Schlagwort-Archive: USA

USA: Filmstudio kritisiert „Six Strikes“

Mark Gill, Präsident von Millenium Film,  kritisiert das US-amerikanische Warnhinweismodell „Six Stirkes Copyright Alert System“ (CAS). Der Film „Expendables 3“ wäre 60 Millionen mal illegal angeschaut worden, aber nur 0,3 % der Betrachter wären über das CAS angeschrieben worden.

Da die P2P-Nutzung bei den Providern, die sich am CAS beteiligen, sogar leicht angestiegen sei, sieht man in dem System nur eine Alibifunktion für die Provider:
“These alarming numbers show that the CAS is little more than talking point utilized to suggest these five ISPs are doing something to combat piracy when in actuality, their customers are free to continue pirating content with absolutely no consequences,” Voltage Pictures CEO Nicolas Chartier notes.

http://torrentfreak.com/six-strikes-anti-piracy-scheme-is-a-sham-filmmaker-say-150513/

Venture Capital finanzierte BitTorrent Tracker

Nach einem Bericht von „The Trichordist” wurde der P2P-Tracker „Vuze“ in mehreren Runden von Venturekapitalgebern finanziert. Mit dabei Jarl Mohn, nun CEO eines nationalen US-Radionetzwerks.
Vuze ist nach eigenen Angaben „Die leistungsstärkste BitTorrent-Anwendung der Welt.“ und erzielt Erträge durch Werbung. Der Autor legt ein Beispiel vor, bei dem beim illegalen Download eines seiner Musikstücke Werbung von American Express angezeigt wird. Dabei handelt es sich nicht um Bannerwebung über vielfältige Vermarktungsstufen, sondern über eine direkte Einbindung von Werbung in ein Computerprogramm.

Zudem belegt er, dass der Piraterienachrichtendienst Torrentfreak auch eine direkte Werbebeziehung zu „Vuze“ hat. Somit finanzieren die Venturekapitalgeber nicht nur den Tracker sondern auch direkt die „unabhängige“ Meinungsbildung für das Produkt.

http://thetrichordist.com/2015/05/03/npaaaargghhhhh-npr-ceo-jarl-mohn-funded-piracy-client-vuze-and-vuze-sponsors-torrent-freak/

Streamingdienst Grooveshark gibt endgültig auf

Grooveshark, ein Musik-Streamingdienst ohne Verträge, hat nach zwei gerichtlichen Niederlagen nun auch in den USA aufgeben müssen. Im Rahmen eines Vergleichs wurde die Seite geschlossen und den Klägern stehen 50 Millionen US-Dollar Schadensersatzansprüche gegen das Unternehmen Escape Media zu. Persönliche Ansprüche gegen die handelnden Personen gibt es nicht.

www.heise.de/newsticker/meldung/Streamingdienst-Grooveshark-gibt-nach-Niederlage-vor-Gericht-auf-2631140.html

http://recordingindustryvspeople.blogspot.de/2015/05/umg-v-grooveshark-settled-no-money.html

US-Regierung beschuldigt Filehoster und Registrare

Das US-amerikanische „Office of the United States Trade Representative” hat in der diesjährigen “Out-of-Cycle Review of Notorious Markets” einen Schwerpunkt auf Copyrightverletzungen gelegt und beschreibt dementsprechend Tauschbörsenportale und Filehoster. Dabei wird der Bezug mancher Angebote zu Ländern in der EU erkennbar.

Zudem wird manchen Registraren vorgeworfen, dass sie sich gerichtlichen Anordnungen oder behördlichen Aufforderungen, bestimmte Seiten zu löschen, widersetzen.

https://ustr.gov/sites/default/files/2014%20Notorious%20Markets%20List%20-%20Published_0.pdf

Hoster und Registrare in Industrieländern uneinsichtiger?

In Somalia wurde heute die Torrentseite KickassTorrents insoweit abgeschaltet, als das die Verbindung der Domain mit dem Namen “Kickass.so” nicht mehr auf das illegale Angebot verlinkt.

Die Piratebay-Domain „thepiratbay.se“ hingegen wird trotz massiver polizeilicher Maßnahmen weiterhin von der schwedischen Registrierungsstelle (iis.se) aufrecht erhalten.

Die Seite selber liegt auf einem Rechner von Cloudflare, einem amerikanischen Unternehmen. Der frühere moldawische Hoster der Seite, hatte seinen Dienst wegen der Urheberrechtsverletzungen aufgekündigt. Cloudflare hat anscheinend keine Probleme mit den Urheberrechtsverletzungen seines Kunden. Auch die Maßnahmen der schwedischen Polizei gegen den früheren schwedischen Hoster scheinen Cloudflare nicht zu beeindrucken.

http://torrentfreak.com/kickasstorrents-taken-domain-name-seizure-150209/

www.golem.de/news/torrent-the-pirate-bay-offiziell-in-den-usa-gehostet-1502-112206.html

Nachtrag: Inzwischen wurde bekannt, dass die schwedische Staatsanwaltschaft, die Domain „thepiratebay.se“ beschlagnahmen will, der Registrar sich aber weigert diese abzuschalten. Der Fall wird nun vor Gericht verhandelt.

 

www.golem.de/news/stastsanwalt-the-pirate-bay-soll-seine-webadresse-verlieren-1502-112324.html

Internetpiraterie: Registrare stärker im Focus

In der Regel wird eine Internetseite über ihren Namen und nicht über ihre IP-Adresse besucht. Die Anmeldung der Namen der Internetseiten bzw. der Internetadresse (URL) obliegt den Registraren.

Da auch illegale Internetseiten in der Regel über ihre URL besucht werden, ist es nicht verwunderlich, dass Registrare stärker in den Kampf gegen illegale Angebote im Netz einbezogen werden. Internetpiraterie: Registrare stärker im Focus weiterlesen

USA: 2 Jahre Haft für Bitcoin-Pionier

Der US-Amerikaner Charlie Shrem hat Händlern des inzwischen geschlossenen Drogenmarktplatzes Silk Road Kryptogeld im Wert von einer Million US $ von seiner Bitcoin-Börse Bitinstant besorgt und bei der Verschleierung des Geldflusses geholfen.

Nach einem Deal mit der Anklage erhält er nun 2 Jahre Gefängnis, 3 Jahre Bewährung und 950.000 US-Dollar Geldbuße.

www.heise.de/newsticker/meldung/Coins-fuer-die-Silk-Road-2-Jahre-Haft-fuer-Bitcoin-Pionier-Shrem-2505845.html

US-Senator schreibt Kreditkartenunternehmen an

Der demokratische Senator und Vorsitzender des Justizausschuss des Senats der Vereinigten Staaten, Patrick Leahy, wünscht, dass Kreditkartenunternehmen keine Zahlungen mehr an Filehoster weiterleiten. Deshalb hat er die CEOs von VISA und Mastercard angeschrieben und aufgefordert, die Zusammenarbeit mit diesen Diensten zu beenden.

In den veröffentlichten Briefen beruft er sich dabei auf den NetNames Report, der 30 der wichtigsten urheberrechtsverletzenden Dienste auflistet.

http://arstechnica.com/tech-policy/2014/11/senator-tells-visa-and-mastercard-to-stop-serving-cyberlockers/

www.webschauder.de/us-studie-umsatz-der-share-und-videohoster/

US-Studie: Umsatz der Share- und Videohoster

In der Studie „Behind the Cyberlocker Door“ hat NetNames im Auftrag der Digital Citizens Alliance jeweils die 15 wichtigsten Share- und Videohoster untersucht.

Danach geht man konservativ geschätzt von einem jährlichen Umsatz in Höhe von 72 Mio. € aus. Basis der Schätzungen sind die aus den Anklageschriften bekannten Umsätze bei Megaupload, also Zahlen aus den Anfangszeiten der Sharehoster.

Nachfolgend die wesentlichen Ergebnisse in der Kurzübersicht: US-Studie: Umsatz der Share- und Videohoster weiterlesen

USA: Gericht macht keine halbe Sachen

Ein District Court in Oregeon hat aufgrund von Urheberrechts- und Markenrechtsverletzungen zu 12 Internetseiten folgende Maßnahmen vorläufig angeordnet:

  • Suchmaschinen müssen die Suchergebnisse und Links zu den Seiten entfernen.
  • Registrare die Internetseiten beschlagnahmen.
  • Hoster die Server vom Netz nehmen.

Alle Maßnahmen wurden ohne eine vorherige Anhörung der Gegner angeordnet, um Ausweichmanöver der Seiten zu verhindern.

Antragsteller war ABS-CBD, das größte Medien- und Entertainmentunternehmen der Philippinen. Der Antragsteller musste 10.000 US$ zur Begleichung von evtl. Schäden wegen falscher Anschuldigungen hinterlegen.

http://servingnotice.com/abscbn2/009%20-%20TRO.PDF

https://torrentfreak.com/u-s-court-wants-search-engines-remove-pirate-sites-140818/