichzeitig stellt Google aber einen Link zu einem Dokument bereit, das die gelöschten Links enthält.

Damit man nun den Klick zur Lumen-Datenbank nicht mehr machen muss, gibt es nun Browser-Erweiterung „Google Unlocked“, welche die gelöschten Suchergebnisse direkt wieder in Googles Ergebnisliste einfügt.

https://www.voxindie.org/lumen-database-still-keeps-pirate-links-alive-and-now-has-a-helper/

USA: Weitere Klagen gegen ISPs

US-amerikanische Musikunternehmen haben zwei weitere Internetserviceprovider verklagt, da sie keine Maßnahmen gegen Kunden ergriffen haben, die den Netzanschluss zur Verbreitung von Raubkopien nutzen.
Verklagt wurden Charter Communications und Bright House Networks, die vor drei Jahren von Charter übernommen wurden.
Die potentiellen Schäden sollen über 1 Mrd. Dollar liegen.

https://torrentfreak.com/music-companies-sue-isp-bright-house-for-failing-to-disconnect-pirates-190325/
https://torrentfreak.com/music-companies-sue-charter-for-turning-a-blind-eye-to-piracy-190326/

Landesmedienanstalt NRW kündigt Untersuchung in Sachen YouTuber und Artikel 13 Videos an.

In der heutigen Ausgabe (25.03.2019) der Frankfurter Allgemeinen Zeitung FAZ erklärt der Chef der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen, Tobias Schmid, dass man im Falle der möglicherweise durch eine Kampagnenseite lancierten YouTube-Videos gegen die Urheberrechtsrichtlinie eine Untersuchung einleiten werde.
Schmid: „Es ist absurd, unter dem Vorwand, das Recht auf freie Meinungsäußerung zu schützen, genau dieses Recht zu missbrauchen, indem man sich dafür bezahlen lässt, eine fremde Meinung als eigene zu verbreiten“

Den ganzen Artikel, der hinter einer Bezahlschranke liegt, gibt es hier.