Schlagwort-Archive: Verbraucherzentrale

KG Berlin verbietet Googles Umgehung der Impressumspflicht

Google darf auf Kunden-Anfragen an die im Impressum genannte E-Mail-Adresse nicht mit einer automatisch erzeugten Standardantwort reagieren, die Verbraucherinnen und Verbraucher lediglich auf Hilfeseiten und andere Kontaktmöglichkeiten verweist. Das hat das Kammergericht Berlin nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) gegen den Internetkonzern entschieden und bestätigt damit die Entscheidung des Landgerichts.

Also auch für Google gilt: Eine E-Mail-Adresse im Impressum muss auch eine Kommunikation ermöglichen.
Ob Google auch gegen diese Entscheidung vorgehen wird, ist noch offen.

[KG Berlin, 23. November 2017, Az.: 12U 124/14]

https://www.vzbv.de/pressemitteilung/google-muss-kommunikation-e-mail-ermoeglichen

Die Denic und Fakeshops: „Sorry, aber da kann man echt nichts machen…“

Der Verbraucher hat es nicht einfach dieser Tage im Internet. Wer auf der Suche nach besonderen Schnäppchen im World Wide Web ist, der kann leicht in die Fänge von Kriminellen geraten.
Sie bieten insbesondere teure Waren wie Elektro- oder Modeartikel zu erheblich reduzierten Preisen an. Wer sich dabei auf einen vermeintlich deutschsprachigen Shop verlässt, weil die Domain mit .de endet, ist dabei keineswegs auf der sicheren Seite.
Es gibt unendlich viele sogenannte Fakeshops, selbst mit eigentlich vertrauenswürdiger .de Domain Endung, die nur eines im Sinn haben: Den Konsumenten zu betrügen in dem für vermeintlich sehr günstige Waren Vorkasse verlangt wird. Vorkasse ist auch aktuell keine gänzlich ungewöhnliche Bezahlart und so fällt es offenbar vielen Kunden solcher Seiten nicht gleich auf, dass sie betrogen werden. Wie kann so etwas eigentlich passieren?
Die Denic und Fakeshops: „Sorry, aber da kann man echt nichts machen…“ weiterlesen

Abzocke mit Streaming

Das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt vor vermeintlichen Streaming-Angeboten im Netz. Wie bei anderen Abzock-Seiten wird dem Kunden ein angeblicher Vertrag untergejubelt, bei dem angeblich mehrere hundert Euro fällig werden.
Um dies auch glaubwürdig zu machen, zitiert man in einem YouTube-Video sogar einen angeblichen Rechtsanwalt, der die Rechtmäßigkeit der Forderungen bestätigt.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Verbraucherschuetzer-warnen-vor-betruegerischen-Streaming-Angeboten-3916946.html
(inkl. Video)

VZ Bayern: Unseriöse Streaming-Dienste ködern mit aktuellen Filmen

Die Verbraucherzentrale Bayern warnt vor Lockangeboten die aktuelle Kinofilme kostenlos zum Streamen anbieten und somit Verbraucher in die Falle locken. Tatjana Halm, Leiterin des Rechtsreferats der Verbraucherzentrale Bayern warnt „Statt sich den gewünschten Film herunterzuladen, schließen ahnungslose Nutzer häufig kostspielige Abonnements ab“.
Die Verbraucherschützer raten, Streaming-Angebote genau zu prüfen und wenn Verbraucher bereits in die Falle getappt sind, sollten sie das Abonnement umgehend kündigen oder von ihrem 14-tägigen Widerrufsrecht Gebrauch machen.

Da keine weiteren Details genannt werden, nachfolgende Ergänzung:
– Solche Fallen gibt es öfter bei YouTube und über Anzeigen auf Piraterieseiten.
– Die Angebote erfolgen in der Regel über Briefkastenfirmen oder anonym.
– Oft werden die Gebühren direkt abgebucht – wenn man Pech hat auch mehrfach. Insoweit dürfte auch Widerspruch und Kündigung wenig helfen.

Richtig ist auf jeden Fall: „Wenn neueste Filme, die momentan im Kino zu sehen sind oder erst in Kürze starten, zum Streamen angeboten werden, kann das nicht legal sein“.

https://www.verbraucherzentrale-bayern.de/unserioese-streaming-dienste-koedern-mit-aktuellen-filmen