Schlagwort-Archive: YouTube

YouTube verschärft Strafenkatalog

YouTube will in Zukunft stärkere Strafen verhängen, wenn ein Nutzer gegen die zahlreichen Richtlinien des Dienstes verstößt. Übeltäter riskieren zeitweise oder dauerhaft von allen Monetarisierungsmöglichkeiten abgeschnitten zu werden.
Dass ein Kanal komplett aus YouTube ausgeschlossen wird, sehen die überarbeitenden Richtlinien allerdings nicht vor.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/YouTube-Harte-Strafen-bei-Richtlinien-Verstoessen-3965083.html

Kryptowährungen: Malware, Betrug und keineswegs sicher

Über Googles Werbeplattform DoubleClick und über YouTube wurde bekannte Malware ausgeliefert, die fremde Rechner für Krypto-Mining missbraucht.
www.heise.de/security/…       www.futurezone.de/digital-life/…

Nach Ansicht von Sicherheitsforschern des Palo Alto Networks sollen weltweit mindestens 15 Millionen Windowsrechner mit Mining-Malware infiziert sein, davon stehen über 6,5 Millionen in Thailand, Vietnam und Ägypten.
www.heise.de/security/…

Wegen regelmäßigem Betrug untersagt Facebook Werbung für Kryptowährungen.
www.heise.de/newsticker/…

Bei der japanischen Kryptobörse Coincheck haben Hacker Digitalanlagen im Wert von umgerechnet ungefähr 430 Millionen Euro erbeutet.
www.faz.net/aktuell/…

Der Spiegel berichtet detailliert über verschiedene Formen des Diebstahls von Kryptowährungen.
www.spiegel.de/netzwelt/…

Der Spiegel bezeichnet die Blockchain als Trottel-Archiv und zeigt anhand von Studienergebnissen aus Katar, dass Bitcoin keineswegs ein anonymes Zahlungsmittel ist.
www.spiegel.de/netzwelt/…

YouTube: Keine Werbung mehr bei kleinen Kanälen

YouTube lässt Werbung nur noch auf Kanälen zu, die mindestens 1000 Abonnenten und 4000 Stunden „Sehdauer“ vorweisen. Bislang musste ein Kanal 10.000 Aufrufe haben, um Werbegelder zu erhalten.
Mit dieser Verschärfung will die Plattform verhindern, dass „potenziell unangemessene Videos“ Umsätze generieren.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Strengere-Regeln-fuer-YouTube-Kanaele-die-Geld-verdienen-wollen-3944497.html

Journalist Richard Gutjahr berichtet über die Social-Media-Hölle

Der Journalist Richard Gutjahr war 2016 zufälligerweise beim Terroranschlag in Nizza und beim Amoklauf in München vor Ort.
Was Hater daraus gemacht haben, wie er sich dagegen gewehrt hat, und welche Rolle unrühmliche Rolle Youtube, Facebook und Twitter dabei spielten, beschreibt er in seinem Blog:
«Seit 18 Monaten werden meine Familie und ich im Netz gezielt unter Beschuss genommen»
«Seit 18 Monaten werden meine Familie und ich im Netz gezielt unter Beschuss genommen»

Brasilien: Gericht verurteilt YouTuber wegen Piraterieanleitungen

Ein YouTuber in Brasilien wurde verurteilt, weil er Videos veröffentlicht hat, in denen erklärt wird, wie man mit Hilfe von IPTV-Geräten Inhalte im Internet raubkopieren kann.
Der YouTuber erhält eine Strafe von 7.600 US-Dollar für „moralische Schäden“, muss die entsprechenden Anleitungen entfernen und einen noch nicht bezifferte Sachschaden ersetzen.

https://torrentfreak.com/youtuber-convicted-for-publishing-video-piracy-tutorials-171212/

Frankreich: Google zahlt etwas und spart weiter die Überwachung

Mit der Content ID gibt Google Rechteinhabern die Möglichkeit Raubkopien bei YouTube zu vermeiden. Alles worum sich die Rechteinhaber nicht kümmern (können) wird weiterhin gezeigt und monetarisiert.
Für die Plattform ein tolles Geschäft: Kein Geld für Lizenzen und die Kontrollkosten verlagert man auf die Rechteinhaber.

In Frankreich hat man nun vom Staat organisiert mit der Anti-Piraterie-Einheit ALPA vereinbart, dass die Rechteinhaber einen direkteren Zugang zu den Löschmechanismen erhalten und dass Google auch finanzielle Unterstützung und Schulungen anbietet.

https://torrentfreak.com/google-signs-unprecedented-agreement-to-tackle-youtube-piracy-170921/

OLG Frankfurt: Auch YouTube muss E-Mail-Adresse von Piraten herausgeben

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (OLG) hat YouTube und Google verpflichtet, die E-Mail-Adresse ihrer Nutzer im Fall einer Urheberrechtsverletzung bekanntzugeben. Zugleich hat es festgestellt, dass über die Telefonnummer und die zugewiesene IP-Adresse keine Auskunft zu erteilen ist. OLG Frankfurt: Auch YouTube muss E-Mail-Adresse von Piraten herausgeben weiterlesen

Pirateriezahlen zu Mayweather/McGregor

Der Boxkampf zwischen Mayweather und McGregor hat wohl einen neuen Piraterierekord erzielt:

Laut Irdeto gab es 239 illegale Live-Streaming-Angebote zu dem Kampf, die weltweit schätzungsweise 2,93 Millionen Zuschauer erreichten. Dazu kamen geschätzte 445.000 Downloads.
67 der 239 Streams erfolgten über bekannte Piraterie-Streaming-Websites. Es wurden aber auch Dienste wie Facebook, YouTube, Twitter’s Periscope, Twitch (Amazon) und die Media-Player-Plattform Kodi genutzt. Pirateriezahlen zu Mayweather/McGregor weiterlesen

YouTube lässt Anbahnung sexueller Kontakte mit Kindern zu

Freiwillige Helfer, die Jugendschutzverstöße bei YouTube melden („Trusted Flagger“), berichten, dass eingereichte Beschwerden zur Anbahnung sexueller Kontakte mit Kindern teils gar nicht teils erst nach mehreren Monaten bearbeitet werden.
Oft handelt es sich dabei um harmlose Filme in denen die Kinder und Jugendlichen in den anhängenden Forenbeiträgen aufgefordert werden, an einem geschlossenen Chat teilzunehmen, oder gar leichter oder gar nicht bekleidet vor der Kamera zu posieren.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/YouTube-Foren-Helfer-beklagen-Maengel-beim-Jugendschutz-3793710.html

LG Leipzig erklärt YouTube das Urheberrecht

Das LG Leipzig hat YouTube per Urteil erklärt, dass man auch auf Hinweise auf Urheberrechtsverletzungen handeln muss und nicht jeden Blödsinn als Argument nehmen darf, eine Löschung zu verweigern.
In dem konkreten Fall ging es um den Fernseh-Mitschnitt eines Dokumentarfilms, der von dem Uploader „Revo Luzzer“ auf YouTube hochgeladen wurde.
Der Produzent des Films machte YouTube auf diesen Rechtsverstoß aufmerksam und verlangte die Löschung des betreffenden Inhalts.
Doch statt der offenkundigen Urheberrechtsverletzung abzuhelfen, bat YouTube den illegalen Uploader um seine Stellungnahme – und der erklärte frech und trotzig, als Zahler des Rundfunkbeitrags sei er Miteigentümer des gesendeten Films geworden und könne damit machen, was er wolle. Diese krude Argumentation wurde von YouTube akzeptiert, die Löschung unterblieb. Selbst auf eine Abmahnung reagierte YouTube nicht.

Das LG Leipzig stellt in seinem Urteil klar: „Die Beklagte“ – also Youtube – habe „ihr zumutbare Prüfpflichten verletzt, weil sie nach dem Hinweis der Klägerin im Rahmen des Beanstandungsverfahrens nicht alles ihr technisch und wirtschaftlich Zumutbare getan hat, um weitere Rechtsverletzungen im Hinblick auf die geschützten Werke zu verhindern“.
Dass ein derart klarer Fall auf Betreiben von Google überhaupt gerichtsanhängig wurde, hat aus Sicht der AG DOK, die das Verfahren unterstützt hatte, Methode: offenbar versucht Google mit allen Mitteln, die Grenzen des Urheberrechts zu seinen Gunsten auszuweiten – auch, wenn der Anlass noch so absurd erscheint.
[LG Leipzig, 19.5.2017, Az. 05 O 661/15]

https://agdok.de/de_DE/youtube-verliert-prozess

Verantwortung ist ein verdammter Bumerang

Das Thema Werbung auf unerwünschten Webseiten ist nach wie vor präsent.  Seit dem Artikel auf Webschauder am 29.03.2017 gibt es neue Entwicklungen aus diesem Bereich.

In der Print Ausgabe 23/2017 des Spiegels wird über das Schicksal von Gerald Hensel und seinem neuen Projekt „Fearless Democracy“ berichtet. Hensel war in 2016 der Initiator der Aktion „Kein Geld für Rechts“.
Er verlor im Nachgang zu der Aktion seinen Job und musste Deutschland zeitweise verlassen, weil ein gewaltiger Shitstorm gegen ihn entbrannte. Nun startet er eine Art NGO, um rechten Webseiten den Geldhahn über Werbung zuzudrehen.
Das Branchenmagazin „Werben und Verkaufen“ widmet Hensel und seinem neuen Projekt ein Interview. Am Ende dieses Interviews kommt Hensel zu interessanten Schlüssen:
„Gerade die großen Tech-Player und Content-Akteure sollten sehr schnell verstehen, dass sie mehr als jede andere Branche von einer verbundenen, offenen Welt profitieren und deshalb Verantwortung tragen – nicht zuletzt sich selbst gegenüber. Lassen Sie es mich so sagen: Die Zeit des Zurücklehnens ist vorbei.“

Die Player tragen diese Verantwortung eigentlich nicht nur beim Thema Hass-Rede oder Fake-News sondern auch beim Thema Urheberrechtsverletzungen.
Youtube Werbung auf Kanälen, die sehr eindeutig als IS-nahe zu identifizieren wären, mutet besonders nach den jüngsten Anschlägen immer noch sehr bizarr an.
Der US Blog Thetrichordist berichtet aktuell über so einen Fall. Verantwortung ist ein verdammter Bumerang weiterlesen