Schlagwort-Archive: VPN

VPN-Apps oft aus China

In Großbritannien wurden 30 beliebte VPN-Apps fürs Smartphones überprüft. Ganze 17 der 30 untersuchten Top-Apps wurden entweder von chinesischen Entwicklern angeboten oder direkt auf Servern in China betrieben.
Ob bei den Angeboten von „obskuren und extrem verschwiegenen Firmen“ die erhoffte Anonymität beim Surfen gewährleistet ist, konnte nicht geprüft werden.
Aber auch andere VPN-Angebote ohne Chinabezug sind kritisch, da Daten zum Nutzerverhalten gespeichert und teilweise sogar verkauft werden.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/vpn-apps-viele-populaere-dienste-haben-laut-auswertung-china-bezug-a-1240076.html

Australien: Sperren wirken

Eine INCOPRO-Studie zeigt, dass in Australien Webseiten, die gesperrt wurden, einen Besucherrückgang von 53,4 % seit dem Beginn der Sperrungen in Dezember 2016 hatten.
Die Gesamtnutzung der 250 wichtigsten unautorisierten Webseiten ist in Australien um 25,4% zurückgegangen.
Während VPNs nicht berücksichtigt wurden, kam die Studie bezüglich den Proxies zu dem Ergebnis, dass diese nur einen kleinen Teil des Traffics ersetzen, der vor den Blockaden zu Piratenseiten ging.

https://www.creativecontentaustralia.org.au/_literature_210629/2018_Research_-_Incopro_Study

https://torrentfreak.com/australian-pirate-site-blocks-actually-block-pirate-sites-180221/

VPN Logs helfen Täter zu finden

In einem Verfahren wegen Cyberstalking wurde der Täter u.a. anhand der Logfiles seines VPN-Anbieters überführt. „Bezeichnenderweise konnte PureVPN feststellen, dass derselbe Kunde auf seinen Dienst von zwei IP-Adressen aus zugreifen konnte: die RCN-IP-Adresse aus dem Heimatland, in dem Lin zu der Zeit wohnte, und die Softwarefirma, in der Lin damals beschäftigt war“, heißt es in der eidesstattlichen Erklärung eines Special Agent.

https://torrentfreak.com/purevpn-logs-helped-fbi-net-alleged-cyberstalker-171009/

Nachtrag 17.10.2017:
PureVPN bestätigt die Speicherung der IP-Adressen der Nutzer.
https://www.purevpn.com/blog/vpn-logs-explained/

USA: VPN-Anbieter verstößt gegen Datenschutzrecht

Das amerikanische Center for Democracy and Technology hat die Software-Firma AnchorFree beschuldigt, den kostenlosen VPN-Client Hotspot Shield zur Erlangung von Daten zu nutzen. Eine entsprechende Beschwerde bei der US-Handelsbehörde wurde eingereicht.
Obwohl mit Aussagen wie „Your security and privacy are guaranteed!“ oder „Enjoy complete anonymity“ geworben wird, werden Standortdaten, MAC-Adressen, IMEI-Nummern etc. gesammelt und für personalisierte Werbung genutzt.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/VPN-Anbieter-Aktivisten-beklagen-Datenmissbrauch-3795523.html

Niederlande: VPN-Server beschlagnahmt

Die niederländische Polizei hat, wie jetzt bekannt wurde, am 24. August mehrere Server des VPN-Dienstes Perfect Privacy direkt beim Hosting-Provider I3D beschlagnahmt.
Somit kann die Polizei nun überprüfen, ob der VPN-Dienst zu recht mit absoluter Privatsphäre wirbt und sein Versprechen gehalten hat, keine Kundeninformationen aufzuzeichnen.

https://torrentfreak.com/police-seize-two-perfect-privacy-vpn-servers-160902/

Neuseeland: Access Provider beendet seinen VPN-Dienst

Nach Beschwerden von Medienunternehmen hat der neuseeländische Access Provider „Unlimited Internet“ seinen VPN-Dienst „TV VPN“ beendet.

Mit dem Dienst war es möglich die amerikanischen Streamingdienste Netflix und Hulu zu nutzen, ohne dass entsprechende neuseeländische Rechte vorliegen.

In Deutschland plant die Telekom das kostenlose Angebot eines solchen Dienstes.

http://torrentfreak.com/isp-pulls-vpn-service-after-geo-unblocking-legal-threats-150407/

www.webschauder.de/staerkt-die-telekom-die-anonymisierung-im-netz/

 

Stärkt die Telekom die Anonymisierung im Netz?

Mehrere Presseorgane berichten, dass die Telekom auf der Cebit ein kostenloses Software-Sicherheitspaket angekündigt hat. In dem Angebot enthalten ist u.a. eine Antivirensoftware und eine Anwendung für verschlüsselte Internet-Verbindungen über „VPN-Tunnel der Firma Steganos“.
Der genaue Sinn und Zweck des VPN-Tunnel ist nicht erklärt. Steganos erklärt den Nutzen ihres VPNs so:

„Warum anonym surfen? Ich habe doch nichts zu verbergen.
Sobald Sie online gehen, erhalten Sie eine eindeutige Internet Protocol-Adresse, kurz IP. Die IP ist wie ein Peilsender im Internet und zurückverfolgbar bis zu Ihrer Wohnungstür. Jeder Seitenbetreiber kann genau erkennen, was Sie auf seiner Website gemacht haben: […]  Auch Ihr Provider kann jede Menge Daten einsehen, so etwa welche Filme oder Musikstücke Sie in Ihrer legalen Tauschbörse hoch- und heruntergeladen haben. Es geht nicht darum, ob Sie etwas zu verbergen haben. Sie haben ein Recht auf Privatsphäre und müssen sich dafür nicht rechtfertigen.“
[Hervorhebung durch Webschauder]

www.steganos.com/fileadmin/infosheets/SIAVPN_de_OEM.pdf

Nachtrag:
http://schutzpaket.telekom-dienste.de/#secureBrowsing