Schlagwort-Archive: Werbung

Unilever stellt Werbung bei Google und Facebook in Frage

Unilever ist nicht mehr bereit, Werbung auf Plattformen zu schalten, die an der Spaltung der Gesellschaft beteiligt seien, so eine deutliche Warnung an Facebook und Google.
Unilever-Marketingvorstand Keith Weed fordert die Digitalkonzerne auf sich zu bessern, „Wir können nicht länger eine digitale Lieferkette stützen, die in Bezug auf ihre Transparenz bisweilen kaum besser ist als ein Sumpf.“

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Unilever-droht-Facebook-und-Google-mit-Werbe-Boykott-3967226.html

USA: Filmwirtschaft erzielt Verfügung gegen TickBox TV

Eine Gruppe der großen Hollywood-Studios sowie Amazon und Netflix haben eine einstweilige Verfügung gegen TickBox TV, ein Kodi-basiertes Streaming-Gerät, erwirkt.
Der Geräteverkäufer wird verpflichtet Piraterie-Addons aus der Box zu entfernen und Werbung zu unterlassen, die den Nutzen des Gerätes für Piraterie darstellt.

http://alliance4creativity.com/news/court-grants-preliminary-injunction-tickbox/

https://torrentfreak.com/court-orders-tickbox-to-keep-pirate-streaming-addons-out-180131/

YouTube: Keine Werbung mehr bei kleinen Kanälen

YouTube lässt Werbung nur noch auf Kanälen zu, die mindestens 1000 Abonnenten und 4000 Stunden „Sehdauer“ vorweisen. Bislang musste ein Kanal 10.000 Aufrufe haben, um Werbegelder zu erhalten.
Mit dieser Verschärfung will die Plattform verhindern, dass „potenziell unangemessene Videos“ Umsätze generieren.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Strengere-Regeln-fuer-YouTube-Kanaele-die-Geld-verdienen-wollen-3944497.html

USA: Werbeinnahmen müssen an Rechteinhaber überwiesen werden

Ein Bundesgericht in Florida hat ein Versäumnisurteil gegen mehr als zwei Dutzend relativ kleine Piratenseiten wegen Marken- und Urheberrechtsverletzungen gefällt. Danach erhält der Medienkonzern ABS-CBN das Eigentum an den Domainnamen und die zuvor beschlagnahmten Werbeeinnahmen der Webseiten.

Die betreffenden Piraterieseiten nutzten Werbung von bekannten Netzwerken wie Google Adsense, MGID, Popads, AdsKeeper oder Bidvertiser. Keines dieser Unternehmen soll sich gegen die Sicherstellung der Gelder gewehrt haben.

https://torrentfreak.com/media-giant-can-keep-seized-ad-revenue-from-pirate-sites-180109/

Snapchat: Werbeverlust wegen mangelndem Jugendschutz

Der Spirituosenhersteller Diageo (Johnnie Walker, Captain Morgan etc.) hat eine Anzeigenkampagne bei Snapchat beendet, da die Anzeigen auch Minderjährigen angezeigt wurde.

Großbritanniens Aufsichtsbehörde für Werbung, die Advertising Standards Authority, hält den Ansatz aber schon für falsch, da bekannt sei, dass die Altersangaben bei Snapchat oft nicht stimmen. Insoweit kann man sich auch bei der Werbeauslieferung darauf nicht verlassen.
Trotz eines Mindestalters von 13 Jahren für die Registrierung sind nach einer Studie von Ofcom 34 Prozent zwischen acht und elf Jahre alt.

https://www.wsj.com/articles/diageo-halts-snapchat-ads-over-age-targeting-concerns-1514937661

State of the art: Über die Formen der Monetarisierung von illegalen Webseiten

Unregulierte Distribution von Inhalten im Internet (Piraterie) ist und war nie ein Akt der Selbstlosigkeit.  Sie war stets beherrscht von Gewinnerzielungsabsichten insofern ähneln sich legale und illegale Geschäftsmodelle im Netz. Während für seriöse Unternehmen wie Netflix, Amazon oder Sky regelmäßige Einnahmen über Abonnenten die Grundlage des Geschäftes sind, haben die illegalen Schattenangebote diese Möglichkeit nicht. Spätestens bei regelmäßigen Zahlungen würde man den Betreibern auf die Spur kommen. Die Monetarisierung von illegalen Seiten geschieht daher in der Regel anders.
Dieser Artikel gibt einen Überblick von der Dynamik wechselnder Finanzierungen und neue Einnahmeformen von strukturell rechteverletzenden Seiten. Die nachfolgenden Erkenntnisse beruhen auf der Arbeit des Content Protection Dienstleisters FDS File Defense Service (FDS). State of the art: Über die Formen der Monetarisierung von illegalen Webseiten weiterlesen

LG Düsseldorf: Einstweilige Verfügung gegen Amazon

Da Amazon mehrere Anzeigen bei Google-Suchen mit Begriffen wie „Brikenstock“, „Birkenstok“ oder „Bierkenstock“ geschaltet hat und diese u.a. auf Amazon-Angebote mit gefälschten Produkten verwiesen, hat das Landgericht Düsseldorf im Rahmen einer einstweiligen Verfügung Amazon verboten, Tippfehler-Werbung bei Google zu schalten, die den Verbraucher in die Irre führen könnte.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/birkenstock-hat-ein-verbot-gegen-amazon-durchgesetzt-a-1185439.html

Frankreich: Pirateriestreamingdienst geschlossen

Die französische Anti-Piraterie-Gruppe ALPA hat mit der Polizei in Südfrankreich den Piraterie-Dienst ARTV geschlossen und den 16jährigen Betreiber festgenommen.
Dieser warnt auf YouTube nun eventuelle Nachahmer:
https://youtu.be/xVTvSfT1uvU

Die ARTV-Website und die dazugehörige Android-Applikation boten 176 Kanäle von Canal +, M6, TF1 Group, France Télévision Group, Paramount, Disney und FOX an.
Die seit April bestehende ARTV.watch-Website hatte inzwischen 800.000 registrierte Nutzer und monatlich rund 3.000 Euro Werbeeinnahmen.
Dem Teenager drohen nun bis zu drei Jahren Gefängnis und eine Geldstrafe von 300.000 Euro.

https://torrentfreak.com/16-year-old-boy-arrested-for-running-pirate-tv-service-171211/

https://youtu.be/xVTvSfT1uvU

USA: Internetkonzerne unterstützen Anti-Flüchtlingskampagne

Die beiden Internetkonzerne Google und Facebook haben für die Verbreitung von Werbung, die gegen Flüchtlinge Stimmung macht, mehrere Millionen Dollar erhalten.
Beide Internetunternehmen halfen mit aktiver Unterstützung und Ratschlägen, wie die Werbung effizienter eingesetzt werden könne.

https://www.futurezone.de/digital-life/article212294639/Google-und-Facebook-haben-Anti-Fluechtlings-Kampagne-unterstuetzt.html?

USA: Studie zur Pirateriewerbung

Die Trustworthy Accountability Group (TAG), eine Gruppe von Werbetreibenden und Agenturen, hat eine neue Studie zur werbefinanzierten Piraterie veröffentlicht.

Die Studie ergab, dass die digitalen Werbeeinnahmen der Piraterieseiten 111 Millionen US-Dollar betrugen. Davon entfallen 36 Mio. US-$ auf Premium-Werbende und 75 Mio. US-$ auf Non-Premium-Advertiser (Gaming, Dating, VPN-Dienste).

Die von der TAG initiierten Maßnahmen hätten dafür gesorgt, dass weitere Einkünfte der Piraterieseiten in Höhe von 102 bis 177 Millionen US-Dollar verhindert wurden.
Ergänzend vermerkt die Studie, dass die Schäden durch Piraterie auf 2,4 Milliarden US-$ geschätzt werden.

https://www.tagtoday.net/hubfs/Measuring%20digital%20advertising%20revenue%20to%20infringing%20sites.pdf?t=1507150221706

Pirate Bay testet Bezahlung per CPU-Leistung

The Pirate Bay hat bei einigen Nutzern deren Rechner ohne Zustimmung zum Mining der Kryptowährung Monero genutzt. Dies fiel auf, weil die Rechnern langsamer wurden. Einzelne Nutzer hatten dadurch wohl eine CPU-Auslastung von 80 Prozent. Dies soll auf einem Tippfehler beruhen, eigentlich wollte man nur 20 bis 30 Prozent.
Mit dem Test wollte man Alternativen zur Werbung prüfen. Ziel ist es wohl langfristig auf Werbung verzichten zu können.

https://torrentfreak.com/the-pirate-bay-website-runs-a-cryptocurrency-miner-170916/