Schlagwort-Archive: YouTube

Alibiaktion von YouTube?

YouTube hat vor kurzem die Betreiber des populären Download-Service TubeNinja aufgefordert ihre Video-Download-Funktion einzustellen, da der Download von Videos gegen die Nutzungsbedingungen von YouTube und dessen Programmierschnittstelle (API) verstoße.
Offen bleibt, wieso man nicht direkt abgemahnt hat, wieso Google beim Chrome Browser ähnlich arbeitende Plug-ins zulässt und eine ähnliche Aufforderung gegen Youtube-mp3.org ins Leere lief.

https://torrentfreak.com/youtube-threatens-legal-action-video-downloader-160530/

Frankreich: Klage gegen Facebook, Google und Twitter

In Frankreich wurden Facebook, YouTube (Google) und Twitter wegen Verbreitung von Rassismus verklagt.

Die Kläger, zwei gemeinnützige Organisationen, werfen den Unternehmen vor, rassistische, antisemitische, den Holocaust leugnende und homophobe Inhalte trotz Hinweises nicht gelöscht zu haben.
Von den in etwa 4 Wochen gemeldeten 586 Postings löschte Facebook 34 Prozent, Youtube 7 Prozent und Twitter  4 Prozent.

http://www.zdnet.de/88269362/facebook-google-und-twitter-in-frankreich-wegen-verbreitung-von-rassismus-verklagt/

 

Jüdischer Weltkongress kritisiert YouTube

Der Jüdische Weltkongress (WJC) hat eine massenhafte Verbreitung von Neonazi-Musik auf YouTube angeprangert und dazu auch Beispiele aufgeführt.
Da anscheinend ein Teil der Videos gelöscht wurde, kann man YouTubes Ausrede „Wir entfernen alle Videos, die gegen diese Richtlinien verstoßen, sobald sie gemeldet werden. Dies gilt ebenso für verbotene rechtsextreme Musikstücke.“ nur so verstehen, dass man das eigene Content-ID-System nicht für Nazi-Musik nutzt.

www.welt.de/politik/deutschland/article154959419/Ende-von-Neonazi-Bands-auf-YouTube-gefordert.html

Nachtrag 08.06.2016
Inzwischen gibt es weitere ergänzende Berichterstattung:

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/neonazi-videos-auf-youtube-juedischer-weltkongress-greift-google-an-a-1096313.html

http://www.swr.de/report/neonazi-musik-stiftet-zu-straftaten-an/-/id=233454/did=17334864/nid=233454/y28tga/index.html

 

OLG München: YouTube darf verdienen und muss keinen Schadensersatz leisten

Nach Ansicht des OLG München kann YouTube nicht für Urheberrechtsverletzungen in die Pflicht genommen werden. Nach Ansicht der Richter liege die alleinige Verantwortung bei den einzelnen Uploadern.
Dass YouTube aus diesen bereitgestellten Videos erhebliche wirtschaftliche Gewinne erzielt, sei egal. YouTube sei nicht zu Schadensersatz an die GEMA verpflichtet.
Eine Revision vor dem BGH ist zugelassen und wahrscheinlich.

[OLG Münchner OLG, 28. Januar 2016, Az.: 29 U 2798/15]
www.gema.de/aktuelles/olg_muenchen_urteilt_uploader_in_der_lizenzpflicht_nicht_youtube/

Differenzierter hatte sich das OLG Hamburg mit der Haftung von YouTube auseinandergesetzt:
www.webschauder.de/olg-hamburg-urheberrechtsverfahren-gegen-youtube-und-google/

Hatespeech 1: Youtube verdient mit

Der Spiegel berichtet über Hatesspeech-Videos auf YouTube vor denen teilweise auch Werbung geschaltet ist. Die jeweiligen Werbenden wissen in der Regel nichts davon und kümmern sich schnell um eine Abschaltung.
Diese Videos – oft verfälschende Zusammenstellungen von TV-Material – verstoßen zudem gegen Urheberrechte. Es sei leichter wegen Urheberrechtsverletzung Inhalte bei YouTube löschen zu lassen, als wegen der verbreiteten Hassbotschaft, stellt der Spiegel fest.
www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/youtube-werbung-vor-hetzvideos-gegen-fluechtlinge-a-1058254.html

YouTube muss (vorerst) nicht für Nutzerinhalte zahlen

Das Landgericht München hat eine Klage der GEMA gegen YouTube abgewiesen, nach der die GEMA von Youtube für vom Nutzer hochgeladene Musikvideos Schadensersatz verlangte.

Eine Begründung für das Urteil scheint es (bisher) nicht zu geben. Ob die GEMA Berufung einlegt ist noch offen.

www.welt.de/wirtschaft/article143368200/Gema-verliert-den-Prozess-gegen-YouTube.html?wtrid=socialmedia.socialflow….socialflow_facebook

 

 

 

YouTube: Unzählige kommerzielle Hörbücher im Angebot

Tarnkappe berichtet darüber, dass auf YouTube viele vollständige Hörbücher zu finden sind, darunter auch populäre Werke. In Anbetracht des Aufkommens hält Tarnkappe die Maßnahmen der Verlage für nicht ausreichend.
Allerdings wird auch erwähnt, dass Maßnahmen gegen illegale Angebote nicht umsonst zu haben sind. Wer nicht will, dass seine Werke auf YouTube erscheinen, kann diese dort (aufwendig) suchen und melden oder sich von Google eine kostenpflichtige Content-ID erstellen lassen, mit der dann YouTube die illegalen Angebote identifizieren und löschen kann.

Fazit von Tankappe: „Gut geschützt ist als Rechteinhaber nur, wer zum eigenen Schutz Geld ausgibt.“

https://tarnkappe.info/youtube-unzaehlige-kommerzielle-hoerbuecher-im-angebot/

KJM fordert bessere Filter

Stagnation lautet das Fazit des aktuellen Filtertests, den jugendschutz.net zum neunten Mal im Auftrag der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) durchführte.

Die Programme von JusProg und Telekom zeigten zwar niedrigere Fehlerquoten als die meisten anderen Filter, die zur Ermittlung des Stands der Technik überprüft wurden, erfüllten aber noch nicht die Erwartungen der KJM. Nur bei pornografischen Websites waren die Filterquoten befriedigend, bei Gewaltdarstellungen oder Rassismus wurde jedes zweite Angebot falsch behandelt.

Davon unabhängig muss die Entwicklung von Lösungen für Social-Media-Plattformen wie YouTube oder Facebook vorangetrieben werden. Bislang können diese nur komplett blockiert oder frei geschaltet werden.

„Wir müssen die Anstrengungen verstärken, den technischen Jugendschutz zu verbessern“, fordert der KJM-Vorsitzende Schneider. „Ein Hochtechnologieland, das Milliarden für bessere Internetanbindung investiert, muss auch in der Lage sein, bestmögliche und einfach zu bedienende Schutzmechanismen zu entwickeln.“

www.kjm-online.de/service/pressemitteilungen/detailansicht/article/kjm-pressemitteilung-012015-jugendschutzfilter-halten-nicht-schritt-mit-der-internetentwicklung.html