Schlagwort-Archive: Streaming

Bedeutung von Google für die Musik-Piraterie

Music Business Worldwide stellt anhand des bisher unveröffentlichten MUSO „Global Piracy Report“ die Bedeutung von Google für die Verbreitung von illegalen Musikinhalten dar:

Die wichtigsten Quellen für illegale Musikinhalte sind:
28,3% Torrents
35,1% Streaming
17,7% Ripping

Die Bedeutung von Suchmaschinen für das Auffinden dieser Quellen liegen im Durchschnitt bei 37,2%, sind aber je nach Vertriebsart unterschiedlich:
14,2% Torrents
46,3% Streaming
49,8% Ripping

Damit erfolgt die Hälfte aller Besuche von Ripping-Plattformen durch Verlinkung von Suchmaschinen. Wichtigster Ripping-Anbieter ist  YouTube-mp3.org, mit dem Musik von Youtube gerippt wird.

Google´s Marktanteil wird mit 64 % angesetzt. Somit rechnet man Google 8,1 Milliarden Besuche von Piraterieseiten zu.

http://www.musicbusinessworldwide.com/googles-role-music-piracy-much-bigger-first-appears/

Illegales Sportstreaming

Unter dem Titel „Wie gefährlich ist LiveTV.sx ?“ berichtet Tarnkappe über das System des illegalen Sportstreamings.
Im Focus die Finanzierung durch Werbung, die Unterstützung durch europäische Hoster, die Untätigkeit von Teilen der
Werbewirtschaft und die Sprachlosigkeit der Deutschen Fußball Liga.
https://tarnkappe.info/wie-gefaehrlich-ist-livetv-sx/

Ergänzend dazu das Vice-Interview “Die Jäger illegaler Streams” mit  Sascha Tietz, „Director Anti-Piracy & Content Security“, und Thomas Stahn „Head of Anti-Piracy / Legal Affairs“ von SKY.
https://sports.vice.com/de_de/article/die-jaeger-illegaler-streams

Test zur Virenverbreitung über illegale Streamingseiten

Während des Champions-League-Hinspiel zwischen Real Madrid und Manchester City haben zwei Tester auf einer illegalen Streamingseite alles angeklickt, was die Ad-Unterwelt zu bieten hatte. Das Ergebnis nach einer Halbzeit: 56 Viren und nur die letzten 30 Sekunden vertonte Bilder des Spiels.
Fazit: „An einen Virus kommt man schneller als an einen funktionierenden Stream.“

http://motherboard.vice.com/de/read/ich-hab-mir-alle-viren-eingefangen-die-ich-in-einer-halbzeit-kriegen-konnte

Frankreich: Betreiber einer Streamingseite festgenommen

Der 22-jährige Betreiber der Streamingsite Full-Stream.org wurde von der französischen Polizei festgenommen. Mit über einer Million Besuchern je Monat handelt es sich dabei um einer der größten Piraterieseiten des Landes.
Nach Angaben der Anklage hat die Seite 2.426 TV-Serien und 10.152 Filme angeboten. Wie viel Umsatz der Betreiber gemacht hat, wird noch untersucht.

https://torrentfreak.com/french-arrest-and-jail-operator-of-pirate-site-full-stream-160303/

Deutschland/Schweden: Betreiber einer Streamingseite festgenommen

Der Betreiber von Swefilmer, der wohl größten schwedischen illegalen Streamingseite, wurde im Januar in Deutschland verhaftet.
Der in Deutschland ansässige Türke soll sowohl der Hauptbetreiber als auch der Verbindungsmann für die Werbenetzwerke und die „Spenden“ der User gewesen sein und dabei über ein türkisches Konto 1,56 Mio. € eingenommen haben.

https://torrentfreak.com/operator-of-swedens-largest-streaming-site-arrested-on-secret-european-warrant-160301/

Internationale Razzia gegen illegale Internetangebote betrifft auch Streaming-Portal

In einem Ermittlungskomplex gegen Betreiber und Nutzer verschiedener deutschsprachiger Underground Economy (UE) -Foren haben deutsche und ausländische Polizeibeamte Ende Februar 69 Wohnungen und Firmenräume im In- und Ausland durchsucht und neun dringend Tatverdächtige festgenommen.

Über diese Foren wurden Waffen, Drogen, Falschgeld, gefälschte Ausweise und gehackte Daten angeboten. Darüber hinaus umfasste die Angebotspalette auch kriminelle Dienstleistungen, beispielsweise die Infektion von Computern mit Schadware oder Anleitungen zur Begehung von Straftaten.

Einer der festgenommen Beschuldigten soll seit 2012 auch eine illegale Streaming-Plattform betrieben haben, über die er u.a. Zugänge zu kostenpflichtigen Sportsendungen- und Filmen angeboten haben soll.

www.bka.de/nn_233148/DE/Presse/Pressemitteilungen/Presse2016/160229__UndergroundEconomy.html

Torrent-Streaming / Torrent Time

Nach dem Ende von Popcorn Time im Sommer des vergangenen Jahres haben die Softwareentwickler den Code wohl per Open Source ins Internet gestellt.
Eine erste Neufassung ist nun unter dem Namen Popcorn Time Online ans Netz gegangen. Über Torrents Time werden die Daten aus dem Torrent-Netzwerk abgerufen und von einzelnen Plattformen wie „The Pirate Bay“ oder „KickassTorrents“ eingebunden. Somit kann man dort nun die Filme direkt im Browser streamen.
Den Betreibern ist von der niederländischen Antipiraterieorganisation BREIN eine Unterlassungserklärung zugesandt worden. Torrent Time liegt bei dem niederländischen Hoster Leaseweb.

Geld verdient Torrent Time derzeit offenbar mit Werbung für einen VPN-Dienst. Adserver sollen folgen.

www.gulli.com/news/27080-popcorn-time-kehrt-als-open-source-version-zurueck-2016-02-04

www.gulli.com/news/27092-the-pirate-bay-erregt-mit-torrent-streaming-im-browser-aufmerksamkeit-2016-02-09

http://futurezone.at/digital-life/torrent-portale-starten-streaming-unterstuetzung/179.775.514

35 % der Besuche auf illegalen Streamingseiten durch Google-Verlinkung

Just Watch hat dargestellt, dass Google durch eine Änderung des Algorithmus die Sichtbarkeit von Torrentseiten deutlich reduziert hat.
Illegale Streamingportale sind aber davon nicht betroffen und weiterhin gut auffindbar. 35 % der Besuche auf illegalen Streamingseiten erfolgen durch eine Verlinkung von der Suchmaschine Google.

https://torrentfreak.com/googles-pirate-update-fails-to-punish-streaming-sites-151105/

Niederlande: EuGH um Stellungnahme zum Streaming gebeten

In der juristischen Auseinandersetzung um den Verkauf von Streamingboxen, über die illegale Portale vom Fernseher aus genutzt werden können, hat ein niederländisches Gericht nun mehrere Fragen an den EuGH gerichtet.
Dabei wurde auch gefragt, ob eine Zwischenspeicherung beim Streaming noch eine rechtmäßige Nutzung ist. Die Beantwortung dieser Frage könnte endgültig klären, ob sich auch die Nutzer illegaler Streamingangebote strafbar machen.

www.anti-piracy.nl/nieuws.php?id=363

Streamingdienst Grooveshark gibt endgültig auf

Grooveshark, ein Musik-Streamingdienst ohne Verträge, hat nach zwei gerichtlichen Niederlagen nun auch in den USA aufgeben müssen. Im Rahmen eines Vergleichs wurde die Seite geschlossen und den Klägern stehen 50 Millionen US-Dollar Schadensersatzansprüche gegen das Unternehmen Escape Media zu. Persönliche Ansprüche gegen die handelnden Personen gibt es nicht.

www.heise.de/newsticker/meldung/Streamingdienst-Grooveshark-gibt-nach-Niederlage-vor-Gericht-auf-2631140.html

http://recordingindustryvspeople.blogspot.de/2015/05/umg-v-grooveshark-settled-no-money.html

Dänemark: Gerichtliche Sperre von 12 Piraterieseiten

Ein dänisches Gericht hat die Sperre von 12 Piraterieseiten aus den Bereichen P2P, Streaming und MP3 Download angeordnet.
Die Seiten werden nicht nur von den durch das Gerichtsurteil betroffenen ISPs gesperrt, sondern aufgrund einer Vereinbarung auch von allen anderen dänischen ISPs.

http://torrentfreak.com/popular-torrent-and-streaming-sites-blocked-in-denmark-150327/