Schlagwort-Archive: YouTube

Jüdischer Weltkongress kritisiert YouTube

Der Jüdische Weltkongress (WJC) hat eine massenhafte Verbreitung von Neonazi-Musik auf YouTube angeprangert und dazu auch Beispiele aufgeführt.
Da anscheinend ein Teil der Videos gelöscht wurde, kann man YouTubes Ausrede „Wir entfernen alle Videos, die gegen diese Richtlinien verstoßen, sobald sie gemeldet werden. Dies gilt ebenso für verbotene rechtsextreme Musikstücke.“ nur so verstehen, dass man das eigene Content-ID-System nicht für Nazi-Musik nutzt.

www.welt.de/politik/deutschland/article154959419/Ende-von-Neonazi-Bands-auf-YouTube-gefordert.html

Nachtrag 08.06.2016
Inzwischen gibt es weitere ergänzende Berichterstattung:

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/neonazi-videos-auf-youtube-juedischer-weltkongress-greift-google-an-a-1096313.html

http://www.swr.de/report/neonazi-musik-stiftet-zu-straftaten-an/-/id=233454/did=17334864/nid=233454/y28tga/index.html

 

OLG München: YouTube darf verdienen und muss keinen Schadensersatz leisten

Nach Ansicht des OLG München kann YouTube nicht für Urheberrechtsverletzungen in die Pflicht genommen werden. Nach Ansicht der Richter liege die alleinige Verantwortung bei den einzelnen Uploadern.
Dass YouTube aus diesen bereitgestellten Videos erhebliche wirtschaftliche Gewinne erzielt, sei egal. YouTube sei nicht zu Schadensersatz an die GEMA verpflichtet.
Eine Revision vor dem BGH ist zugelassen und wahrscheinlich.

[OLG Münchner OLG, 28. Januar 2016, Az.: 29 U 2798/15]
www.gema.de/aktuelles/olg_muenchen_urteilt_uploader_in_der_lizenzpflicht_nicht_youtube/

Differenzierter hatte sich das OLG Hamburg mit der Haftung von YouTube auseinandergesetzt:
www.webschauder.de/olg-hamburg-urheberrechtsverfahren-gegen-youtube-und-google/

Hatespeech 1: Youtube verdient mit

Der Spiegel berichtet über Hatesspeech-Videos auf YouTube vor denen teilweise auch Werbung geschaltet ist. Die jeweiligen Werbenden wissen in der Regel nichts davon und kümmern sich schnell um eine Abschaltung.
Diese Videos – oft verfälschende Zusammenstellungen von TV-Material – verstoßen zudem gegen Urheberrechte. Es sei leichter wegen Urheberrechtsverletzung Inhalte bei YouTube löschen zu lassen, als wegen der verbreiteten Hassbotschaft, stellt der Spiegel fest.
www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/youtube-werbung-vor-hetzvideos-gegen-fluechtlinge-a-1058254.html

YouTube muss (vorerst) nicht für Nutzerinhalte zahlen

Das Landgericht München hat eine Klage der GEMA gegen YouTube abgewiesen, nach der die GEMA von Youtube für vom Nutzer hochgeladene Musikvideos Schadensersatz verlangte.

Eine Begründung für das Urteil scheint es (bisher) nicht zu geben. Ob die GEMA Berufung einlegt ist noch offen.

www.welt.de/wirtschaft/article143368200/Gema-verliert-den-Prozess-gegen-YouTube.html?wtrid=socialmedia.socialflow….socialflow_facebook

 

 

 

YouTube: Unzählige kommerzielle Hörbücher im Angebot

Tarnkappe berichtet darüber, dass auf YouTube viele vollständige Hörbücher zu finden sind, darunter auch populäre Werke. In Anbetracht des Aufkommens hält Tarnkappe die Maßnahmen der Verlage für nicht ausreichend.
Allerdings wird auch erwähnt, dass Maßnahmen gegen illegale Angebote nicht umsonst zu haben sind. Wer nicht will, dass seine Werke auf YouTube erscheinen, kann diese dort (aufwendig) suchen und melden oder sich von Google eine kostenpflichtige Content-ID erstellen lassen, mit der dann YouTube die illegalen Angebote identifizieren und löschen kann.

Fazit von Tankappe: „Gut geschützt ist als Rechteinhaber nur, wer zum eigenen Schutz Geld ausgibt.“

https://tarnkappe.info/youtube-unzaehlige-kommerzielle-hoerbuecher-im-angebot/

KJM fordert bessere Filter

Stagnation lautet das Fazit des aktuellen Filtertests, den jugendschutz.net zum neunten Mal im Auftrag der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) durchführte.

Die Programme von JusProg und Telekom zeigten zwar niedrigere Fehlerquoten als die meisten anderen Filter, die zur Ermittlung des Stands der Technik überprüft wurden, erfüllten aber noch nicht die Erwartungen der KJM. Nur bei pornografischen Websites waren die Filterquoten befriedigend, bei Gewaltdarstellungen oder Rassismus wurde jedes zweite Angebot falsch behandelt.

Davon unabhängig muss die Entwicklung von Lösungen für Social-Media-Plattformen wie YouTube oder Facebook vorangetrieben werden. Bislang können diese nur komplett blockiert oder frei geschaltet werden.

„Wir müssen die Anstrengungen verstärken, den technischen Jugendschutz zu verbessern“, fordert der KJM-Vorsitzende Schneider. „Ein Hochtechnologieland, das Milliarden für bessere Internetanbindung investiert, muss auch in der Lage sein, bestmögliche und einfach zu bedienende Schutzmechanismen zu entwickeln.“

www.kjm-online.de/service/pressemitteilungen/detailansicht/article/kjm-pressemitteilung-012015-jugendschutzfilter-halten-nicht-schritt-mit-der-internetentwicklung.html

 

 

Österreich: Privatsender verklagt Google

Der österreichische Privatsender Puls 4 hat Google wegen der Verletzung seine Urheberrechte verklagt, da User auf YouTube selbstständig Inhalte des Senders hochladen können.
Puls 4 klagt nun auf Unterlassung, da YouTube Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung leiste. „Wir wehren uns dagegen, dass es YouTube ermöglicht, von uns hergestellte Inhalte illegal hochzuladen, ohne zu fragen und ohne Urheberrechte abzugelten“, so Geschäftsführer Breitenecker.

Da YouTube die Inhalte kenne und die Clips sortiert, nach Themen ordnet und verknüpft, liege eine eindeutig eine „redaktionelle Bearbeitung“ vor. Durch die Vermarktung der Videos mit Werbung komme zudem auch das Wettbewerbsrecht ins Spiel.

www.it-press.at/apameldung/ITM_20140627_ITM29510717519092992/puls-4-klagt-google

Erpressung die Zweite ?

Nach Vorwürfen des Börsenvereins, das Amazon Buchverlage durch Lieferverzögerungen zu höheren Rabatten bei E-Books zwingen wolle, wurde nun ein weiterer Fall des Machtmissbrauchs bekannt:

Das Netzwerk der Indie-Labels, Worldwide Independent Network (WIN) beschuldigt YouTube, die Labels zu einem Vertragsabschluss zu zwingen, der eine Bezahlung vorsieht, die weit unter der von Rdio, Deezer, Spotify und anderen Streamingservices liegt.
Sie würden die Indies nahezu erpressen, zu unterschreiben. Wenn sie diesen Vertrag nämlich nicht unterschreiben, so sagt WIN, drohe Youtube damit, alle Videos des Labels zu blockieren. YouTube habe sich direkt mit Briefen an die einzelnen Labels gewendet.

www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/streit-um-rabatte-deutscher-buchhandel-wirft-amazon-erpressung-vor-a-970633.html

www.wecab.info/3390-youtube-droht-indies-mit-dem-sperren-ihrer-inhalte/#more-3390