Schlagwort-Archive: Werbung

Karibischer Provider blockt Werbung im mobilen Internet

Der in der Karibik tätige Provider Digicell will Werbung aus dem mobilen Netz nicht an seine Kunden weiterleiten. Genutzt wird dazu die Filtertechnik des Unternehmens Shine.
Erste Tests dazu laufen wohl in Jamaica, wo 2,2, Mio. der 13 Mio. Kunden des Unternehmens leben.
Sollte die Werbetreibenden allerdings für die Durchleitung zahlen, würde die Blockade aufgehoben.

www.heise.de/newsticker/meldung/Werbung-im-mobilen-Internet-Karibischer-Provider-blockt-mit-Shine-2836262.html

Irland: Haft für Streaming-Betreiber

Für den Betrieb von mehreren rechtswidrigen Streaming-Webseiten wurde ein Mann aus Nordirland zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt. Durch Werbung auf diesen Seiten hat er rund 413.000 € eingenommen. Der verursachte Schaden beträgt aus Sicht der Ermittler 165 Millionen €.

www.gulli.com/news/26504-irland-vier-jahre-haft-fuer-den-betrieb-von-streaming-plattformen-2015-09-08

Großbritannien: Rückgang von (Marken-)Werbung auf illegalen Seiten

Die Maßnahmen der britischen Anti-Internetpiraterie-Einheit PIPCU (Police Intellectual Property Crime Unit) gegen Werbung auf illegalen Seiten scheinen anzuschlagen:
Die PIPCU vermeldet einen Rückgang der Werbeanzeigen großer britischer Markenartikler auf Websites mit illegalem Content um 73 Prozent. Die Bereiche Autos, Essen, Trinken und Immobilien sollen dort fast gar nicht mehr erscheinen.
Wesentlich für den Erfolg war die IWL (Infringing Website List), die eine Auflistung der illegalen Seiten enthält.

Wie groß der Effekt auf die illegalen Anbieter ist, bleibt offen, da in der Pressemitteilung keine absoluten Zahlen genannt werden. Großbritannien: Rückgang von (Marken-)Werbung auf illegalen Seiten weiterlesen

Proxies ändern Torrentseiten und liefern Malware

Der Sicherheitsexperte Gabor Szathmari hat in seinem Blog eine Studie veröffentlicht, nach der Proxies von Torrentseiten (die in manchen Ländern gesperrt sind) fast ausnahmslos die Originalinhalte verändern.

Bei einer Stichprobe von 6158 Proxy-Sites lieferten nur 21 die Seiten unverändert aus. Proxies ändern Torrentseiten und liefern Malware weiterlesen

Internetpiraterie: Weiterhin hohe Werbeeinnahmen

Die amerikanische „Digital Citizens Alliance“ hat erneut die Einnahmen der Piraterieseiten durch Werbung untersucht.  Basis der Untersuchung sind fast 600 Angebote zu denen es regelmäßig Take-Down-Notices bei Google gibt.

Der Titel „Good Money Still Going Bad“ zeichnet das Ergebnis wieder: Mit einem geschätzten Umsatz in Höhe von 209 Mio. US$ (188 Mio. €) liegt der Umsatz in etwa in der Höhe des Vorjahres (227 Mio. US$). Internetpiraterie: Weiterhin hohe Werbeeinnahmen weiterlesen

Werbeblockade im Mobilnetz möglich

Nach Berichten der „Financial Times“ und anderen Presseorganen soll die technologische Möglichkeit bestehen, Werbung in Mobilfunknetzen auszufiltern. Ein europäischer Netzbetreiber soll die dafür nötige Software des israelischen Startups Shine bereits in seinen Rechenzentren installiert haben.
Ob diese Technologie wirklich eingesetzt wird, dürfte von den Verhandlungen der Mobilnetzbetreiber mit Google und anderen Werbetreibenden abhängen.
In den Berichten wir betont, dass sich Telekomunternehmen schon lange, beschweren, weil Internet-Firmen viel Geld in ihren Netzen verdienten, ohne sich an den hohen Infrastruktur-Kosten zu beteiligen.

Kommentar:
Das die Werbewirtschaft erbost auf dieses Anliegen reagieren wird, ist abzusehen. Schließlich leiten die Provider ja auch in hohem Umfang illegale Inhalte weiter ohne deren Versender mit einer Sperre zu drohen oder gar zur Kasse zu bitten.

http://futurezone.at/netzpolitik/telekomfirmen-denken-ueber-werbeblockade-auf-handys-nach/130.581.652

www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/mobil-werbung-mobilfunk-anbieter-drohen-google-yahoo-a-1033817.html

Einnahmequellen der Piraten: Neue europäische Studie

Die britische Firma Incopro hat eine Studie mit dem Titel „The revenue sources for websites making available copyright content without consent in the EU“ veröffentlicht. Auftraggeber war die MPA (Motion Picture Association).

Die Studie betrachtet in fünf europäischen Ländern die Einnahmemöglichkeiten urheberrechtsverletzender Internetangebote durch Werbung und Zahlungen von Endverbraucher. Insgesamt werden 622 Seiten betrachtet. Daraus ergeben sich für jedes der fünf Länder (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien) die 250 wichtigsten Seiten. Einnahmequellen der Piraten: Neue europäische Studie weiterlesen

Venture Capital finanzierte BitTorrent Tracker

Nach einem Bericht von „The Trichordist” wurde der P2P-Tracker „Vuze“ in mehreren Runden von Venturekapitalgebern finanziert. Mit dabei Jarl Mohn, nun CEO eines nationalen US-Radionetzwerks.
Vuze ist nach eigenen Angaben „Die leistungsstärkste BitTorrent-Anwendung der Welt.“ und erzielt Erträge durch Werbung. Der Autor legt ein Beispiel vor, bei dem beim illegalen Download eines seiner Musikstücke Werbung von American Express angezeigt wird. Dabei handelt es sich nicht um Bannerwebung über vielfältige Vermarktungsstufen, sondern über eine direkte Einbindung von Werbung in ein Computerprogramm.

Zudem belegt er, dass der Piraterienachrichtendienst Torrentfreak auch eine direkte Werbebeziehung zu „Vuze“ hat. Somit finanzieren die Venturekapitalgeber nicht nur den Tracker sondern auch direkt die „unabhängige“ Meinungsbildung für das Produkt.

http://thetrichordist.com/2015/05/03/npaaaargghhhhh-npr-ceo-jarl-mohn-funded-piracy-client-vuze-and-vuze-sponsors-torrent-freak/

Werbung: Selbstregulierung gegen Werbung auf illegalen Webseiten gescheitert

Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) hat heute mitgeteilt, dass der Versuch einer Selbstregulierung gegen Werbeschaltungen auf illegalen Seiten am Kartellamt gescheitert ist. Im Rahmen der Selbstregulierung sollte eine Liste von strukturell urheberrechtswidrige Internetangebote zusammengestellt werden. Damit wäre es der Werbewirtschaft möglich gewesen, Werbeschaltungen auf diesen Webseiten zurückzudrängen.

Das Bundeskartellamt sah aber insbesondere in der aktiven Beteiligung der Werbewirtschaft ein kartellrechtliches Problem. „Ohne die Werbetreibenden ist es jedoch schon begrifflich keine gemeinsame Selbstregulierung mehr und widerspricht zudem grundsätzlich dem Ansatz einer branchenübergreifenden Lösung. Es bleibt der irritierende Eindruck, illegale Angebote würden stärker geschützt als Maßnahmen, die der legale Wettbewerb ergreift“, so ZAW-Geschäftsführer Dr. Bernd Nauen.

Man will nun die Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen mit der Politik diskutieren, da „ein gemeinsames Vorgehen die einzige Möglichkeit bleibt, effektiv Werbeschaltungen auf illegalen Seiten einzudämmen und damit gegen die Betreiber urheberrechtsverletzender Angebote vorzugehen“.

 

Dem muss nun widersprochen werden. Bereits heute kann ein werbetreibendes Unternehmen Dienstleister nutzen, die eine Schaltung auf illegalen Seiten verhindern (Batch Media, Project Sunblock) oder mit seinen Agenturen Verträge abschließen, die eine Werbeschaltung auf illegalen Seiten verbieten und bei Verstoß eine Vertragsstrafe vorsehen (Vgl. OLG München).
Insoweit hängt eine Eindämmung der Werbung auf illegalen Seiten im Wesentlichen vom Willen der Beteiligten ab und nicht vom Kartellamt.

http://zaw.de/zaw/aktuelles/meldungen/ZAW-Pressemeldung-Nr-4-15.php