Schlagwort-Archive: Zahlung

LG Hamburg: Ordnungsgeld, da PayPal-Zahlung und VPN zugelassen

Dem Unternehmen Bossland wurde vom LG Hamburg gerichtlich untersagt, Sofware anzubieten, die Spielzüge des Online-Spiels „Diabolo 3“ automatisiert.

Daraufhin richtete das Unternehmen eine IP-Sperre ein, um deutsche IPs auszusperren und verbot seinen Zahlungsanbietern deutsche Zahlungsmittel anzunehmen.

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Kein Online-Banking wegen Sicherheitsbedenken – 2% hatten finanzielle Schäden

Eine aktuelle Befragung im Auftrage der Initiative D21 zum Online-Banking zeigt:

  • Sicherheitsvorbehalte sind die größten Barrieren für die Nutzung von Online-Banking. 76 Prozent der Online-Banking-Ablehner verweisen auf Angst vor Betrug.
  • 55 Prozent derjenigen, die einer Online-Banking-Nutzung ablehnend gegenüberstehen, geben an, dass nichts sie zu einer Nutzung bewegen kann. Für die übrigen 45 Prozent aktueller Ablehner wäre der am häufigsten genannte Grund für eine künftige Nutzung die Entwicklung ganz neuer Sicherheitsverfahren.
  • Knapp zwei Prozent der Befragten geben an, beim Online-Banking schon einmal einen finanziellen Schaden erlitten zu haben. Immerhin 17 Prozent der Befragten können von finanziellen Schadensfällen in ihrem Umfeld im Zusammenhang mit Online – Banking berichten.

www.initiatived21.de/wp-content/uploads/2014/06/d21_fiducia_studie_onlinebanking_2014.pdf

Studie zeigt: Bezahlsysteme sind „Lebensadern“ der Share- und Videohoster

Eine vom Videofachhandel in Auftrag gegebene und durch die Filmförderanstalt (FFA) unter­stützte Studie hat die Nutzung von Zahlungsdienstleistern bei der illegalen Verbreitung urhe­ber­rechtlich geschützter Werke im Internet untersucht. Das Ergebnis: die meist anonymen Betreiber der Share- und Videohoster schöpfen das gesamte Spektrum moderner Bezahl­sys­teme aus, um sich ihre „Dienste“ vom Endverbraucher vergüten zu lassen. Bei durch­schnitt­lichen Gebühren von 8,30 Euro für ein Monats- und 54,30 Euro für ein Jahresabo ein Millionengeschäft für die Hoster.

Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 55 Video- und Share­hoster unter die Lupe genom­men. Da­bei zeigte sich zunächst, dass jedes einzelne Angebot darauf ausgelegt ist, Einnah­men zu ge­nerieren. Studie zeigt: Bezahlsysteme sind „Lebensadern“ der Share- und Videohoster weiterlesen

Geschäftsmodell Urheberrechtsverletzung

Britische Marktforscher von BAE Systems Detica haben im Auftrag von Google und der Musik-Verwertungsgesellschaft PRS aus über tausend gemeldeten urheberrechtsverletzenden Internetangeboten eine Modell aus 6 verschiedenen Pirateriegeschäftsmodellen entwickelt und 153 Seiten genauer untersucht.

Folgende 6 Geschäftsmodelle werden beschrieben: Geschäftsmodell Urheberrechtsverletzung weiterlesen

OLG Stuttgart: Kein Auskunftsanspruch gegenüber einer Bank bei Markenrechtsverletzung

Leitsatz:
„Mit dem Auskunftsanspruch des § 19 Abs. 2 Nr. 3 MarkenG kann nicht verlangt werden, dass eine Bank, bei der eine unter einer Briefkastenadresse agierende markenverletzende GmbH ein Konto zur Abwicklung ihrer rechtswidrigen Geschäfte unterhält, Auskunft über den von der GmbH personenverschiedenen (eigentlichen) Kontoinhaber erteilt.“

[OLG Stuttgart, Beschluss vom 23.11.2011, Az.: 2 W 56/11]http://lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=bw&nr=15162

OLG Köln: Grenzen des urheberrechtlichen Auskunftsanspruchs

In einem von WebGuard organisierten Musterverfahren hat das OLG Köln die Grenzen des urheberechtlichen Auskunftsanspruchs nach § 101 UrhG aufgezeigt:

  • Sharehoster sind zur Auskunft verpflichtet.
  • Dies gilt auch für Schweizer Sharehoster.
  • Sie müssen Name und Anschrift der Uploader herausgeben.
  • Dies gilt ebenso für die E-Mail-Adresse des Uploaders.

Die Urheber haben keinen Anspruch auf Zahlungsdaten und Telefonnummer, da diese im Gesetz nicht aufgeführt sind.

[OLG Köln, Urteil vom 25.3.2011, Az.: 6 U 87/10] MMR 2011, 394
www.jurpc.de/jurpc/show?id=20110092