THE PIRATE BAY DOMAIN DISTRIBUTION

In many countries “The Pirate Bay“ has been blocked. In Sweden the domain registration of thepiratebay.se could be withdrawn. So “The Pirate Bay” has lost many visits. Starting with 436 million visits in July 2014 they lost 35% of all visits until March 2015, which had 285.5 million visits.
Therefore “The Pirate Bay” is trying to distribute their customers across several alternative domains (e.g. thepiratebay.la).

Alternative Domains
According to data gathered from Similiar Web, only 9 of 46 domains are important (more than a million visits); nine domains had less than 500 visits per month.

The Pirate Bay visits (data from similiarweb.com)
  Jul 14 Mrz 15 Jul 15
thepiratebay.se 450,000,000 285,500,000        7,200,000
Alternative Domains                –    16,149,500    286,771,500
450,000,000 301,649,500    293,971,500

Proxies
Proxies can be used to circumvent blocking measures. There are a many on Google, but we tested 267 and found data only for 161 proxies.

Visits on The Pirate Bay-Proxys (similarweb)
proxies Share
unknown 17 6.4%
not enough data 89 33.3%
with data 161 60.3%
Total 267

Only 26 proxies had more than 100,000 visits in July and two with more than a million. Visits to proxies rose by 24% between March and July 2015 with 28,445,000 visits.

So the traffic to “The Pirate Bay” is still concentrated on a few sites.

The Pirate Bay verteilt Besucherströme

Zur Bekämpfung des wohl weltweit bekanntesten Piraterieportals „The Pirate Bay“ gibt es in vielen Länder Internetsperren der Seite. In Schweden versucht man der Seite ihren Domainnamen zu entziehen; zeitweise war die Seite sogar offline.
Dies hat auf Jahressicht zu hohen Verlusten an Besuchen (Visits) geführt. Während die Seite laut Similarweb.com im Juli 2014 noch 436 Mio. Besuche verzeichnen konnte, waren es im März nur noch 285,5 Mio. Seit dem Frühjahr versucht man nun über verschiedene Seiten auszuliefern um dem Verfolgungsdruck zu entgehen. The Pirate Bay verteilt Besucherströme weiterlesen

Auskunftsrechte: Nicht bei Google

Mit Umsetzung der EU-Enforcement-Richtline haben Urheberrechtsinhaber gegenüber Dienstleitern das Recht, Name und Anschrift von Urheberrechtsverletzter benannt zu bekommen.
Google interessiert dieses EU-weite Recht nicht. Der Konzern hat zwar auf Aufforderung der niederländischen Antipiraterieorganisation BREIN den Google Play Account eines Verkäufers von illegalen E-Book-Kopien gesperrt, weigert sich aber dessen Identität offenzulegen. Inzwischen wurde Klage eingereicht.

www.anti-piracy.nl/nieuws.php?id=359

www.gulli.com/news/26536-google-schuetzt-identitaet-von-ebook-raubkopierer-2015-09-15

Neuseeland: Warnhinweise zu teuer

Neuseeland hat als eines der ersten Länder ein Warnhinweissystem eingeführt, über welches Nutzer von Tauschbörsen wegen der Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte ermahnt werden können.
Aufgrund der hohen Kosten wird es aber nur wenig genutzt. Jede Verwarnung kostet $25 (14€), die geplanten drei Verwarnungen somit $75. Danach könnten die Rechteinhaber für weitere $200 eine offizielle Beschwerde einreichen. Dies geschieht aber fast nie.
https://torrentfreak.com/warning-illegal-downloaders-is-too-expensive-record-labels-complain-150914/

P2P-Sommer: Downloads plus 29%

Nach Angaben der Anti-Piraterie-Firma Excipio gab es diesen Sommer weltweit mehr illegale Downloads der TOP 5 Hollywood-Blockbuster in Tauschbörsen als im Vorjahreszeitraum.

Im Zeitraum zwischen dem 21. Juni und dem 9. September wurden die TOP 5 insgesamt 85,34 Mio. mal heruntergeladen (plus 29 % zum Vorjahr). Spitzenreiter war „Mad Max: Fury Road”  mit fast 23 Millionen Mal Downloads.

Variety weist daraufhin, dass in diesem Sommer die Kino-Neuheiten recht erfolgreich gelaufen sind.

http://variety.com/2015/digital/news/summer-movie-piracy-mad-max-fury-road-2015-1201589991/

Hostprovider haftet als Störer für Sammlung mit Links zu illegalen Inhalten

In einem vom LG Hamburg zu entscheidenden Fall verlinkte der Kunde eines Hostproviders auf ein Musikalbum, welches ohne Zustimmung des Rechteinhabers auf einem Sharehoster gespeichert wurde.

Rasch Rechtsanwälte forderten den Hostprovider zunächst auf, dafür zu sorgen, dass die Verlinkung auf ein bestimmtes Musikalbum entfernt wird.

Dieser unterließ es aber auf seinen Vertragspartner – den Betreiber der Linksammlung – einzuwirken um eine Entfernung der Links erreichen. Auch schaltete er die Seite nicht ab.

In der Folge erließ das LG Hamburg eine einstweilige Verfügung, die es dem Hostprovider verbietet, diese Verlinkung weiterhin zu veröffentlichen.

[LG Hamburg, Beschluss vom 19.8.2015, Aktz. 308 O 293/15]

www.raschlegal.de/news/hostprovider-unterliegt-link-zu-illegalem-content-verletzt-urheberrechte/

JMStV-Entwurf: Kapitulation vor der Medienwirklichkeit

Prof. Dr. Marc Liesching, Professor für Medienrecht und Medientheorie in Leipzig, hat den nunmehr dritten Versuch eines JMStV-Entwurfs kommentiert. Die Kritik fällt vernichtend aus. Aus dem Fazit:

„Die dringlichen Fragen zur Umsetzung eines modernen Jugendmedienschutzes im Zeitalter des Web 2.0 werden weiter vollumfänglich ignoriert. Kinder und Jugendliche werden in Bezug auf Kommunikationsrisiken in sozialen Netzwerken alleine gelassen.“

„Die Vorlage hat im Falle ihrer Umsetzung keine praktischen Auswirkungen auf den jetzt schon hoffnungslos veralteten Jugendmedienschutz und mündet lediglich in den Befund, dass die Medienrealitäten einer phlegmatischen, ideenlosen und im Grunde hilflos erscheinenden Länderregulierung gänzlich enteilt sind. Dem steht ein in Verfassungsrang stehender und die Gesetzgeber bindender Auftrag zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in ihrer heutigen Medienwelt gegenüber.“

http://blog.beck.de/2015/09/06/umformulieren-statt-novellieren-zum-nunmehr-dritten-versuch-eines-jmstv-entwurfs

Bundestag: Exklusive Sicherheit?

Um weitere Hackerangriffe auf den Bundestag zu vermeiden, werden nach Informationen von NDR, WDR und SZ in Kürze mehrere 10.000 Seiten künftig im Bundestagsnetz gesperrt. Darunter insbesondere solche Seiten, die Schadsoftware verbreiten oder Besucher ausspionieren. Die Sperrlisten sollen zumindest für die Mitglieder der IuK-Kommission einsehbar sein.
Diese Entscheidung scheint eines der wesentlichen Bestandteile des von der Telekomtochter T-Systems entworfenen Konzepts für eine neue IT-Sicherheitsarchitektur zu sein.

Ob ein solches sicheres Internet auch jemals dem normalen Endverbraucher angeboten wird?

www.tagesschau.de/inland/hacker-119.html

Neu Tiefpunkt bei YouTube-Werbung

Der Blog VoxIndie verweist auf den mangelnden Schutz der  Werbetreibenden bei YouTube.

Es sei zwar bekannt, dass YouTube so gut wie überall Werbung schalten würde, aber dass nun auch Werbung vor hochgeladenen Clips des „Live-TV-Mordes“ an den WDBJ-TV Mitarbeitern erschienen wäre, sei ein neuer Tiefpunkt.

Bezug nehmend auf YouTubes Content ID fragt das Magazon: „Why not use it to block these type of uploads?  Can’t YouTube use its own technology to safeguard advertisers?“

http://voxindie.org/with-advertising-aside-tv-murder-clips-youtube-sinks-to-new-low/

Irland: Haft für Streaming-Betreiber

Für den Betrieb von mehreren rechtswidrigen Streaming-Webseiten wurde ein Mann aus Nordirland zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt. Durch Werbung auf diesen Seiten hat er rund 413.000 € eingenommen. Der verursachte Schaden beträgt aus Sicht der Ermittler 165 Millionen €.

www.gulli.com/news/26504-irland-vier-jahre-haft-fuer-den-betrieb-von-streaming-plattformen-2015-09-08

Norwegen: Piratenpartei vereinfacht Rechtsbruch

In Norwegen hat ein Gericht zu verschiedenen illegalen Internetseiten Sperrverfügungen erlassen. Damit die Internetnutzer diese Sperren leichter umgehen können, bietet die norwegische Piratenpartei nun einen kostenfreien DNS-Service an. Dort werden die gesperrten Seiten nebst ihrer IP-Adresse auch weiterhin aufgelistet.

https://torrentfreak.com/pirate-party-offers-dns-to-bypass-pirate-bay-blockade-150907/